Allianz: Zukäufe im britischen Sachversicherungsgeschäft

Die US-Großbank JPMorgan beließ die Einstufung für die Allianz derweil auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 222 Euro.

Die beiden Zukäufe drückten etwas auf die Finanzkraft des Versicherers, so der JPMorgan-Experte Michael Huttner. Die Aktie gab in einem schwachen Marktumfeld etwas mehr als ein Prozent nach.

Allianz will Nummer zwei am Markt werden

Im Jahr 2017 hatte die Allianz eine strategische Partnerschaft mit LVFS geschlossen. Am gemeinsamen Joint Venture LV GIG hielten die Münchener bislang 49 Prozent.

Nun kaufen sie auch die verbliebenen 51 Prozent. Das neu hinzukommende Sachversicherungsgeschäft von Legal & General umfasst hauptsächlich Einzelhandelskunden, die Hausratsversicherungs-Policen besitzen.

Die Übernahmen sollen die Allianz zur Nummer zwei im Sachversicherungsgeschäft in Großbritannien machen. Im Jahr 2018 verzeichnete das Unternehmen laut eigenen Angaben Bruttoprämien-Einnahmen von rund vier Milliarden Pfund (4,5 Mrd Euro) und einen Marktanteil von neun Prozent.

Zwölf Millionen Kunden im Sachversicherungsgeschäft

Konzernweit beliefen sich die Prämieneinnahmen im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft im vergangenen Jahr auf 54 Milliarden Euro.

Mit den beiden Transaktionen bekräftige man sein weiteres Engagement im britischen Markt. Insgesamt verfüge das Unternehmen in Großbritannien nun über zwölf Millionen Kunden im Sachversicherungsgeschäft.

Nach Abschluss der Übernahmen sollen das Sachversicherungsgeschäft von Legal & General und LV GIG zusammengeführt werden. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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