Altersarmut und Pflege: Wie Frauen doppelt bezahlen

„Für die Angehörigen der Pflegebedürftigen ist der Gesetzentwurf ein Hoffnungsfunke. Wer in der eigenen Familie pflegt, der leistet harte Arbeit. Und dieses Verdienst darf nicht in einem finanziellen Desaster enden“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich der aktuellen Debatte über das Angehörigen-Entlastungsgesetz.

„Zusätzlich begrüßen wir, dass der Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministers einen finanziellen Schutzschild für Kinder und Eltern pflegebedürftiger Familienmitglieder vorsieht“, so Bauer weiter. Das geplante Gesetz der Bundesregierung sieht vor, dass Angehörige erst ab einem jährlichen Bruttoeinkommen von 100.000 Euro an den Pflegekosten beteiligt werden können.

Mehr als jeder zweite pflegende Angehörige ist weiblich

Nach Einschätzungen des SoVD sind rund 1,65 Millionen der rund 2,5 Millionen pflegenden Angehörigen in Deutschland Frauen. Um mehr über die Armutsrisiken pflegender Frauen zu erfahren, hat der SoVD ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dessen Ergebnisse werden im Oktober veröffentlicht. Auf Grundlage der neuen Erkenntnisse will der Sozialverband zielgenaue Hilfsmaßnahmen vorschlagen.

 

Foto: Shutterstock

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