12. Juli 2019, 07:39
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BCA AG zum Jahresabschluss: “Können bei praktisch jeder Entwicklung aus Position der Stärke heraus agieren”

Das operative Geschehen der BCA-Gruppe war in 2018 vor allem charakterisiert durch strategisch motivierte Zukunftsinvestitionen. Und trotz insgesamt nervös agierender globaler Kapitalmärkte und seiner damit verbundenen deutlich negativen Kurskorrekturen, kann der Oberurseler Maklerpool im Ergebnis mit einem insgesamt soliden Konzernergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr aufwarten.

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Dr. Frank Ulbricht, Vorstand der BCA AG.

Bestärkt durch dieses Resultat, folgt der renommierte Maklerpool nunmehr weiter konsequent seiner langfristig orientierten Linie, auch in 2019 und darüber hinaus gezielte Wachstumsimpulse zu setzen. So werden etwa durch verstärkten Einsatz modernster Digitalservices und Implementierung neuer exklusiver Deckungskonzepte die insgesamt hervorragenden Vertriebspotenziale seiner Maklerpartner optimal gefördert.

Ergebnisverbesserungen drücken das positive Ergebnis 

Die BCA-Gruppe schließt ihr Geschäftsjahr 2018 mit einem positiven Ergebnis nach Steuern in Höhe von 316 TEUR sowie einem Jahresüberschuss von 322 TEUR (2017: 850 TEUR bzw. 848 TEUR) ab. Ursächlich hierfür waren insbesondere Ergebnisverbesserungen aus der operativen Geschäftstätigkeit innerhalb der Versicherungssparte, wohingegen man sich im Investmentbereich mit zuvorderst marktbedingten Umsatzeinbußen konfrontiert sah.

So wuchsen auf der einen Seite die Versicherungserlöse um 550 TEUR (+3,5%) auf 16,50 Mio. EUR, andererseits verbuchte der Investmentbereich (inkl. Vermögensverwaltungsstrategie PRIVATE INVESTING, Depot-/Servicegebühren und geschlossene Fonds) einen Erlösrückgang in Höhe von ­1,97 Mio. EUR auf 33,04 Mio. EUR zum 31.12.2018 (­5,6%). Spartenübergreifend und in absoluten Zahlen gesehen schloss der Umsatz für 2018 demzufolge bei 51,18 Mio. EUR und positioniert sich damit leicht unterhalb seines Vorjahresergebnisses von 52,6 Mio. EUR (-2,7%).

Eigenkapitalquote auf über 40 Prozent gesteigert

Nichtsdestotrotz konnte in 2018 die Eigenkapitalquote (Verhältnis Eigenkapital zur Bilanzsumme, unbereinigt) von 38,8% (2017) auf erfreuliche 40,9% (+2,1%) gesteigert werden. Daneben etablierte sich bei anhaltend ausgedehnten Investitionsmaßnahmen die Eigenkapitaldecke der BCA-Gruppe mit 7,21 Mio. EUR zum 31.12.2018 (2017: 7,34 Mio. EUR) auf konstantem Niveau.

Im Zuge dessen erzielte das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) mit 1,05 Mio. EUR einmal mehr ein positives Vorzeichen (2017: 1,83 Mio. EUR). Gleichzeitig verringerte sich das operative Ergebnis (EBIT) um gut 880 TEUR und weist für das abgeschlossene Geschäftsjahr nunmehr ein Plus von 420 TEUR aus.

Bereichsergebnisse im Überblick

VERSICHERUNG: Entgegen bekannt widriger Rahmenbedingungen konnte das Versicherungsgeschäft sowohl hinsichtlich Erlöszuwachs (+3,5%) als auch Ergebnisbeitrag (+3,9%) organisch ausgebaut werden. So stieg etwa das Erlösniveau im Segment Lebensversicherung trotz veränderter Vergütungsmodelle nach LVRG um erfreuliche +5,9% (Ergebnisbeitrag: +8,6%), der Krankenversicherungsbereich steigerte seine Erlöse um 8,2% (Ergebnisbeitrag: +3,0%). Das Sach- bzw. Kompositgeschäft trug mit einer Steigerungsrate von 2,0% (Ergebnisbeitrag: +7,4%) ebenfalls positiv zum Gesamtergebnis bei. Der kontinuierliche Ausbau des Gewerbegeschäfts sowie ein Plus bei Bestandsübertragungen bzw. Umdeckungen untermauerten den insgesamt positiven Verlauf in dieser Sparte.

INVESTMENT: Indes gingen die Kursrückgänge der Kapitalmärkte in 2018 auch bei der BCA AG und ihren Tochterunternehmen (BfV Bank für Vermögen AG, CARAT AG) nicht spurlos vorüber. Die messbar gestiegene Kaufzurückhaltung des vergangenen Jahres sorgte folglich für einen marktbedingten Rückgang im Investmentbestand. Dementsprechend reduzierte sich dieser („Assets under Administration“) konzernweit und über alle Depotstellen hinweg von gut 5 Mrd. EUR zum Jahreswechsel 2017/18 auf rund 4,5 Mrd. EUR am Ende 2018. Nichtsdestotrotz fand das Wachstum unter dem bekannten Erfolgslabel PRIVATE INVESTING auch in 2018 seine Fortsetzung. So steigerten sich die Umsatzerlöse an dieser Stelle um über 647 TEUR auf rund 2,31 Mio. EUR zum Ende 2018 (2017: 1,66 Mio. EUR).

Dr. Frank Ulbricht, Vorstand der BCA AG und dazugehöriger hauseigener BfV Bank für Vermögen AG, kommentiert zu den Entwicklungen in der Investmentsparte: „Unsere Bank hat MiFID II inhaltlich und technisch erstklassig umgesetzt und daneben ihren Research Bereich deutlich verstärkt. Letztlich konnte unser gesamter Maßnahmenkatalog deutlich dazu beitragen, die durch die allgemein zurückhaltende Anlegerneigung verursachten negativen Auswirkungen des vergangenen Jahres wirkungsvoll abzufedern.“

“Können bei praktisch jeder vorstellbaren Marktbewegung aus Position der Stärke agieren”

Neben der kürzlich erfolgten Einführung exklusiver Deckungskonzepte im privaten Kompositbereich, sieht sich die BCA-Gruppe vor allem durch die beschleunigte Weiterentwicklung ihrer digitalen Prozess-, Daten- und Service-Plattform DIVA inkl. dazugehöriger Kunden-App weiter bestens aufgestellt. Bekanntermaßen konnte man als wertvollen Unterstützer diesbezüglich bereits zu Beginn dieses Jahres aus Oberursel die erfolgreiche Übernahme der Frankfurter FinTech-Schmiede asuro vermelden.

BCA-Vorstandsvorsitzender Rolf Schünemann konstatiert in diesem Zusammenhang: „Alles in allem nähern wir uns mit großen Schritten den von uns gesteckten ambitionierten Zielvorstellungen. Und nicht nur der wohlüberlegte Kauf von asuro zeigt, dass es für uns oberste Priorität bleibt, die BCA-Angebote über alle Sparten hinweg schneller und besser an veränderte Bedürfnisse von Partnern und Endkunden anzupassen. Demzufolge dürfen unsere Maklerpartner unverändert darauf vertrauen, dass wir alles Wünschenswerte zu deren Geschäftspotenzialoptimierung konsequent weiterverfolgen und zügig vorantreiben. Insofern sehen wir uns über alle Ressorts hinweg absolut motiviert und optimistisch aufgestellt.“

Dem fügt Dr. Ulbricht abschließend an: „Bei insgesamt vorausschauender Serviceaufstellung, dabei ausgestattet mit außerordentlich guter Finanzkraft und solider Gesellschafterstruktur, können wir bei praktisch jeder vorstellbaren Marktbewegung aus einer Position der Stärke heraus agieren. Insoweit sehen wir auch einer Einführung der FinVermV, in der sich MiFID II-Regeln widerspiegeln, gelassen entgegen, da wir letztgenanntes bereits zum 1. Januar 2018 für unsere Bank umgesetzt haben. Und auch die neuerliche Erweiterung unserer PRIVATE INVESTING Erfolgsstory seit Anfang 2019 um drei zusätzlich hauseigene Strategien –namentlich: BfV Protect, BfV Allrounder bzw. BfV FutureTrends – schafft mit Sicherheit weitere Umsatzpotenziale.“ Insofern rechnet der Konzern bei unveränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im operativen Geschäft mit insgesamt steigenden Umsatzerlösen und einem verbesserten Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019.

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