27. November 2019, 12:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

OECD-Renten-Studie: Düstere Aussichten für Deutschland

Eine lückenhafte Alterssicherung bei Selbstständigen und Plattform-Arbeitnehmern. Die größte Geschlechter-Rentenlücke der gesamten OECD und die Gefahr, dass die demografische Entwicklung die finanzielle Tragfähigkeit des Rentensystems aushebelt: Die neue Studie der OECD zur Rentensituation in den Mitgliedsstaaten zeigt den Reformbedarf des deutschen Rentensystems auf.

Rente-Altersvorsorge in OECD-Renten-Studie: Düstere Aussichten für Deutschland

Im internationalen Vergleich ist der Abstand zwischen Frauen und Männern bei der Rente in Deutschland besonders groß. Bei den Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bildet Deutschland bei dieser Rentenlücke weiter das Schlusslicht, wie die in Berlin präsentierte neue OECD-Studie “Renten auf einen Blick 2019” zeigt.

In Deutschland ist die Rente bei Frauen über 65 heute im Schnitt um 46 Prozent niedriger als bei Männern. In den Niederlanden sind es 42, in Österreich 39, in Frankreich 33 und im OECD-Schnitt 25 Prozent. Am geringsten ist diese Lücke mit 2 Prozent in Estland.

Sorgen macht sich die OECD über die Absicherung vieler Selbstständiger mit geringem Einkommen in Deutschland – insbesondere von Menschen, die über Internetplattformen beschäftigt sind. Die Absicherung über die gesetzliche Rente für Selbstständige sei in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten besonders niedrig, sagte die Leiterin der Sozialpolitik-Abteilung der OECD, Monika Queisser. Wenn jemand aber in der aktiven Zeit ein hohes Armutsrisiko durch sogenannte atypische Beschäftigung habe, werde sich dies im Alter wahrscheinlich verstärken. (dpa-AFX) 8dr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Überlastet und ausgebrannt

Hoher Zeitdruck und zunehmende Arbeitsverdichtung, aber auch zu viel Arbeit für die eigentlich vereinbarte Arbeitszeit sind Faktoren, die bei vielen Beschäftigten hierzulande zu Überlastung führen. Das zeigt der aktuelle DGB-Report „Arbeiten am Limit“.

mehr ...

Immobilien

Tipps für Mieter: Betriebskostenabrechnung ohne böse Überraschungen

Zu hoher Warmwasserverbrauch, einmalige Reparaturen oder ein falscher Umlageschlüssel: Die jährliche Betriebskostenabrechnung sorgt bei Mietern und Vermietern immer wieder für Streit und Diskussionen. Dabei muss nicht immer ein zu hoher Wasser- und Heizungsverbrauch des Mieters die Ursache für eine falsche Betriebskostenabrechnung sein. Nicht selten sind Kosten aufgelistet, die gar nicht umlagefähig sind. Worauf Mieter daher achten sollten, erklären die Experten des Full-Service Immobiliendienstleiters McMakler.

mehr ...

Investmentfonds

Erster regulierter Handelsplatz für digitale Assets

Nach dem Start des Handels für ausgewählte Nutzer im September steht die Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX) nun allen Interessierten in Deutschland offen. An Deutschlands erstem regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte können die Nutzer aktuell Bitcoin gegen Euro handeln, weitere digitale Assets sollen hinzukommen.

mehr ...

Berater

Schweizer Verwahrer für “Kryptowerte” will nach Deutschland

Die Crypto Storage AG aus Zürich will eine eigene Präsenz in Deutschland aufbauen und kündigt an, eine Lizenz als “Kryptowerteverwahrer” für digitale Werte wie Bitcoin beantragen zu wollen. Hintergrund sind die neuen gesetzlichen Regelungen in Deutschland ab 2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia kauft Healthcare-Immobilie in Hamburg

Das Immobilienunternehmen Patrizia AG hat für seinen Fonds Pflege Invest Deutschland I eine gemischt genutzte Immobilie mit Schwerpunkt auf sozialer und medizinischer Versorgung in Hamburg erworben.

mehr ...

Recht

Neues Urteil: Vorsicht bei “Service Calls”

“Service Calls“ eines Versicherungsmaklers können unzulässige Werbung sein. Auf ein entsprechendes Urteil des OLG Düsseldorf vom 19. September 2019 (Az.: 15 U 37/19) hat nun die Rechtsanwaltskanzlei Wirth hingewiesen.

mehr ...