DFSI-Rating: Wem gehört die Zukunft der Lebensversicherung?

Die Nullzinspolitik der EZB macht den deutschen Lebensversicherern weiterhin das Leben schwer. Trotzdem gibt es Anlass zur Hoffnung. Welche Anbieter von Lebensversicherungen am besten für die Zukunft aufgestellt sind zeigt das aktuelle DFSI-Rating.

Von insgesamt 65 untersuchten Versicherern konnten sich nur drei die Bestwertung „Exzellent“ sichern.

Das große Problem der Lebensversicherer bleibt weiterhin, dass sich der Garantiezins von bis zu vier Prozent, der Kunden beim Abschluss klassischer Lebens- und Rentenversicherungen früher auf den Sparanteil ihrer Beiträge versprochen wurde, heute kaum noch erwirtschaften lässt.

Aus diesem Grund ging der Garantiezins bei Neuverträgen auf gerade einmal 0,9 Prozent zurück – was inflationsbereinigt nicht einmal genug ist, um die Kaufkraft zu erhalten.

ZZR wurde schnell zur Belastung

Darüber hinaus wurde im Jahr 2011 von politischer Seite die Zinszusatzreserve (ZZR) eingeführt. In diese mussten die Versicherer immer höhere Anteile ihres Gewinns einstellen, um die Garantiezinsen der Altverträge so lange bedienen zu können, bis die EZB die Zinswende vollzogen hat.

So flossen bis Ende 2017 etwa 60 Milliarden Euro aus der Branche in die ZZR. Jedoch führt die Methode, nach der die Zuführung zur ZZR berechnet wurde, dazu, dass sich ihre Schutzfunktion ins Gegenteil verkehrte.

Da die Lebensversicherer zu schnell zu viel Geld in die Reserve einzahlen mussten, wurde sie zur Belastung für die Branche. Die Konsequenz: Im vergangenen Jahr änderte die Politik die Berechnungsmethode. Nun wird der Puffer langsamer aufgebaut.

Seite zwei: Anlass zur Hoffnung

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