7. Februar 2019, 11:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DFSI-Rating: Wem gehört die Zukunft der Lebensversicherung?

Die Nullzinspolitik der EZB macht den deutschen Lebensversicherern weiterhin das Leben schwer. Trotzdem gibt es Anlass zur Hoffnung. Welche Anbieter von Lebensversicherungen am besten für die Zukunft aufgestellt sind zeigt das aktuelle DFSI-Rating.

DFSI-Rating: Wem gehört die Zukunft der Lebensversicherung?

Von insgesamt 65 untersuchten Versicherern konnten sich nur drei die Bestwertung “Exzellent” sichern.

Das große Problem der Lebensversicherer bleibt weiterhin, dass sich der Garantiezins von bis zu vier Prozent, der Kunden beim Abschluss klassischer Lebens- und Rentenversicherungen früher auf den Sparanteil ihrer Beiträge versprochen wurde, heute kaum noch erwirtschaften lässt.

Aus diesem Grund ging der Garantiezins bei Neuverträgen auf gerade einmal 0,9 Prozent zurück – was inflationsbereinigt nicht einmal genug ist, um die Kaufkraft zu erhalten.

ZZR wurde schnell zur Belastung

Darüber hinaus wurde im Jahr 2011 von politischer Seite die Zinszusatzreserve (ZZR) eingeführt. In diese mussten die Versicherer immer höhere Anteile ihres Gewinns einstellen, um die Garantiezinsen der Altverträge so lange bedienen zu können, bis die EZB die Zinswende vollzogen hat.

So flossen bis Ende 2017 etwa 60 Milliarden Euro aus der Branche in die ZZR. Jedoch führt die Methode, nach der die Zuführung zur ZZR berechnet wurde, dazu, dass sich ihre Schutzfunktion ins Gegenteil verkehrte.

Da die Lebensversicherer zu schnell zu viel Geld in die Reserve einzahlen mussten, wurde sie zur Belastung für die Branche. Die Konsequenz: Im vergangenen Jahr änderte die Politik die Berechnungsmethode. Nun wird der Puffer langsamer aufgebaut.

Seite zwei: Anlass zur Hoffnung

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Ein Kannibale in der Altersvorsorge? DIA kritisiert CDA-Vorsorgevorschlag

Der Arbeitnehmerflügel der CDU möchte ein neues staatlich organisiertes Standardvorsorgeprodukt nach dem Vorbild des baden-württembergischen Vorsorgekontos oder der hessischen Deutschlandrente – als neue Benchmark für die bisherigen Angebote der privaten Altersvorsorge. DIA-Sprecher Klaus Morgenstern spricht von einer neuen Pflichtvorsorge für Arbeitnehmer und einer Sonderbehandlung für Beamte und warnt vor den Folgen.

mehr ...

Immobilien

Gehälter können bei Mietsteigerungen nicht mithalten

Der Wohnungsmarkt hierzulande ist angespannt, vor allem in den Metropolen. Wie stark sich die Mieten im Vergleich zu den Gehältern entwickelt haben, zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen.

mehr ...

Investmentfonds

EZB: Zinstief könnte zum Risiko für Finanzstabilität werden

Europas Währungshüter nehmen verstärkt mögliche negative Folgen ihres Nullzinskurses in den Blick. “Die Nebenwirkungen der Geldpolitik werden immer offensichtlicher, das müssen wir berücksichtigen”, sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos bei der Vorstellung des aktuellen Finanzstabilitätsberichts der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. “Wir müssen uns mehr auf die Nebenwirkungen konzentrieren.”

mehr ...

Berater

Commerzbank führt Minuszinsen für manchen Firmenkunden ein

Die Commerzbank bittet wegen der Negativzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) Firmenkunden verstärkt zur Kasse. Einigen Unternehmen berechnet die Bank mittlerweile bereits ab dem ersten Euro Negativzinsen. Betroffen ist dem Vernehmen nach eine überschaubare Zahl der 70.000 Firmenkunden des Frankfurter Instituts.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Immobilienfonds Jamestown 31 legt rasant los

Der US-Fondsanbieter Jamestown hat für seinem Fonds 31 innerhalb weniger Wochen ein beachtliches Volumen platziert und die ersten Immobilieninvestitionen getätigt. Es handelt sich dabei um drei Büro- und Einzelhandelsobjekte in San Francisco, Atlanta und Boston, in die insgesamt eine Viertel-Milliarde US-Dollar Eigenkapital fließt.

mehr ...

Recht

Thomas Cook: Auch österreichische Verbraucherschützer verklagen Bundesrepublik

Nach der Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook sowie diverser Tochterunternehmen klagt nun auch der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) gegen den deutschen Staat auf Staatshaftung. Vertreten wird der Verein durch die Anwaltskanzlei Kälberer & Tittel aus Berlin.

mehr ...