13. Juni 2019, 11:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Sparweltmeister? Anleger sollten klassisches Sparen vermeiden

Die Deutschen gelten als Sparweltmeister. Viele legen Geld nicht nur für sich selbst zurück. 33 Prozent sparen auch für ihre Kinder, Enkel oder Patenkinder. Durchschnittlich fließen diesen dadurch ungefähr 60 Euro im Monat zu, wie eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Deka ergibt. Dabei sparen die Jüngeren etwas ambitionierter für den Nachwuchs. Bei der Generation X (* 1966 – 1980) und den Millennials (* 1981 – 1995) sind es 39 bzw. 36 Prozent.

Shutterstock 159886397 in Sparweltmeister? Anleger sollten klassisches Sparen vermeiden

Vorsorge- und Versicherungsmöglichkeiten für Kinder

Doch auch wenn sie intensiv sparen, das Sparverhalten unterscheidet sich kaum von dem ihrer Eltern. So legen immer noch 59 Prozent der zwischen 1966 und 1995 Geborenen das Geld für Kinder in Niedrigzinsprodukten wie dem Sparbuch und Tagesgeld an.

So zu sparen, wie man es als Kind gelernt hat, ist falsch

Zwar sind Wertpapierprodukte in der Gunst der Jüngeren leicht gestiegen: Ein Viertel der Millennials (versus 21 Prozent im Durchschnitt) nutzt Aktien, Fonds und Anleihen für ihren Nachwuchs. Aber auch Bausparen und Versicherungen haben an Attraktivität gewonnen.

„Oft sparen Menschen noch so, wie sie es in ihrer Kindheit gelernt haben, und das ist ein Problem“, sagt Dr. Holger Bahr, Leiter Volkswirtschaft bei der Deka. „Denn in Sachen Sparen hat sich die Welt in den vergangenen zehn Jahren deutlich verändert.“

Ein Vergleich zeigt: Für ein Kind, das 1980 geboren wurde, kamen bei einer Sparrate von 50 Euro monatlich bis zur Volljährigkeit knapp 17.500 Euro zusammen. Für das 2010 geborene Kind bräuchte es schon 26 Jahre, um auf eine ähnliche Summe zu kommen.

Aufgrund der Niedrigzinsphase müssen klassische Sparer bis zu 8 Jahren länger zur selben Summe sparen

„Die Generation Alpha muss aufgrund der niedrigen Zinsen auf dem Sparbuch oder Tagesgeld rund acht Jahre länger sparen als die Generation X“, erklärt Bahr. Aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen wird sich dies auch für heute geborene Kinder erst einmal nicht ändern. Die Zinsen werden erst bis 2025 etwas steigen, bleiben aber auch dann auf relativ niedrigem Niveau“, prognostiziert Bahr.

„Wer für seine Kinder eine nennenswerte Rendite erwirtschaftet will, muss seine Spargewohnheiten ändern. Sparer sollten die langen Anlagezeiträume nutzen und stärker in renditeträchtigen Kategorien wie Fonds denken“, sagt Bahr. Eine lange und regelmäßige Einzahldauer sorgt außerdem dafür, dass Kursschwankungen ausgeglichen werden.

 

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Oliver Bäte, Allianz: “Wollen die Führungsstrukturen immer effizienter machen”

Bei Europas größtem Versicherer Allianz muss sich das Management größere Sorgen um Arbeitsplätze machen als das Fußvolk. Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte will eher beim Management als bei den einfachen Mitarbeitern einsparen.

mehr ...

Immobilien

Inflationsschub dank selbstgenutztem Wohneigentum?

Steigende Löhne im Dienstleistungssektor dürften die Inflation der Eurozone etwas beflügeln. Könnten die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum diesen Trend verstärken?

mehr ...

Investmentfonds

Gold als Safe Haven gegen den drohenden Wirtschafts-Kollaps?

Einige glauben, dass das weltweite Finanzsystem in absehbarer Zeit zusammenbrechen könnte. Auch ohne dieses Horrorszenario macht Gold Sinn, meint Jörg Schulte von der Swiss Ressource Capital AG.

mehr ...

Berater

Händler-Plattform Shopify macht bei Facebook-Währung Libra mit

Die bei Facebook entwickelte Digitalwährung Libra kann nach einer Serie prominenter Abgänge einen Neuzugang vermelden. Die kanadische Firma Shopify, die eine E-Commerce-Software entwickelt, trat am Freitag der Libra Association bei, von der das Projekt verwaltet wird.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP bestückt ihre offenen Spezialfonds mit weiteren Pflegeheimen

Die INP-Gruppe hat durch den Erwerb von vier Pflegeeinrichtungen und Pflegewohnanlagen an verschiedenen deutschen Standorten das Immobilienportfolio ihrer offenen Spezial-AIF für institutionelle Investoren in den vergangenen sechs Monaten weiter ausgebaut.

mehr ...

Recht

Wie Sie Haftungsrisiken mit einer Betriebsaufspaltung verringern

Wer sein Vermögen in den eigenen Betrieb steckt, möchte es vor Haftungsrisiken schützen. Mit einer Betriebsaufspaltung ist das möglich. Doch es lauern auch Fallstricke.

mehr ...