23. Januar 2020, 10:56
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Frauen und Jüngere hinken bei Rentenplanung hinterher

Jeder dritte Deutsche (31 Prozent) über 18 Jahren hat noch nicht ausreichend Maßnahmen getroffen, um für das Alter vorzusorgen. Jeder Zehnte (11 Prozent) hat schlicht keine Lust, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des digitalen Versicherungsmanagers Clark zusammen mit dem Befragungsinstitut YouGov.

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Im Rahmen der Befragung wurde ebenfalls abgefragt, inwieweit die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung zur Planung herangezogen wird.

Dem gegenüber steht ebenfalls ein Drittel (34 Prozent), das bereits ausreichend vorgesorgt hat oder weiß, welche Maßnahmen noch zur Rentenplanung ergriffen werden müssen. 

Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen: Während 26 Prozent der Männer ausreichend vorgesorgt haben, sind es bei den Frauen lediglich 18 Prozent. Sie fühlen sich auch eher (9 Prozent) mit der Rentenplanung überfordert als Männer (4 Prozent).

Zudem scheint die umfassende Rentenplanung generell erst in der zweiten Lebenshälfte zu erfolgen: Je älter die Befragten, desto eher haben sie bereits vorgesorgt. Nur 2 Prozent der 18- bis 24-Jährigen, 10 Prozent der 25- bis 34-Jährigen und 11 Prozent der 34- bis 44-Jährigen sagt, genügend vorgesorgt zu haben. Bei den 45- bis 54-Jährigen kann dies ein Viertel (24 Prozent) und bei den über 55-Jährigen fast ein Drittel behaupten.

Ernüchternde Bilanz 

Im Rahmen der Befragung wurde ebenfalls abgefragt, inwieweit die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung zur Planung herangezogen wird. Die ernüchternde Bilanz laut Befragung: Nur knapp ein Viertel (24 Prozent) der Deutschen prüft die Information im Detail. 26 Prozent lesen die Renteninformation lediglich kurz und bei jedem Zehnten (10 Prozent) landet das Schreiben direkt in der Ablage.

Dabei zeigt sich: Je eher sich die Befragten bereits mit der eigenen Rente auseinandergesetzt haben, desto eher trifft dies auch auf die Renteninformation zu. 41 Prozent derjenigen, die bereits ausreichend vorgesorgt haben, prüfen auch die Renteninformation genau. Ebenso 38 Prozent derjenigen, die bereits mit der Rentenplanung angefangen haben und wissen, welche Maßnahmen sie noch ergreifen müssen. Wer dagegen noch keinen genauen Plan hat (43 Prozent) oder glaubt, keine Chance auf eine ausreichende Rente zu haben (41 Prozent), liest die Informationen der Deutschen Rentenversicherung nur oberflächlich.

Insgesamt wurden 2.028 Personen befragt. (kb)

Foto: Picture Alliance 

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