27. März 2020, 09:49
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Zukunft der Rente: Kommission präsentiert Reformpaket

Die Rentenkommission der Bundesregierung schlägt ein Reformpaket vor, um die Rente zukunftsfest zu machen – aber keinen grundlegenden Umbau etwa mit einem höheren Renteneintrittsalter. Das seit Jahrzehnten bewährte System solle angepasst und verändert, aber “nicht vom Kopf auf die Füße” gestellt werden, heißt es in dem Abschlussbericht der Kommission, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

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Das Rentenniveau, das das Verhältnis der Rente zum Lohn zeigt, wird von derzeit 48,2 auf 44,1 Prozent im Jahr 2035 sinken.

Zuvor hatte der “Spiegel” über das Papier berichtet. Die Empfehlungen für die Zeit nach 2025 sollen an diesem Freitag an Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) übergeben werden.

In dem Bericht stellt die Kommission fest: “Die demografische Entwicklung wird zu einer erheblichen finanziellen Mehrbelastung in der gesetzlichen Rentenversicherung führen.” Für die nächsten Jahrzehnte müsse deshalb das Finanzierungsgefüge neu justiert werden. Ein “dauerhaft verlässlicher Generationenvertrag” verlange eine ausgewogene finanzielle Beteiligung aller – der Beitragszahler, der Steuerzahler und der Rentner.

Konkret solle der Mechanismus mit sogenannten Haltelinien für das Rentenniveau und den Beitragssatz über 2025 hinaus fortgeführt werden. So solle das Sicherungsniveau – also das Verhältnis einer gesetzlichen Standardrente nach 45 Beitragsjahren zu den Löhnen – in einem Korridor zwischen 44 und 49 Prozent liegen.

Beim Beitragssatz wird ein Korridor zwischen 20 und 24 Prozent empfohlen. Damit werde Rentnern das Versprechen einer Teilhabe an der Wohlstandsentwicklung gegeben und die Belastung der Beitragszahler begrenzt. Solche verbindlichen Haltelinien sollten künftig jeweils sieben Jahre gelten – die erste Festsetzung also für den Zeitraum von 2026 bis 2032.

Für die Zeit bis 2025 hatte der Bundestag bereits ein Rentenpaket beschlossen. Es schreibt das Rentenniveau bei mindestens 48 Prozent fest. Der Beitragssatz soll bis dahin die 20-Prozent-Marke nicht überschreiten. Derzeit liegt er bei 18,6 Prozent.

Die Kommission war 2018 eingesetzt worden, ihr gehören Vertreter von Arbeitgebern und Gewerkschaften, Wissenschaftler und Fachpolitiker der großen Koalition an. Heil hatte deutlich gemacht, noch in dieser Wahlperiode gesetzliche Weichenstellungen auf Basis der Empfehlungen auf den Weg bringen zu wollen. Im Blick der Kommission steht die Zeit von 2025 bis 2060.

Die Rente steht vor Problemen, weil immer weniger Beitragszahler auf immer mehr Rentner kommen. Wenn die heutigen Mittfünfziger bis Mittsechziger der “Baby-Boomer”-Jahrgänge in Rente gehen, entstehen große Lücken in der Kasse. Nach offiziellen Prognosen ist bis 2035 mit einer Beitragserhöhung bis auf 22,3 Prozent zu rechnen. Das Rentenniveau dürfte von nun 48,2 Prozent auf 44,1 Prozent sinken.

Eine Festlegung für eine höhere reguläre Altersgrenze für den Zugang zur Rente traf die Kommission nicht – sie steigt bis 2031 schon schrittweise auf 67 Jahre. Man sei nach sorgfältiger Abwägung zu dem Schluss gekommen, dass zum jetzigen Zeitpunkt nicht über eine weitere Anhebung über 67 Jahre hinaus entschieden werden solle. Vielmehr solle 2026 ein neuer “Alterssicherungsbeirat” eine Einschätzung abgeben. Die Kommission empfiehlt außerdem, alle sinnvollen Maßnahmen zu ergreifen, damit Beschäftigte länger in Arbeit bleiben können.

Allerdings gibt es im Bericht Sondervoten von Mitgliedern der Kommission, etwa gegen eine als zu niedrig empfundene Untergrenze des Rentenniveaus oder die Entscheidung, nicht eine Anhebung des Renteneintrittsalters zu empfehlen.

Zu einer möglichen Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung heißt es in dem Bericht, einer nachhaltigen Finanzierung diene dies voraussichtlich eher nicht. Es könnte zwar Entlastung bringen, dem stünden langfristig aber hohe zusätzliche Rentenleistungen gegenüber. Damit die Rentenkassen ein dickeres Finanzpolster haben, wird in dem Bericht auch eine höhere Mindestrücklage vorgeschlagen.

Die private und betriebliche Altersvorsorge solle attraktiver gemacht werden, da der aktuelle Zustand “in vielfacher Hinsicht nicht zufriedenstellend” sei. So sollten Förderungen verstärkt werden. Um bei Riester-Verträgen Kosten zu senken, sollten auf einer staatlichen Online-Plattform alle Produktangebote ohne Vertriebskosten in standardisierter Form eingestellt werden können. Der Staat solle sich zudem die Möglichkeit offenhalten, mit öffentlichen Trägern ein Standardvorsorgeprodukt anzubieten. (dpa-AFX)

1 Kommentar

  1. schönen guten Tag, ich halte nichts davon. Ich kann ihnen nur sagen, das alle, ja alle unsere Freund schon andere Parteien wählen werden, wenn sich in der Rente nichts ändert für die Rentner, oben sprechen sie z.B. die Beamten an, und lehnen es auch wieder ab, warum, Beamten bekommen 71% von ihrem Brutto Verdienst, mit welchem Recht, ein Rentner nur 48% vom Netto. warum diese Ungerechtigkeit und die Wähler sauer macht. Das der Rentner wollen sie noch weiter nach unten schrauben, zusätzlich wenn die Beamte einige Jahre früher in Rente gehen, bekommen sie zur Belohnung noch mehr wie ein Rentner, und der Rentner muss seine Rente noch versteuern, was ja auch nicht richtig ist, sagen sie jetzt nicht, das er noch Freibeträge hat. Alles was darunter liegt und auch übrig bleibt, davon kann man sowieso nicht leben,Miete das Auto Strom Gas Wasser, das Auto muß man schon verkaufen, u.s.w. Andere geben sich bei einer Erhöhung so viel mehr, was ein Renter gerade Rente bekommt und wer bezahlt denjenigen dann noch die Rente, die Steuerzahler. Ich kann nur sage, wie zuvor, das sie immer mehr Wähler verlieren werden und die Wahlen immer schlechter in der Zukunft ausfallen werden.
    Das war für die Renter gesprochen, nein nicht nur für die Rentner, auch für die, die noch arbeiten müssen, aber genau so denken wie die Rentner, da sie ja die nächsten sein werden und sich fragen, was werden wir bekommen. Schade um all diese Wähler, wegen dieser Ungerechtigkeit. Sie glauben nicht, was sie über Nacht eine Flut von Wähler wieder bekommen würden, wenn alle Einbezahlen müssten und die Rente der Rentner und Pensionäre gleich wäre 48% und nicht 48% von Netto und 71% von Brutto. Das für alle und alle genauso lange Arbeiten müssten, um in Rente zu gehen und nicht immer diese Unterschiede gemacht würden. Ich mache mir einfach auch nur Sorgen um CDU SPD und auch die anderen, da es alle betrifft und alle denken, wie werde ich später herum kommen. Was halten sie davon, wenn alle 71% bekommen, das geht wohl auch nicht, doch nach unten immer mehr gestrichen wird und noch Steuern dafür zahlen muß, was ja auch nicht richtig ist, erlassen sie wenigstens diese, das würde schon einiges ändern. Gerade jetzt, wo man sieht, das wohl Geld da ist, nein nur für alles andere und wohl auch wieder für die Schulden anderer. Ich kann nur sagen, nur die oberen 10% können ihnen bei den Wahlen nicht zum Sieg verhelfen, es geht immer weiter nach unten, bis es zu spät ist, wenn sich gerade in der Rente nichts positives ändern wird, denn die Rente betrifft jeden. Sie werden dadurch alle ihre Wähler verlieren, wie soll ein Rentner noch etwas Zurücklegen, wenn er mit seiner Rente die Miete nicht mehr Zahlen kann, Auto abmelden muss, da er es sich nicht mehr leisten kann u.s.w. Alle die so etwas ausarbeiten, haben so viel Gehalt, das sie sich ohne Probleme ihre eigene Rente zurücklegen können und dann noch immer dazu solche Erhöhungen bekommen, wo ein Rentner gerade seine kleine Rente hat, und von den Steuer die er auch noch zahlen soll, diesen noch die Rente bezahlt. Dann die kleinen Rentenerhöhungen im Vergleich, das der Rentner dadurch in die Steuer rutscht und am Ende noch weniger in der Tasche hat. Der Staat bezahlt Bischöfe ( 9000 Euro Grundgehalt)und ihren ganzen Hofstaat von Steuergelder und die Kirche selbst nimmt noch einmal Steuern, wieso dann auch noch von Steuergelder, unverständlich, alles doppelt und dreifach und ein Rentner soll mit immer einer kleineren Rente auskommen und soll immer noch mehr gekürtzt werden und zahlt auch noch Steuern dafür, welche andere die genug haben, nicht zahlen müssen, unverständlich. Ich kann nur zum letzten mal sagen, das sie alleine durch die Rente alle ihre Wähler nach und nach verlieren werden, da es die 90 % Mehrheit sind und fast alle betrifft, dem Rest ist es sowieso egal, das sie mehr als genug haben, doch nicht genug Wählerstimmen sind, um ihre geglaubte Partei zu wählen, das Rad wird sich in den nächsten Jahren anders herum drehen, wenn alles zu spät ist und nicht mehr zu ändern ist, wenn sich diese Ungerechtigkeiten nicht ändern. Nur wenn diese ungerechtigkeiten aufhören, Rentner keine Steuern bezahlen und eine fähre Rente bekommen, und nicht all denen, so hohe Gehälter bezahlt von Steuergeldern und selbst nicht in die Rente einbezahlen, Politiker Beamte usw. auch nicht Rente und Pensionen, oder auch den Rentner Pensionen bezahlt, da wir ja die Steuern einbezahlen. Das ja nach den letzten Wahlen schon nicht mehr zu übersehen war, wie sich die Wahlen in der Zukunft entwickeln werden. Ich möchte nicht mit den Gedanken täglich Leben, wenn ich so gegen die Rentner abgestimmt hätte. Ich könnte nicht mit diesen Gedanken fertig werden, auch dann noch von den Steuer der Rentner bezahlt würde und auch noch die Rente bekomme, wenn man im vergleich ein so festliches Einkommen hat, traurig aber wahr.

    mfg.

    danke.

    Kommentar von Wtfghz Srtzzhh — 31. März 2020 @ 19:29

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