Hannover Rück hält trotz Katastrophenschäden an Gewinnziel fest

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Die Hannover Re erwartet trotz massiver Schadenereignisse einen Überschuss von über einer Milliarde Euro.

Die Hannover Rück hält trotz der Naturkatastrophen in Europa und den USA an den Gewinnzielen fest. Für 2021 wird ein Überschuss von 1,15 bis 1,25 Milliarden Euro prognostiziert.

Der Rückversicherer Hannover Rück hält trotz erwarteter Belastungen durch die Hochwasserkatastrophe in Europa und Hurrikan „Ida“ an seinem Gewinnziel fest. Er erwarte für 2021 weiterhin einen Überschuss zwischen 1,15 und 1,25 Milliarden Euro, sagte Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz am Montag in einer Telefonkonferenz.

Wie teuer die Zerstörungen durch Hurrikan „Ida“ in den USA die Hannover Rück zu stehen kommen, wagte das Management noch nicht zu prognostizieren. Dafür sei es „viel zu früh“, sagte Vorstandsmitglied Sven Althoff. Dies zeige sich auch an den bisherigen Schätzungen von Experten. Diese bezifferten die gesamten versicherten Schäden bisher auf etwa 15 bis 30 Milliarden US-Dollar (12,7 bis 25,4 Mrd Euro), sagte Althoff.

Die Verwüstungen durch die Flutkatastrophe in Deutschland dürfte die Versicherungsbranche nach Einschätzung von Hannover-Rück-Vorstand Michael Pickel unterdessen noch mehr Geld kosten als bisher gedacht. Der deutsche Branchenverband GDV schätzt die versicherten Schäden allein hierzulande bisher auf etwa sieben Milliarden Euro.

Pickel erwartet, dass der Verband seine Prognose noch einmal anhebt. Die Hannover Rück hat ihre voraussichtliche Belastung bisher auf 200 bis 250 Millionen Euro beziffert. (dpa-AFX)

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