Zusatzbeiträge der Krankenkassen: Jeder Fünfte zahlt mehr

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Rund jedes fünfte Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse wird 2022 höhere Zusatzbeiträge zahlen. Das ergab eine aktuelle Erhebung von Krankenkassen.net.

Laut Krankenkassen.net steht der Zusatzbeitrag bereits für 78 Krankenkassen in Deutschland fest. Die Zusatzbeiträge liegen 2022 zwischen 0,30 und bis zu 2,50 Prozent. Von Anstiegen sind derzeit 12,1 der 56,6 Mio. Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) betroffen. Erhöht wird bei 15 Krankenkassen (Anstiege zwischen +0,10 und +0,70 Prozent. Für etwa 500.000 Mitglieder von 9 Krankenkassen sinken die Zusatzbeiträge. Von 20 Kassen fehlen noch offizielle Angaben.

Zusatzbeitrag im Schnitt über dem Vorjahr

Durchschnittlich liegt der Zusatzbeitrag 2022 voraussichtlich bei 1,26 Prozent und damit höher als zum Jahresbeginn 2021 (1,22 Prozent). Gewichtet nach Mitgliederzahl der Krankenkassen klettert der Zusatzbeitrag auf prognostizierte 1,32 Prozent.

Steigende Zusatzbeiträge gibt es insbesondere bei den AOK zu vermelden. Von den elf Allgemeinen Ortskrankenkasse haben sieben vor dem Jahreswechsel einen Anstieg vermeldet. Den höchsten Anstieg gibt es bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (+0,40 Prozent auf 1,30 Prozent Zusatzbeitrag). Am teuersten ist die AOK Nordost mit 1,70 Prozent. 

Den bisher höchsten Anstieg unter allen Krankenkassen präsentiert die BKK Würth auf 0,90 Prozent (+0,70 Prozent), wobei die Kasse damit weiterhin eher zu den günstigen Vertretern gehört. Die rote Laterne, was den Zusatzbeitrag angeht, übernimmt aktuell die BKK24 mit 2,50 Prozent. 

Die günstigste Krankenkasse ist die BMW BKK mit einem Zusatzbeitrag von 0,30 Prozent. 

Die komplette Übersicht 2022 findet sich unter https://krankenkassen.net/gesetzliche-krankenversicherung/zusatzbeitrag-fuer-krankenkassen.html

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