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28. Dezember 2012, 09:00
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“Die Spreu wird sich vom Weizen trennen”

Cash. hat mit Ralf-Joachim Götz, Direktor und Chefvolkswirt Deutsche Vermögensberatung (DVAG), über die Herausforderungen und Chancen für den Finanzvertrieb im kommenden Jahr sowie über die anstehenden Regulierungen gesprochen.

DVAG-Zentrale, Frankfurt am Main

DVAG-Zentrale, Frankfurt am Main

Cash.: Wo sehen Sie 2013 die größten Chancen beziehungsweise Herausforderungen für den Vertrieb?

Götz: Nach Einführung der Unisex-Tarife wird es neue Versicherungsangebote geben, die dann für bestimmte Zielgruppen noch attraktiver sind. Dies bietet Chancen für den Vertrieb. Ebenso gilt es, das derzeitige Interesse vieler Menschen an Sachwerten mit geeigneten Konzepten im Bereich der Fondsanlage, des Bausparens und der Baufinanzierung aufzugreifen. Die Herausforderungen bestehen unter anderem im Lebensversicherungsgeschäft, wo es darum geht, die Menschen davon zu überzeugen, dass trotz niedriger Zinsen am Kapitalmarkt private Vorsorge nötiger denn je ist.

Welche Erwartungen haben Sie an die Geschäftsentwicklung im kommenden Jahr?

2013 wird wieder ein anspruchsvolles Jahr für den Finanzvertrieb, der aber auch attraktive Chancen bietet. Der Beratungsbedarf wächst weiter und damit die Nachfrage nach Vermögensberatern, die ihre Kunden umfassend beraten und je nach den Wünschen und Zielen der Anleger die passende Lösung zur finanziellen Absicherung und Vorsorge bereit haben. Als Allfinanzberater sind unsere Vermögensberater – anders als Produktverkäufer – weitgehend immun gegenüber Nachfrageschwächen in einzelnen Marktbereichen.

Welchen Rat geben Sie dem Berater für den Kundenkontakt?

Am Ball bleiben, Chancen nutzen, Kontakte aufbauen und pflegen. Qualität und Nachhaltigkeit immer wieder unter Beweis stellen.

Welche Folgen wird die Einführung des Paragrafen 34f GeWO haben?

Es wird zu einer Marktbereinigung kommen: Die Spreu wird sich vom Weizen trennen, Qualität wird sich durchsetzen.

Das Bundesministerium der Finanzen hat einen Gesetzentwurf zur Honorar-Anlageberatung vorgelegt. Welche Folgen erwarten Sie, wenn der Entwurf so umgesetzt werden sollte?

Der Markt wird entscheiden, was sich durchsetzt. Schon jetzt gibt es Wettbewerb zwischen der Anlageberatung gegen Honorar und der klassischen Anlageberatung. Die Kunden können wählen, und die Zahlen sprechen für sich: so gibt es in Deutschland rund 200 Honorarberater gegenüber etwa 35.000 Mehrfachagenten, 40.000 Maklern und 180.000 gebundenen Vermittlern, die auf Provisionsbasis arbeiten.

Interview: Julia Böhne

Foto: DVAG
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12 Kommentare

  1. Ja, die DVAG! Nach fat 20 Jahren Gehirnwäsche hab ich Gott sei Dank den Absprung noch geschafft. But beraten im Finanzbereich kann nur, wer keine Konzerninteressen im Hintergrund vertreten muss. Und das ist nun mal bei der DVAG zu 100 % der Fall. Und richtig Geld wird halt nur durch die Vermittlung von Lebensversicherungsprodukten verdient! Auf zu neuen Aktionen: Riester und Rürup lassen grüßen!
    Und ein Bausparer macht odch immer Sinn, auch wenn die Zinsen teurer sind, als bei der Bank! Einfach supter Beratung bei der DVAG!!!

    Kommentar von Tina — 11. Januar 2013 @ 10:46

  2. @Nils Fischer:Da ist er ja wieder, der AWD Strukki, habe Ihn schon vermisst, da er sonst zu allem seinen Senf abgibt. Auf den Strukki-Spruch: “Lieber eine schlechte Altersvorsorge, als gar keine”, habe ich auch noch gewartet. Wenn Sie nach dem Motto beraten, sind Ihre Kunden zu bedauern. Wie ich schon schrieb, bei manchen Strukkis ist die
    Gehirnwäsche schon weit fortge- schritten. Die glauben teilweise wirklich, Sie tun Ihren Kunden was gutes. Übrigens, bei mir gibt es kein Boni und auch keine bevorzugte Gesellschaft. ich glaube Sie ver- wechseln da was. Habe ich auch nicht nötig, weil ich für kein
    Schneeballsystem arbeite, bei dem noch 10 andere Leute mitverdienen.

    Kommentar von Stefan — 10. Januar 2013 @ 13:16

  3. @ Stefan: Woher dieser schlimme Frust, diese schrecklichen Verallgemeinerungen ? Es gibt überall schlecht, aber auch schweinegute Berater; und lieber eine Altersvorsorge bei AachenMünchener, als gar keine! Oder welche Lösung bietest Du an, lieber Stefan ? Makler ? Die der Boni wegen ihre Liblingsgesellschaft vermitteln ? Es bleibt spannend….

    Kommentar von Nils Fischer — 10. Januar 2013 @ 12:32

  4. Bleibt zu hoffen, dass sich die Spreu wirklich vom Weizen trennt – das wäre nämlich der sichere Untergang für die DVAG und alle anderen Pyramidensysteme.

    Kommentar von VW Pohlo — 9. Januar 2013 @ 15:20

  5. Jaja,blablablabla

    Kommentar von Lars — 9. Januar 2013 @ 15:07

  6. Also überhaut braucht kein Mensch eine Lebensversicherung. Die Zinsen werden lange brauchen um sich zu erholen. Und ebenso wie heute keiner mehr einen Hut kauft oder einen Röhrenfernseher wird immer weniger die LV nachgefragt. Ein Produkt der Vergangenheit. Egal welcher Anbieter. Und wenn die DVAG sich von den 70 % Hobbyberatern trennen würde, wäre die Aussage auch korrekt mit “Die Streu wird sich vom Weizen trennen”.

    Kommentar von Jan Lanc — 8. Januar 2013 @ 13:39

  7. Die Strukkis Glauben an Löwen mit Flügeln !

    Kommentar von Donath — 6. Januar 2013 @ 16:37

  8. der Kommentar von Stefan ist absolut KORREKT. All diese Strukturvertriebe sind eine Schande für die Versicherungswirtschaft. HMI gehörte auch dazu.

    Kommentar von Host Noll — 4. Januar 2013 @ 22:12

  9. Zum DVAG-Strukki: Glauben Sie wirklich, was Sie da schreiben? Auf was bitte sollen wir Neidisch sein? Welcher Makler braucht Aachen Münchener Versicherungsprodukte
    ? Welcher seriöse Makler bietet seinem Kunden völlig überteuerte Fondspolicen an? Als Versicherungsvertreter von Aachen
    Münchener Produkten (Ihr Status im Vermittlerregister) haben Sie natürlich keine Vergleichsmöglich-
    keiten. Mein Tip: Glauben Sie nicht alles, was man Ihnen auf DVAG-Motivationsseminaren erzählt! Die Gehirnwäsche scheint allerdings bei Ihnen schon weit weit fortge-
    schritten zu sein.

    Kommentar von Stefan — 4. Januar 2013 @ 14:10

  10. @Vorkommentare: Es ist schon erstaunlich wieviele Vorurteile sich doch über die Jahrzehnte bei Neidern halten. Seit zwanzig Jahren lebe ich ich sehr gut von dem von mir generierten Umsätzen. Ammenmärchen wie die Aachen Münchener ist zu teuer, kann ich nicht nachvollziehen. Ich unterbiete regelmäßig jeden Autoversicherer und sonst sind die Produkte ständig top.
    Schade, daß unabhängige Makler (?! welcher Pool) nicht die Produkte der AM anbieten können (ist das noch unabhängig?), und somit nicht auf den Testsieger BU von Stiftung Warentest zugreifen können. Auch die Innovationskraft der DVAG sollte mal Rechnung getragen werden. Ohne die DVAG gäbe es vielleicht heute noch keine Fondspolicen uvm. Schade, daß wir Deutsche immer so negativ denken. Nun ja, wir können halt nicht jeden für uns gewinnen.

    Kommentar von Heinz-Bert — 4. Januar 2013 @ 13:48

  11. Es ist schon erstaunlich, daß es immer noch Menschen gibt, die Finanzprodukte bei einem Strukkivertrieb wie der DVAG ab-
    schließen, die ausschließlich überteuerte AachenMünchener Produkte verkaufen. Dass der Chefvolkswirt der DVAG hier auch noch von Qualität spricht, ist der blanke Hohn. Diesen Vertrieben mit Ihrer Pyramidenhirarchie hat die Branche Ihren schlechten Ruf zu verdanken. Weitere negative Beispiele gefällig: AWD, MEG,OVB,etc. Ebenso bedauernswert sind die vielen Scheinselbständigen Mitarbeiter, die zu 90% nach spätestens 1 Jahr selber pleite sind, weil Sie nicht von Ihren Provisionen leben können (nachdem der Verwandten-und Bekanntenkreis abgegrast wurde).

    Kommentar von Stefan — 4. Januar 2013 @ 11:32

  12. Wer braucht einen Strukturvertrieb wie die DVAG

    Kommentar von Edgar Niklaus — 4. Januar 2013 @ 09:48

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