28. August 2013, 09:30

“Der Honorarberatung gehört die Zukunft”

Cash. hat mit den Vorständen der großen deutschen Maklerpools gesprochen. Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender von Jung, DMS & Cie. (JDC) (Rang zwei der Cash.-Hitliste der Maklerpools), über das Geschäftsjahr 2012, Regulierungen und die Zukunft des Poolmarkts.

Maklerpool JDC: Der Honorarberatung gehört die Zukunft

Sebastian Grabmaier, JDC: “Bereits jetzt ermöglicht JDC mit der Nettoplattform den Poolpartnern einen sanften Einstieg in die Honorarvermittlung.”

Cash.: Wie ist das vergangene Jahr gelaufen? Was waren die Herausforderungen?

Grabmaier: Die großen Herausforderungen im Jahr 2012 haben wir dank unseres Vollsortimenter-Ansatzes erfolgreich gemeistert. Am Ende ist ein kleines Wachstum herausgekommen. Im Investmentbereich standen eindeutig vermögensverwaltende Fondslösungen im Vordergrund.

Im Versicherungsbereich war die Nachfrage nach allen Unisex-Produkten enorm stark. Aber das galt natürlich nur bis zum Stichtag der Umstellung auf die Einheitstarife. Im Fokus der Kunden standen 2012 zudem Versicherungsprodukte gegen biometrische Risiken – in erster Linie die Absicherung bei Berufsunfähigkeit.

In unserer Produktsparte Beteiligungen war im vergangenen Jahr die Nachfrage nach Container-Direktinvestments sehr stark. Wir führen das darauf zurück, dass wir als JDC als erster einen Fokus auf diese Art von Beteiligungen gelegt haben, und dass diese Produktgruppe einen starken USP im Sinne von Transparenz, Anbieter- sowie Produktqualität hat.

Die Regulierung verschärft sich in den kommenden Monaten deutlich. Wie wird sich die Poollandschaft verändern?

Die Herausforderungen aufgrund von neuen Regulierungsvorschriften werden für Makler und Pools sicherlich größer. Etliche Berater werden sich den neuen Aufgaben nicht mehr stellen wollen oder können, sodass hier bis zu einem gewissen Grad mit Beraterschwund zu rechnen ist.

Langfristig stärken sinnvolle Regulierungen aber auch das Vertrauen der Anleger in die Berater. Und für motivierte und seriöse Vermittler sind Neuregelungen keine unüberwindbare Hürde. Auch die Maklerpools müssen sich an die neuen Regulierungen anpassen und ihren Poolpartnern unterstützende Dienstleistungen bieten wie es JDC seit Langem erfolgreich macht. Mittelfristig wird es der Leistungswettbewerb regeln, welche Pools diesen Herausforderungen gewachsen sind und welche nicht.

Welche Rolle spielt die Unabhängigkeit eines Pools?

Die Unabhängigkeit in der Produktauswahl ist einer der entscheidenden Wettbewerbsvorteile der freien Vermittler gegenüber Banken und den Ausschließlichkeitsorganisationen der Versicherungen. Ist eine unabhängige und umfassende Produktauswahl möglich, ist es nicht mehr entscheidend, ob und welche Unternehmen beteiligt sind.

 

Seite zwei: “Honorarberatung und -vermittlung wird die Zukunft gehören”

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5 Comments

  1. …einerseits möchte ich keine Endlosdiskussion auszulösen, andererseits kann ich nicht umhin doch noch einen weiteren, vielleicht in manchen Augen unqualifizierten Kommentar abzugeben. Es ist befremdlich mit welcher Arroganz und wie “Stefan” schon anmerkte, fast schon beleidigend meine Gedanken, die sicher keinen Wert eines Angriffs beinhalteten, begegnet wurde. Dies zeugt in meinen Augen davon, dass genau DIESE Makler sicher ein Kundenklientel haben, bei denen eine Honorarvereinbarung denkbar und zu einer für beide Seiten zufriedenstellenden Grundlage beiträgt. Diesen Background hat jedoch nicht jeder, auch wenn das für manchen – der so hoch oben steht – gar undenkbar scheint.
    Nach rund 25 Jahren im Gewerbe und mit Stammkunden in der dritten Generation betrachte ich mich und meine Arbeitsweise sicher nicht als „schwach“ (sonst wäre ich vermutlich schon längst „bereinigt“ worden), muss aber aus der Wortwahl ableiten, dass es sich vermutlich hier um einen genau diese Art „Kollegen“ handelt, welche ich in meiner beruflichen Laufbahn öfter begegnen „durfte“, darunter auch Vorstände von Versicherungsgesellschaften, die letztlich einen großen Teil der Verantwortung zu unserem negativen Branchenimage mit tragen. Und genau diese Leute werden interviewt und geben Ihre „Fachkompetenz“ zum Besten. Um nicht zu weit abzuschweifen, aber wie in meinem Vorkommentar schon angedeutet, beruht dies nach meiner Meinung auf dem Umstand, dass hier, wie schon immer und bei jeder sozialen Gesellschaftsform die Medien mit oder ohne deren Bewusstein als Instrument für die Kanalisierung eines Themas in eine bestimmte Richtung be,- bzw. genutzt werden, in die sich die Allgemeinheit bewegen soll.

    Schlussendlich sollten doch tatsächlich diejenigen zur künftigen Ausrichtung der Courtagebezüge von uns gefragt werden, die sie in der Endkonsequenz auch finanzieren – den KUNDEN. Nur ist dieser Gedanke sicher einigen doch zu bodenständig und das Ergebnis einer derartigen Umfrage würde sicher nicht in’s Konzept derjenigen passen, die ja soviel Wert auf den Verbraucherschutz legen – ohne Glaskugelleserei!
    Aber vermutlich verstehe ich im Ansatz wirklich nicht worum es überhaupt geht…;-)

    Kommentar von Tom Dooley — 31. August 2013 @ 22:51

  2. Davor: So, so, Sie unterstellen also Versicherungsmaklern, dass die nicht wissen, wass Honorarberatung ist? Ich versichere Ihnen, ich weiß es, möchte mir aber von ein paar selbst ernannten Heilsbringern nicht eine Sache aufzwingen lassen, die der Großteil der Kunden nicht möchte! Als “schwachen” Teilnehmer sollten Sie lieber sich selbst bezeichen, denn schwach ist es, keine anderen Meinungen zu akzeptieren und andersdenkende zu beleidigen. Ich bin mir sicher, es gibt mindestens genau soviele Honorarberater (Prozentual gesehnen), die Ihre Kunden schädigen, wie Makler, die sich mit Maklercourtage bezahlen lassen. Die Vergütungsart ist kein Qulitätsmerkmal für gute Beratung, dass sollten auch Sie begreifen. Mir gehen diese ewig gleichen “Argumente” inzwischen furchbar auf die Nerven. Lassen Sie den Kunden entscheiden, wass er möchte.

    Kommentar von Stefan — 31. August 2013 @ 12:16

  3. wie so oft, verstehen die Kommentatoren im Ansatz nicht was eigentlich Honorarberatung ist, geschweigeden wie sie funktioniert. Es wäre gut, wenn der Markt sich endlich um die schwachen Teilnehmer bereinigen würde, den genau solche Berater schaden dem Image der Branche und verursachen die jährlichen Schäden bei Verbrauchern!

    Kommentar von Davor — 30. August 2013 @ 20:30

  4. Wären solche und ähnliche Aussagen wie die “Honorarberatung gehören der Zukunft” nur reine “Glaskugelleserei” könnte man noch schmunzeln. Aber ich sehe diese als unseriös und sogar gefährlich, da sie, durch die richtigen Leute ausgesprochen, bewusst oder unbewusst eine manipulative Wirkung auslösen können und somit dieser wohl von den meisten Maklern abgelehnten Zukunft zuarbeiten.
    Nach meinem Kenntnisstand haben bisher die “NEUENTWICKLUNGEN im europäischen Ausland” durch die Bank zu Bauchlandungen für die Makler geführt, was letztlich auch wieder zu einem Nachteil der Kunden wird, wenn sich seriöse Makler aufgrund zu großer Einkommensverluste vom Markt zurück ziehen. Nicht alles ist mit so verblümten – und sorry – abgegriffenen Parolen wie “NEUE HERAUSFORDERUNG” schön zu reden – dies müsste jemand eigentlich wissen, der schon ein paar Jahre erfolgreichen Außendienst “auf dem Buckel” hat… – Nicht alle, die künftig eventuell “aufgeben” sind “Nieten”…
    Nach meinem Kenntnisstand haben bisher die “NEUENTWICKLUNGEN im europäischen Ausland” durch die Bank zu Bauchlandungen für die Makler geführt, was letztlich auch wieder zu einem Nachteil der Kunden wird, wenn sich seriöse Makler aufgrund zu großer Einkommensverluste vom Markt zurück ziehen. Nicht alles ist mit so verblümten – und sorry – abgegriffenen Parolen wie “NEUE HERAUSFORDERUNG” schön zu reden – dies müsste jemand eigentlich wissen, der schon ein paar Jahre erfolgreichen Außendienst “auf dem Buckel” hat… – Nicht alle, die künftig eventuell “aufgeben” sind “Nieten”…

    Kommentar von Tom Dooley — 28. August 2013 @ 22:32

  5. Die Entwicklung der Honorarberatung im Ausland ist die, dass sich der Durchschnittsverdiener nicht mehr beraten lässt, weil er nicht bereit ist, ein Honorar zu bezahlen. Wollen wir das?

    Kommentar von Stefan — 28. August 2013 @ 15:14

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