Anzeige
7. Juli 2015, 08:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Der Infinus-Prozess vor dem BGH

Die Insolvenz der Infinus AG zählt zu einem der größten Finanzskandale der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Knapp 41.000 Infinus-Kunden wurden um mutmaßlich eine Milliarde Euro betrogen.

Gastbeitrag von Dr. Martin Andreas Duncker, Schlatter Rechtsanwälte

Infinus-Prozess

“Es ist nach ständiger Rechtsprechung ausreichend, wenn die Vertretereigenschaft aus den Umständen ersichtlich ist. Dieser Grundsatz gilt auch zugunsten der Infinus-Vermittler.”

Mittlerweile muss sich auch der Bundesgerichtshof (BGH) mit der Frage auseinandersetzen, ob Berater, die dem Infinus-Haftungsdach angehörten, persönlich für eine Falschberatung haftbar gemacht werden können.

Gang zum BGH

Ein ehemaliger Manager der Infinus AG FDI war von einem Anleger in Anspruch genommen worden, da die Berater angeblich nicht von Anfang an bei Vertragsschluss offengelegt haben sollen, dass sie für die Infinus AG FDI in Stellvertretung handelten.

Dem Gang zum BGH war die ablehnende Entscheidung des Landgerichts Itzehoe vom 30. Oktober 2014 (Aktenzeichen 6 O 122/14) sowie das Urteil vom 9. März 2015 des Oberlandesgerichts Schleswig, welches das Urteil der Vorinstanz bestätigte (Zurückweisungsbeschluss des OLG Schleswig, Az. 5 U 203/14) vorausgegangen.

Das OLG Schleswig hatte entschieden, dass eine Haftung nur für das Haftungsdach bestünde, in dessen Namen der Vermittler tätig geworden ist. Ein Vertrag zwischen dem Kunden und dem Vermittler persönlich sei jedoch nicht zustande gekommen.

Seite zwei: Eindeutige Hinweise auf den Geschäftsherrn

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...