Anzeige
11. April 2013, 15:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dr. Peters führt Schiffsinsolvenzen auch auf BGH-Urteil zurück

Sechs Containerschiffsfondsgesellschaften der Dortmunder Dr. Peters Group mussten am 2. April 2013 Insolvenz anmelden. Nach Auffassung des Initiators wäre das durch die Rückforderung von Ausschüttungen vermeidbar gewesen, die der BGH jedoch für unrechtmäßig erklärt hatte.

Anselm-gehling-dr-peters-253x300 in Dr. Peters führt Schiffsinsolvenzen auch auf BGH-Urteil zurück

Anselm Gehling, CEO der Dr. Peters Group

Die Geschäfstführer der Fondsgesellschaften DS-Rendite-Fonds Nr. 38, 39, 47,51,57 und 65 mussten am 2. April 2013 Insolvenz anmelden. Dabei waren die zugehörigen Fondsschiffe bereits in den Jahren 2010, 2012 und 2013 veräußert worden.

Die Gesellschafter hatten aufgrund der lang anhaltenden Schifffahrtskrise und des hohen Alters der Schiffe (15 bis 21 Jahre) sowie anstehender Dockungskosten beschlossen, die Schiffe zu veräußern, um eine geordnete Abwicklung der Fondsgesellschaften vorzunehmen. Zuvor waren bereits Ausschüttungen von den Gesellschaftern zurückverlangt worden.

Am 12. März 2013 hat der Bundesgerichtshof (BGH) für die Fondsgesellschaften DS-Rendite-Fonds Nr. 38 und DS-Rendite-Fonds Nr. 39 entschieden, dass entgegen der bisherigen Rechtsprechung von Land- und Oberlandesgerichten kein interner Anspruch der Gesellschaften auf Rückzahlung von Ausschüttungen besteht (Az.: BGH II ZR 73, 74/11). Da die Gesellschafterverträge der anderen, oben aufgeführten Schiffsfonds nahezu identisch seien, bestünde nach dem BGH-Urteil vom 12. März 2013 auch hier diese Möglichkeit der Auszahlungsrückforderungen nicht mehr.

Damit wurde aus Sicht des Initiators den Geschäftsführungen der Schiffsfonds die Möglichkeit genommen, die ursprüngliche Intention einer geordneten und werteschonenden Abwicklung abschließend umzusetzen. Mangels Alternativen war der Insolvenzantrag zu stellen.

„Wir haben alles daran gesetzt, Insolvenzen bei unseren Schiffsfonds zu vermeiden. Letztendlich war dies jedoch vor dem Hintergrund der neuen Rechtsprechung des BGH nicht mehr zu vermeiden. Wir bedauern dies umso mehr, als dass die finanzielle Zusatzbelastung durch die Kosten der Insolvenzverwaltung im Rahmen einer ordentlichen Abwicklung der Fondsgesellschaften nicht entstanden wären“, kommentiert Anselm Gehling, CEO der Dr. Peters Group die Situation. (af)

Foto: Dr. Peters Group

Anzeige

1 Kommentar

  1. Herzergreifend – immer sind die externen Umstände schuld. Schon mal an aktives Krisenmanagement gedacht, meine Herren in Schlips und Anzug?

    Kommentar von D-Mark — 11. April 2013 @ 15:36

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Insurtechs unterzeichnen “Berliner Digital-Erklärung”

Auf Initiative des Maklerpools Blau direkt und des Insurtech-Unternehmens Knip haben am 13. Januar 2017 insgesamt 22 Insurtechs sowie zwei Maklerpools die “Berliner Digital-Erklärung” abgegeben. Ziel der Erklärung ist es, den digitalen Wandel der Branche voranzutreiben.

mehr ...

Immobilien

JLL: Hohe Zuwächse bei den Wohnungsmieten

Die Angebotsmieten für Wohnungen haben nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) in 2016 den höchsten Zuwachs der vergangenen Jahre verbucht. Der größte Anstieg wurde in Berlin registriert.

mehr ...

Investmentfonds

VanEck: 2017 markiert Start eines Gold-Bullenmarktes

Das Investmenthaus VanEck rechnet damit, dass in diesem Jahr eine langfristigen Gold-Hausse einsetzt.

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...