Anzeige
2. Juli 2012, 09:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

„Verbesserte Betreuung und vereinheitlichte Prozesse“

Die Wüstenrot Bausparkasse hat die Vertriebswege Kooperation und Partnervertrieb Anfang des Jahres unter einem Dach zusammengefasst. Über die Motive sprach Cash. mit Vorstand Bernd Hertweck sowie der Verantwortlichen für die neue Direktion Partnervertrieb Alexandra Markovic-Sobau.

Bausparen

Bernd Hertweck, Wüstenrot Bausparkasse

Cash.: Vor welchem Hintergrund ist diese Reorganisation erfolgt?

Hertweck: In der neuen Direktion Partnervertrieb werden seit Jahresbeginn ausgewählte Banken, Vertriebsgesellschaften, Großvertriebe, freie Vermittler, also Makler und Mehrfachagenten sowie Sondervertriebe betreut.

Zusätzlich gibt es für die größeren Kooperationspartner wie die HVB/Ergo, Allianz/OLB und die Commerzbank jeweils eigene Direktionen – hier hat es keine Veränderungen gegeben. Mit der Schaffung der Direktion Partnervertrieb wollen wir die bestmögliche Betreuung der Vertriebspartner aus den genannten Bereichen sowie die Umsetzung einheitlicher und standardisierter Prozesse sowohl im Innen- als auch im Außendienst erreichen. Außerdem wollen wir Synergieeffekte heben, mit dem Ziel, das Neugeschäft nachhaltig zu steigern und den Service für die Partner zu verbessern.

Cash.: Gibt es bereits erste konkrete Resultate?

Hertweck: Ja, durchaus. Es ist uns bereits gelungen, die Betreuungsstruktur der Vertriebspartner zu optimieren, indem wir zum Beispiel zentrale Ansprechpartner geschaffen haben. Die Bündelung des Fachwissens in einer Betreuungseinheit ermöglicht es, schneller und zielgerichteter auf die Bedürfnisse der einzelnen Vertriebspartner und die hieraus resultierenden spezifischen Anforderungen einzugehen.

Bausparen

Alexandra Markovic-Sobau, Wüstenrot Bausparkasse

Cash.: Unterscheiden sich beispielsweise Banken- und freier Vertrieb nicht zu sehr, um sie unter einem Dach zu organisieren?

Markovic-Sobau: Natürlich gibt es grundsätzliche Unterschiede zwischen dem Bankenvertrieb und dem Vertrieb über freie Vermittler, also Makler und Mehrfachagenten. Aus dem Blickwinkel des Produktgebers sind beide Vertriebswege jedoch externe Partner, über die die gesamte Produktpalette des Unternehmens oder Teile davon vertrieben werden. Insofern lassen sich Banken und freie Vermittler unter ein Dach bringen. Es ist aber nicht nur so, dass es eine Heterogenität zwischen Banken- und Maklervertrieb gibt, sondern auch zwischen Makler und Makler.

Zudem sind der Vertrieb und damit die Anforderungen der einen Bank anders als die einer anderen. Unsere Aufgabe hier ist es, die individuellen Bedürfnisse unserer Vertriebspartner – sei es ein einzelner Makler, ein Maklerpool, eine Bank oder eine Vertriebsgesellschaft – aufzugreifen und eine bedarfsgerechte und vertriebsnahe Unterstützung zu leisten.

Cash.: Welche Rolle spielen die einzelnen Partnervertriebswege?

Markovic-Sobau: Grundsätzlich ist für uns jeder dieser Vertriebswege gleichermaßen wichtig. In der Vergangenheit spielte für Wüstenrot der Vertrieb über freie Finanzvermittler – also Makler, Mehrfachagenten, Großvertriebe und Pools – noch eine geringere Rolle.

Ihr Anteil am Bausparneugeschäft insgesamt lag letztes Jahr bei etwa vier Prozent. Durch die Umstrukturierung und Neuausrichtung des Vertriebsweges möchten wir hier eine deutliche Steigerung erzielen. Innerhalb der Direktion Partnervertrieb kommt im Bausparen 37 Prozent des Geschäftes über freie Vermittler. Der Bereich Banken ist hier mit rund 34 Prozent der zweitstärkste Vertriebsweg. Der Vertrieb über Vertriebsgesellschaften und Großvertrieb trägt mit rund 22 Prozent zum Bausparumsatz bei.

Cash.: Welche vertriebliche Aufstellung strebt Wüstenrot mittelfristig an?

Hertweck: Wir haben ein gesundes Verhältnis von 55 Prozent Neugeschäft über den eigenen Vertrieb zu 45 Prozent Neugeschäft über Kooperationspartner. Es könnte sich bei weiterem Wachstum noch etwas in Richtung 50 zu 50 verschieben. Das Neugeschäft wird insbesondere bei den neuen Kooperationen weiter wachsen, weil die Potenziale hier noch nicht ausgeschöpft sind.

Das Gespräch führte Thomas Eilrich, Cash.

1 Kommentar

  1. Der Artikel ist leider teilweise unwahr. Einzelne Maklerplattformen haben die Zusammenarbeit mit WW wieder eingestellt oder wechseln andauern Maklerbetreuer aus, die ihren Job nicht machen. Zudem gibt es weder Provisionsgarantie noch Kundenschutz in ausreichendem Masse. Aus Sicht der Makler – sie wollen Kundenadressen und nichts dafür zahlen – nein so kann man Makler nicht behandeln da auch die Konditionen und Betreuung mangelhaft sind .

    Kommentar von Mahatma Ghandi — 7. Oktober 2012 @ 00:41

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Krankenkassen geben mehr für freiwillige Angebote aus

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für freiwillige Leistungen haben sich in den vergangenen vier Jahren fast verdoppelt. Das geht nach einem Bericht der “Berliner Zeitung” (Mittwoch) aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die die Linken-Gesundheitspolitikerin Birgit Wöllert angefordert hat.

mehr ...

Immobilien

Vorgeschobener Eigenbedarf: Mieter steht Schadensersatz zu

Ein Mieter, dem aufgrund von Eigenbedarf gekündigt wurde, klagte vor mehreren Instanzen auf Schadensersatz, da der Vermieter die Wohnung nach seinem Auszug nicht wie angekündigt nutzte. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab dem Kläger in einem Urteil am Mittwoch Recht.

mehr ...

Investmentfonds

Münchener Rück erwartet Brexit-Schaden für UK-Wirtschaft

Der Rückversicherer Munich Re erwartet in den nächsten zwei Jahren einen deutlich spürbaren Brexit-Schaden für die britische Konjunktur.

mehr ...

Berater

Finanzierung für Selbstständige und Unternehmer

Für Selbstständige und Freiberufler ist es deutlich schwieriger, einen Kredit zu erhalten als für Angestellte. Aber es gibt nicht nur den klassischen Bankkredit. Wer bei der Kreditanfrage von seiner Hausbank eine Absage erhält, kann zu anderen Mitteln greifen. Wir zeigen auf, welche Alternativen es gibt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Offshore-Strom legt deutlich zu

Lange fehlten oft die Verkabelungen, um den aus See produzierten Strom an Land zu bringen. Doch jetzt scheinen die Offshore-Windparks ihren Beitrag zur Stromerzeugung in einem deutlich größeren Umfang zu leisten.

mehr ...

Recht

Makler oder Mehrfach-Agent? Versicherungsnehmer ist beweisbelastet

Für die Behauptung, ein Versicherungsvermittler, der die Antragsfragen aufgenommen hat, sei als Mehrfach-Agent tätig geworden, ist der Versicherungsnehmer beweisbelastet. Dies entschied das Oberlandesgericht Dresden in einem aktuellen Urteil.

mehr ...