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21. August 2013, 08:22
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Wohnimmobilien: Substanz schlägt Inflation?

Wohnimmobilien verzeichnen gegenwärtig eine hohe Nachfrage. Doch welche Trends und Entwicklungen bestimmen die Zukunft des Marktes? Wer erfolgreich investieren will, sollte die Situation und den künftigen Bedarf genau analysieren.

Wohnimmobilien Inflation

Man reibt sich gegenwärtig schon verwundert die Augen, wenn man durch die deutschen Innenstädte läuft. Es drehen sich die Kräne, denn es wird gebaut – viel gebaut. Gebaut vor allem im Bereich der Wohnimmobilien.

In Frankfurt im Westend und Nordend, in München in Sendling oder im Glockenbachviertel, in Berlin in Friedrichshain oder in Hamburg im Gängeviertel, in der Hafencity sowieso. Doch woher kommt dieser Boom? Denn wenn gebaut oder saniert wird, entspringt dies ja zumindest einer Überlegung für eine Investition. Und investieren heißt sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen.

Der große Plan dahinter ist vermeintlich schnell ausgemacht: Risikoabsicherung lautet das Gebot der Stunde. Denn die Zeiten, die durch die Finanzkrise geprägt waren, gehen erst langsam zu Ende.

Funktion der Städte

Und die lessons learned? Das nächste Investment ist Substanzerhalt und keine Risikowette – Rendite ja, aber bloß nicht übertreiben. Reicht das schon als Erklärung für den aktuellen Immobilienboom? Nein, denn auch die demografischen und räumlichen Aspekte spielen langsam aber sicher eine große Rolle bei zukünftigen Investitionen in Immobilien.

Auch die Funktion der Städte ändert sich zunehmend – dass die Spannbreite dabei von “zurück in die Stadt” bis hin zu “Recht auf Stadt” reicht, verdeutlicht einmal mehr, dass es mit dem bloßen Argument “der Markt wird es schon richten” nicht mehr getan ist.

Die Reaktion der Politik auf die Forderung nach “bezahlbarerem Wohnraum” – Stichwort Mitpreisbremse – verdeutlicht einmal mehr, dass Angebotsausweitung besser ist als populistische Sanktionsmaßnahmen in Zeiten des Wahlkampfes.

Quadratur des Kreises: Stadtumbau

Und so ballen sich bald Alt und Jung, vermögend und weniger vermögend, auf immer weniger Raum. Das ist der sogenannte Megatrend der – zumindest für Deutschland in dieser Dekade – Investitionen in Immobilien so attraktiv erscheinen lässt.

Doch diesen Stadtumbau sinnvoll zu gestalten, kommt der Quadratur des Kreises gleich. Oder einer Operation am lebenden Herzen. Die Lösungen liegen irgendwo zwischen Verdichtung (mehr Wohnraum auf gleicher Fläche inklusive Infrastruktur), grünen Lungen (mehr Parks wollen alle), besserer sozialer Durchmischung (das will die Politik und die öffentliche Hand) und Bezahlbarkeit (günstige Miete – das wollen alle, außer manche Vermieter).

Allen Anforderungen gerecht zu werden, dürfte unmöglich sein. Zumal sich die Stadtumbauprozesse live gestalten, nicht unter Laborbedingungen. Der eine oder andere zukunftsforsche Visionär verschweigt dies mitunter. Anleger gleichwohl sollten diese Entwicklung im Auge behalten beim Kauf einer Wohnung. Über das Wohl und Wehe entscheidet mehr denn je eine infrastrukturelle Ausstattung im Quartier.

Seite 2: Goldgrube Designelemente

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1 Kommentar

  1. Die Politik will billgere Mieten? Dabei erhöht sie die Anforderungen an Bau und Betrieb von Immobilien u.a. wegen der Energiewende massiv. Damit müssen die Mieten steigen, um die Investition rational erscheinen zu lassen. Die m.E. bedeutenderen, gewaltigen Steigerungen der Nebenkosten (“2. Miete”) gehen auf Kostensteigerungen für kommunale Dienstleistungen wie Wasser, Abwasser, Müllabfuhr etc. zurück. Und die Länder erhöhen munter die Grunderwerbsteuer.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 23. August 2013 @ 11:34

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