19. Januar 2013, 09:21

Wüstenrot mit Rekord-Neugeschäft

Das Netto-Neugeschäft der Bausparkasse Wüstenrot ist 2012 um 3,4 Prozent auf die neue Bestmarke von 12,2 Milliarden Euro Bausparsumme gestiegen. Nach eigenen Berechnungen konnte die Nummer 2 im Markt damit ihren Marktanteil leicht ausbauen.

Wuestenrot-Wuerttembergische-Zentrale-Stuttgart-248x300 in Wüstenrot mit Rekord-Neugeschäft

W&W-Sitz in Stuttgart

Das eingelöste Neugeschäft im vergangenen Jahr ist laut einer Wüstenrot-Mitteilung nunmehr zum fünften Mal in Folge gestiegen. Das Brutto-Neugeschäft hat sich mit rund 15,3 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres bewegt. Insgesamt konnte die Wüstenrot Bausparkasse damit ihre Position als Nummer 2 unter den deutschen Bausparkassen weiter festigen.

Die Bausparkasse aus dem Finanzdienstleistungskonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) führt die Zahlen auf den “breiten vertrieblichen Ansatz” zurück. Neben dem Ausschließlichkeitsvertrieb bringen Banken, Versicherungen und weitere (freie) Vertriebspartner die Produkte an den Mann respektive die Frau. Die eigene Vertriebsorganisation hat mit einem Neugeschäftsanteil von deutlich über 50 Prozent nach eigenen Angaben erneut am stärksten zum Ergebnis beigetragen.

Die Commerzbank als größter Kooperationspartner hat im zweiten vollständigen Jahr der Zusammenarbeit (nach der Übernahme der Allianz Dresdner Bausparkasse) ein Volumen von knapp zwei Milliarden Euro und ein deutliches Stückzahlwachstum bei der Vermittlung von Bausparverträgen für Wüstenrot erzielt. Mit der HVB und Santander zählen weitere große Banken zu den Vertriebspartnern. Hinzu kommen exklusive Vertriebsabkommen mit der Allianz/OLB und der Ergo-Gruppe.

Bernd Hertweck, Vertriebsvorstand von Wüstenrot, zeigt sich ob dieser Positionierung auch für die Zukunft optimistisch: “Es zeigt sich, dass die Multikanalstrategie von Wüstenrot im Markt zunehmend erfolgreich ist. Das Potenzial an Kunden, welches wir mit unseren Angeboten erreichen können, ist auch 2012 durch neue Partnerschaften weiter gestiegen und beträgt deutlich über 40 Millionen Menschen. Dies stimmt uns für das Bausparjahr 2013 und darüber hinaus sehr optimistisch.“

Bernd-Hertweck-Wuestenrot-207x300 in Wüstenrot mit Rekord-Neugeschäft

Bernd Hertweck, Wüstenrot

In der Baufinanzierung hat der W&W-Konzern 2012 insgesamt neue Kredite in Höhe von vier Milliarden Euro vermittelt (Vorjahr 4,4 Milliarden Euro). Laut Hertweck wurde in diesem Bereich “auf die höhere Werthaltigkeit des Geschäftes” geachtet: “Durch ertragsstärkere Angebote konnte die Profitabilität des Neugeschäfts deutlich gesteigert werden.”

Ende 2012 war Wüstenrot in einem “Handelsblatt”-Artikel vorgeworfen worden, im Rahmen einer Beratungsoffensive alte und hochverzinsliche Bausparguthaben mit gezielten und durch Provisionen angereizten Vertriebsmaßnahmen zur Auszahlung bringen oder in neue geringer verzinste Bausparverträge umzudecken zu lassen.

In einer Stellungnahme hat die Bausparkasse diese Praxis bestritten. Ziel sei vielmehr die Beratung von Kunden gewesen, die in Zeiten höherer Zinsen Verträge abgeschlossen haben, die es nicht mehr ermöglichten, ein zinsgünstiges Bauspardarlehen, ausgestattet mit einem festen Darlehenszins über die gesamte Darlehenslaufzeit, für den Erwerb oder den Umbau von Wohnungseigentum zu erlangen. Im Rahmen der Beratungsaktion habe Wüstenrot den Kunden das bis Ende 2012 befristete Angebot für einen kostenlosen Wechsel in einen Bauspar-Finanzierungstarif mit deutlich niedrigeren Darlehenszinsen gemacht. Der damit einhergehenden Absenkung des Guthabenzinses stünde die Verringerung des Darlehenszinses von Bestandsverträgen um einen höheren Prozentsatz gegenüber.

Das Angebot sei demnach zum Vorteil der Kunden gestaltet gewesen. Sollte es im Zuge dieser Beratungen Umstellungen von Konten gegeben haben, die nicht im Kundeninteresse gewesen seien, hat Wüstenrot angekündigt, diese ohne Einbußen für die Kunden zu korrigieren.   

Migration der ehemaligen Allianz Dresdner Bauspar abgeschlossen

Zum Jahreswechsel 2012/13 konnte Wüstenrot eigenen Aussagen zufolge die internen Abläufe vereinfachen, indem die Systeme und Vertragsbestände der im Jahr 2010 erworbenen Allianz Dresdner Bauspar AG auf die Wüstenrot-Systeme migriert wurden. Damit hat Wüstenrot zwei Jahre nach der Migration der ehemaligen Vereinsbank Victoria Bauspar AG auch die zweite erworbene Bausparkasse mittlerer Größe vollständig integriert. (te)

Fotos: Wüstenrot

Folgen Sie uns:
Aktuelle Beiträge aus dem Ressort Immobilien


Topaktuelle Themen auf der Startseite


Cash.Aktuell

05/2014

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Dividendenfonds – Pflegepolicen – Berufsunfähigkeitspolicen – Portfoliofonds – Wohnimmobilien

Ab dem 24.04. im Handel.

04/2014

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fondspolicen – Deutschlandimmobilien – Baufinanzierung – Vermögensverwaltende Fonds

Ihre Meinung

Versicherungen

WWK erweitert bAV-Produktpalette

Die WWK Lebensversicherung a. G. bietet ihren Kunden seit April 2014 eine Reihe von Produktneuerungen und Serviceverbesserungen im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge.

mehr ...

Immobilien

Union Investment erwirbt Büroensemble in Amsterdam

Die Union Investment Real Estate GmbH hat in Amsterdam einen Kaufvertrag für einen Bürokomplex im Süden der Stadt unterschrieben. Die Immobilien werden zukünftig zum offenen Fonds Uniimmo gehören.

mehr ...

Investmentfonds

Euro-Banken – Hurra, wir leben noch!

Wie bei einem Boxkampf mussten Banken und ihre Aktien in den letzten Jahren so einige linke und rechte Haken aushalten…

Kolumne von Robert Halver, Baader Bank

mehr ...

Berater

Mifid II passiert EU-Parlament

Das Europäische Parlament hat in der gestrigen Plenarsitzung die überarbeitete Version der “Markets in Financial Instruments Directive” (Mifid II) verabschiedet. Statt eines Provisionsverbot soll es eine klare Unterscheidung zwischen unabhängiger und nicht-unabhängiger Beratung geben.

mehr ...

Sachwertanlagen

Brenneisen Capital wieder unabhängig

Die Brenneisen Capital AG (BC AG) agiert wieder als eigenständiges Unternehmen. Mit Kaufvertrag vom 10. März 2014 hat Manfred Brenneisen, Vorstand und Gründer der BC AG die Aktien zu 100 Prozent von der Insolvenzverwalterin der Infinus AG Ihr Kompetenz-Partner (Infinus) zurückgekauft.

mehr ...

Recht

Schäuble setzt offenbar auf Prangerwirkung

Die Bundesregierung plant eine weitergehende Regulierung des sogenannten “grauen Kapitalmarktes”. Dies berichtet die Tageszeitung Die Welt unter Berufung auf ein Eckpunktepapier des Finanzministeriums.

mehr ...