Anzeige
16. September 2015, 09:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Viele Mieter fürchten, im Alter umziehen zu müssen

Insgesamt 40 Prozent der deutschen Mieter glauben, dass sie im Alter umziehen müssen, weil ihre Rente nicht für die Miete reicht, so eine Studie des Portals Immowelt. Dabei favorisieren sie unterschiedliche Strategien, um dieses Problem zu lösen.

Miete im Alter

Jeder zweite Mieter würde mit allen Mitteln versuchen, seine Wohnung im Alter zu halten.

Zu wenig Rente für die Miete: Vier von zehn deutschen Mietern gehen davon aus, dass sie sich ihre Wohnung im Alter nicht mehr leisten können. Das zeigt eine repräsentative Studie des Portals Immowelt.

Sollte die Rente im Alter tatsächlich nicht mehr reichen, haben die Deutschen unterschiedliche Strategien. Jeder zweite Mieter (54 Prozent) würde mit allen Mitteln versuchen, seine Wohnung zu halten: 29 Prozent indem sie Wohngeld beantragen, 25 Prozent durch einen zusätzlichen Minijob.

38 Prozent würden günstigere Gegend suchen

Die Wohnung aufgeben und in eine günstigere Gegend umziehen, ist für 38 Prozent der Befragten eine Option. Die meisten zieht es aufs Land (20 Prozent) oder ins Ausland (13 Prozent).

Ein Umzug in ein Mehrgenerationenhaus mit den eigenen Kindern (drei Prozent) oder in den zumeist günstigeren Osten Deutschlands (zwei Prozent) kommt dagegen selten infrage.

Acht Prozent der deutschen Mieter gaben an, dass sie keinen Plan hätten, wie sie eine Wohnung bezahlen sollen.

Besserverdiener würden arbeiten, Geringverdiener Wohngeld beantragen

Von einem möglichen Umzug im Alter ist Reich wie Arm betroffen: So rechnen 46 Prozent der Geringverdiener damit, dass ihre Rente nicht für die Miete genügt – aber auch 40 Prozent der Besserverdiener.

Erhebliche Unterschiede gibt es allerdings bei der Lösung des Problems: Während 36 Prozent der Geringverdiener Wohngeld beantragen würden, planen lediglich sieben Prozent der Besserverdiener mit staatlicher Hilfe. Sie würden eher weiterhin arbeiten gehen (32 Prozent), was nur für jeden fünften Geringverdiener (19 Prozent) in Frage kommt.

60 Prozent glauben: Die Rente wird reichen

Immerhin 60 Prozent der deutschen Mieter gehen davon aus, dass sie sich ihre Wohnung auch im Alter leisten können.

Sie planen bis dahin selbst eine eigene Immobilie zu besitzen (29 Prozent) oder sich durch eine Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge oder Lebensversicherung abzusichern.

Mehr als ein Viertel glaubt, dass die gesetzliche Rente ausreichen wird, um die Wohnung zu halten. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Anzeige

1 Kommentar

  1. Das ideale Thema für die Altersvorsorgeberatung, wenn man sieht, wie viel Liquidität bis zum erwarteten Lebensalter zur Verfügung steht.
    Wer nicht bis zum 3.1.2017 warten will, bis diese „ganzheitliche Finanzberatung“ unter Einbezug aller Finanzmaßnahmen Gesetz wird, könnte diese Beratung auch direkt schon gegen Honorar anbieten. Näheres siehe eBooks bei mwsbraun.de.

    Kommentar von Frank L. Braun — 16. September 2015 @ 18:23

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Die Top Sechs der teuersten und günstigsten Studentenstädte

Nicht alle Studenten leben gerne in WGs, in einigen Hochschulstädten ist das Leben ohne Mitbewohner aber besonders teuer. Immowelt hat untersucht, wo Studenten am teuersten wohnen und in welchen Städten die Mieten besonders niedrig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...