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27. August 2012, 15:18
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MFS: USA können erneut Wirtschaftskrise auslösen

Sollte das Schuldenproblem der USA weiterhin ungelöst bleiben, droht eine neue internationale Wirtschaftskrise. Das sagt James Swanson, Chefstratege bei MFS Investment Management. Am schlimmsten sei ein Sieg der Demokraten bei den Präsidentschaftswahlen.

WirtschaftskriseDie US-Präsidentschaftswahlen am 6. November werden nicht ohne Folgen für die globale Wirtschaft und den US-Aktienmarkt bleiben. Es geht um  Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar, die am 1. Januar 2013 durchgesetzt werden, wenn der US-Kongress die Senkungen der Lohnsteuer sowie Steuersenkungen der Bush-Administration von 2001 und 2003 nicht verlängert.

Ab 2013 sieht der von Barack Obama unterzeichnete „Budget Control Act“ jährlich 109 Milliarden US-Dollar an Kürzungen vor, weil es dem im Jahr 2011 vom Kongress nicht gelungen war, 1,2 Billionen US-Dollar zu sparen.

MFS: Obama bringt Rezession

Die 2011 vom Kongress verabschiedete Schuldenobergrenze ist die juristisch vorgegebene Schwelle. Sollte diese erreicht werden, darf das US-Finanzministerium keine weiteren Staatsanleihen emittieren. Zurzeit steht diese Schuldenobergrenze bei 16,4 Billionen US-Dollar. Diese Schwelle wird laut MFS wahrscheinlich bereits im ersten Quartal 2013 erreicht: “Hebt der Kongress die Schuldenobergrenze nicht an, wird die Regierung keine weiteren Gelder für die Tilgung des Schuldendefizits aufnehmen können. Das wiederum hätte massive Kosteneinsparungen zufolge, die alle Bereiche treffen würde, von der sozialen Sicherheit bis zu den Zuschüssen für die Bundesstaaten”, sagt Swanson. Wenn Schulden nicht mehr durch neue Schulden ersetzt werden können, muss eben gespart werden.

Und weiter: “Die Folge wäre eine riesige Blockade in der US-Wirtschaft, die zurzeit um 1,6 Prozent pro Jahr wächst. Sollten alle Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen umgesetzt werden, würden wir voraussichtlich ein BIP-Wachstum von minus 3,6 Prozent erleben. Die USA würden unweigerlich in eine Rezession schlittern.” Dieser Abschwung der US-Wirtschaft könne negativen Einfluss auf die Wirtschaft in Europa und den Schwellenländern haben und letztlich eine erneute globale Wirtschaftskrise verursachen, so der MFS-Experte.

Nach seinem Szenario bringt ein Wahlsieg der Demokraten also eine Rezession. Ein Triumph der Republikaner bremse die Wirtschaft ebenfalls, eine “Rezession könnte aber gleichzeitig verhindert werden”. (mr)

 

 

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