Anzeige
Anzeige
5. März 2013, 12:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Alfi warnt vor Ende der Fondsindustrie

Der luxemburger Fondsverband Alfi lehnt die Finanztransaktionssteuer ab. Wegen zahlreicher konzeptioneller Fehler bedeute die Einführung der Transaktionssteuer das Ende für die europäische Investmentfonds-Industrie, so der Verband.

Alfi

Die Europäische Kommission hat am 14. Februar 2013 einen Vorschlag für eine Richtlinie des Rates über die Umsetzung einer verstärkten Zusammenarbeit im Rahmen der Finanztransaktionssteuer vorgestellt.

Steuer erreicht Ziele nicht

Alfi erklärt dazu: “Diese Steuer – die letztlich allen Mitgliedstaaten aufgezwungen würde, gleich ob sie sich dafür oder dagegen entschieden haben – kann die von der Kommission gesetzten Hauptziele nicht erreichen. Ziel der Kommission sei es, mit dieser Steuer sicherzustellen, „dass die Finanzinstitute einen angemessenen und substanziellen Beitrag zu den Kosten der jüngsten Krise leisten und dass in steuerlicher Hinsicht die gleichen Ausgangsbedingungen geschaffen werden wie sie für andere Wirtschaftszweige bestehen“, so der Verband.

Letztendlich würde der europäische Markt für Investmentfonds nach Meinung von Alfi insgesamt durch die Einführung einer Transaktionssteuer erheblichen Schaden nehmen. Zwischen 2007 und 2011 ist der Marktanteil der europäischen Finanzindustrie am globalen Asset Management von 35 Prozent auf 31 Prozent des verwalteten Vermögens gefallen; ein negativer Trend, den diese Steuer noch einmal beträchtlich verstärken würde.

Alfi-Präsident Marc Saluzzi erklärt dazu: „Eine Transaktionssteuer in der gegenwärtig vorgesehenen Form ist ebenso inakzeptabel wie unerwünscht. Sie hätte eine katastrophale Wirkung für Sparer und Investoren sowie für die gesamte Wirtschaft.“

Zum Hintergrund: Nach einem Gesetzentwurf will die EU-Kommission eine  Finanztransaktionssteuer auf den Handel mit Aktien, Anleihen und Termingeschäften erheben. Diese soll Spekulanten bremsen und jährlich 35 Milliarden Euro einbringen. Die deutsche Fondsbranche hat bereits Mitte Februar Alarm geschlagen.

Die Abgabe wird fällig, falls Käufer, Verkäufer oder aber das Produkt selbst aus einem der elf Teilnehmerländer kommen, zitiert die Süddeutsche Zeitung aus dem Papier. Auf diese Weise soll es erschwert werden, die Finanzgeschäfte in nicht teilnehmende Länder zu verlagern. Zu den teilnehmenden Nationen gehören neben Deutschland und Frankreich noch Belgien, Estland, Griechenland, Italien, Österreich, Portugal, Spanien, die Slowakei und Slowenien.

Auf Seite zwei finden Sie die weitere Stellungnahme von Alfi.

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Studie: Assekuranz sichert über eine Million Jobs

Die Versicherungswirtschaft sorgt über direkte, indirekte und Konsumeffekte für 1,2 Millionen Jobs und generiert einen Beitrag zur Bruttowertschöpfung in Höhe von 90 Milliarden Euro. Diese Kennzahlen stammen aus der aktuellen Prognos-Studie “Die Bedeutung der Versicherungswirtschaft für den Wirtschaftsstandort Deutschland”.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie” der EU.

mehr ...

Investmentfonds

Milliardärsranking: Warren Buffett rutscht ab

Bislang galt der Investmentguru Warren Buffett – hinter Microsoft-Gründer Bill Gates – als zweitreichster Mensch der Welt. Doch dank eines starken Laufs am Aktienmarkt konnte ein weiterer US-Unternehmer und Investor Buffett von Platz zwei verdrängen.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

S&K-Gründer mit Strafen am unteren Rand auf freiem Fuß

Der Betrugsprozess um das Immobilienunternehmen S&K hat sich in Teilen als undurchführbar erwiesen. Nach einem Deal mit der Justiz kommen die Gründer mit Strafen am unteren Rand davon.

mehr ...

Recht

Vorgeschobener Eigenbedarf: Mieter steht Schadensersatz zu

Ein Mieter, dem aufgrund von Eigenbedarf gekündigt wurde, klagte vor mehreren Instanzen auf Schadensersatz, da der Vermieter die Wohnung nach seinem Auszug nicht wie angekündigt nutzte. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab dem Kläger in einem Urteil am Mittwoch Recht.

mehr ...