Anzeige
Anzeige
6. April 2016, 15:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Sparkassen im Norden steigern Jahresüberschuss massiv

Die gute Konjunktur im Norden sorgt bei den Sparkassen in Schleswig-Holstein für ordentliche Gewinne. Die 13 Geldinstitute erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 123 Millionen Euro, wie Verbandspräsident Reinhard Boll am Mittwoch auf der Bilanz-Pressekonferenz sagte.

Sparkassen im Norden steigern Jahresüberschuss massiv

2014 waren es 84,1 Millionen Euro gewesen. Das Geschäftsvolumen der Kreditinstitute legte von 36,8 auf 37,5 Milliarden Euro zu. Für den Erfolg sind nach Angaben Bolls vor allem das Kreditgeschäft im Unternehmensbereich und der Wohnungsbau verantwortlich.

Die Darlehen an private Bauherrn und gewerbliche Investoren stiegen im Vergleich zu 2014 um 28,2 Prozent auf rund drei Milliarden Euro. Davon entfielen 1,8 Milliarden Euro auf Privatinvestoren (2014: 1,4) und 1,2 Milliarden auf gewerbliche (2014: 0,9).

Boll: Deutsche sind Aktienmuffel

Insgesamt sagten die Sparkassen im Land ihren Kunden Kredite mit einem Gesamtvolumen von 6,2 Milliarden Euro zu. Das waren 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. In den Büchern standen zum Jahresende Kredite mit einer Höhe von 29,9 Milliarden Euro.

Auch die Kundeneinlagen stiegen im vergangenen Jahr erneut: von 24,5 Milliarden auf 26 Milliarden Euro. Zwar legten die Sparkassen beim Umsatz mit Wertpapieren um 10,3 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zu. “Der Deutsche ist aber nach wie vor ein Aktienmuffel”, sagte Boll. Sowohl Privatanleger wie Unternehmen setzen verstärkt auf kurzfristig verfügbares Geld: plus 11,9 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro. Weiter rückläufig entwickeln sich Spareinlagen und Termingeld.

Keine  Minuszinsen für Sparkassen-Kunden

Auch für das laufende Jahr ist Boll zuversichtlich. Das Ergebnis der Sparkassen werde sich auf einem Niveau einpendeln, mit dem die Institute leben könnten. “Ich gehe aber davon aus, dass das Ergebnis 2015 nicht ohne weiteres wiederholbar ist”, sagte Boll. Die Kernkapitalquote belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 12,6 Prozent (2014: 11,9).

Trotz anhaltender Niedrigzinsen müssten Sparkassen-Kunden keine Minuszinsen fürchten, sagte Boll. Die Entscheidungen träfen allerdings die regionalen Sparkassen. “Mein Eindruck ist aber, dass es im Privatkundengeschäft nicht kommen wird.” Gleiches gelte für Firmenkunden. Ausnahme könnten aber Groß- und institutionelle Kunden sein.

Im vergangenen Jahr verringerte sich die Zahl der Filialen und Selbstbedienungs-Geschäftsstellen weiter von 458 auf 425. Die Sparkassen beschäftigten Ende vergangenen Jahres 7763 Mitarbeiter. Das waren 58 weniger als ein Jahr zuvor. Boll geht davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen werde, weil immer mehr Kunden das Internet nutzen.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Generali: Alternativen zur Klassik legen zu

Die Generali in Deutschland konnte ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 auf 847 Millionen Euro erhöhen, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtkosten sanken um 117 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie”.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: JP Morgan prüft Dublin als neuen Standort

Der kommende EU-Austritt Großbritanniens zwingt in London angesiedelte Banken zur Suche nach neuen Domizilen. So erwägt auch die US-Investmentbank JP Morgan eine Verlagerung von Arbeitsplätzen und verhandelt derzeit laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Donnerstag über den Kauf eines Bürogebäudes in Dublin.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

S&K-Gründer mit Strafen am unteren Rand auf freiem Fuß

Der Betrugsprozess um das Immobilienunternehmen S&K hat sich in Teilen als undurchführbar erwiesen. Nach einem Deal mit der Justiz kommen die Gründer mit Strafen am unteren Rand davon.

mehr ...

Recht

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...