19. Februar 2018, 09:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Chef des Basler Bankenausschusses warnt vor Bitcoin-Geschäften

Finanzinstitute sollten sich nach Einschätzung von Stefan Ingves, seines Zeichens Chef des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, bei Geschäften mit dem Bitcoin zurückhalten.

Chef des Basler Bankenausschusses warnt Banken vor Bitcoin-Geschäften

Nach Ansicht des Chefs des Bankenausschusses ist der Bitcoin mehr Glücksspiel als echte Währung.

“Angesichts des möglichen Risikos der Geldwäsche, das diesem Markt innewohnt, wäre es für Banken ziemlich schwierig, in großem Stil auf diesen Märkten aktiv zu werden”, sagte Stefan Ingves, der auch schwedischer Notenbankgouverneur ist, dem “Handelsblatt”.

Banken seien verpflichtet, ihre Kunden zu identifizieren. Zudem seien die Preisausschläge beim Bitcoin sehr groß. “Das zeigt, dass Krypto-Währungen sehr riskant sind und nichts mit einem regulären Zahlungssystem gemein haben. Deshalb würde ich Banken raten, die Finger davon zu lassen”, sagte Ingves.

Aus Sicht des Notenbankers handelt es sich beim Bitcoin nicht um eine Währung: “Es gibt keine Aufsicht über diese Märkte. Mit Bitcoin zu handeln ist daher ähnlich wie ins Kasino zu gehen.”

Gefahr von Geldwäsche beim Tausch

Dazu komme noch das Problem, wie man beim Tausch dieser elektronischen Vermögenswerte in Euro, Dollar und andere Währungen Geldwäsche verhindern wolle.

“Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Regierungen ein Auge auf diese Entwicklungen werfen werden“, sagt Ingves. Auch die Bankenaufsicht müsse Kryptowährungen im Blick behalten.

Anleger zeigten sich mäßig beeindruckt von den Äußerungen. Am Sonntagnachmittag wurde der Bitcoin etwas tiefer gehandelt. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Bitcoin:

Die fünf reichsten Krypto-Milliardäre

BaFin schließt illegale Bitcoin-Wechselstube

“Krypto-Revolution wird tiefe Spuren hinterlassen”

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...