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6. Oktober 2010, 12:50
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Altersvorsorge: Kündigungen steigen rapide

Jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland hat aufgrund der Finanzkrise seine private Altersvorsorge gekündigt oder den Beitrag reduziert – Tendenz steigend. Unterdessen steigt die Angst um auskömmliches Leben im Alter, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Schere-geld-shutt 42884563-127x150 in Altersvorsorge: Kündigungen steigen rapideSo haben 20 Prozent aller Berufstätigen Kündigungen oder Kürzungen vorgenommen. Im Vorjahr waren es noch knapp 17 Prozent. Am häufigsten sind hiervon private Renten- und Lebensversicherungen sowie privat abgeschlossene Riester-Verträge betroffen. Auch die Beträge, die monatlich für die Vorsorge ausgegeben werden, sind rückläufig. Bei den unter 50-Jährigen beträgt das Minus im Schnitt rund zwölf Prozent.

Im Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland zeigt sich der Studie zufolge eine schnell wachsende Scherenbildung bei der privaten Vorsorge. Gegenüber 2009 haben die Arbeitnehmer ihre Vorsorge um 25 Prozent gekappt – auf durchschnittlich 123 Euro im Monat. Im Westen der Republik werden mit 215 Euro fast 100 Euro mehr in die private Altersvorsorge investiert.

Indes wachsen die Sorgen um ein auskömmliches Leben im Alter. 37 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland befürchten, dass ihnen der Staat wegen seiner stark gestiegenen Verschuldung die Rente im Alter kürzen müssen wird. Und 28 Prozent sorgen sich, dass durch die hohe Staatsschuld stark steigende Preise ihre eigenen Ersparnisse zur Altersvorsorge entwerten.

Die repräsentative Studie “Altersvorsorge in Deutschland 2010/2011” der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach wurde in diesem Jahr bereits zum achten Mal in Folge durchgeführt. (ks)

Foto: Shutterstock

6 Kommentare

  1. Oh, Nachtrag: Wenn ein heute 20 jähriger die Qualmerei aufgrund meiner Beratung einstellt und stattdessen die 152,08 € monatlich zu 4% anlegt, hätte er sage und schreibe 247.036,36 € zur Altersvorsorge angesammelt ! Macht durchaus Sinn, den Menschen solche Beispielrechnungen einmal zu zeigen, oder etwa nicht ? LG Nils Fischer, AWD

    Kommentar von Nils Fischer — 9. Oktober 2010 @ 16:38

  2. Sind denn wir Berater so ganz unschuldig ? Sagen wir den Menschen, das, wenn sie sich nicht jetzt freiwillig einschränken, sie sich im Alter sehr deutlich werden einschränken müssen ? Sagen wir unseren Kunden denn ehrlich, das Altersvorsorge oft nur mit Konsumverzicht geht ? Machen wir mit unseren Kunden eine echte Haushaltsplanung, um Einnahmen und Ausgaben zu verdeutlichen, damit unsere Kunden eher beurteilen können, auf was sie denn am ehesten verzichten wollen und können. Rauchen ? 1Schachtel am Tag= 1.825,– € im Jahr ! Ob das so jedem bewußt ist ?
    Ich jedenfalls berate so, meine durchschnittliche Kündigungsquote liegt unter 1%. Liebe Grüße, Nils Fischer, AWD

    Kommentar von Nils Fischer — 9. Oktober 2010 @ 16:23

  3. Angesichts der Reallohnentwicklung der letzten 15 bis 20 Jahre bei Arbeitnehmer/Angestellten verwundert diese Entwicklung nicht. Nur wer über ein entsprechendes Einkommen und Einkommensentwicklung verfügt, kann und will auch entsprechend für das Alter vorsorgen.

    Kommentar von Holger Lang Der Finanzschrauber — 7. Oktober 2010 @ 13:03

  4. Kommt für mich nicht überraschen. Erstens haben wir eine Genuss-Gesellschaft, ich will heute Events, Reisen & Co, nicht als Rentner, wenn einem alles weh tut. Und zweitens haben Sarrazin & Co offenbart, dass es sich wohl kaum noch lohnt überhaupt zu sparen, wenn die Regierung einem alles besteuert und wieder wegnimmt, um “Bereicherer” durchzufüttern. Da braucht sich die Versicherungswirtschaft nicht zu wundern…

    Kommentar von Crucis — 7. Oktober 2010 @ 12:43

  5. […] jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland seine private Altersvorsorge gekappt – mit …Altersvorsorge: Kündigungen steigen rapidecash-online.deJeder fünfte Arbeitnehmer ohne AltersvorsorgeTV SüdbadenPostbank-Studie: […]

    Pingback von Jeder Fünfte kappt seine Altersvorsorge – sueddeutsche.de | Deutschland ? — 7. Oktober 2010 @ 08:18

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    Pingback von Dramatische Studie – Frankfurter Rundschau | Hasen Chat Wirtschaft — 6. Oktober 2010 @ 19:08

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