26. September 2012, 09:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umfrage: Betrieblicher Gesundheitsschutz wichtiger als Firmen-Smartphone

63 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland halten einen betrieblichen Gesundheitsschutz für wichtiger als ein Firmen-Smartphone, für 46 Prozent ist diese Versorgungsleistung relevanter als ein vom Arbeitgeber finanzierter Firmenwagen, so eine aktuelle Umfrage.

Eine betriebliche Krankenversicherung ist vielen Arbeitnehmern wichtigEbenfalls 46 Prozent der 1.000 Arbeitnehmer, die im Auftrag der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) befragt wurden, halten eine betriebliche Krankenversicherung (bkV) für wichtiger als Zuschüsse für die Kinderbetreuung, jeder Dritte zieht diese Leistung dem Weihnachtsgeld vor (siehe Grafik).

Weiter ergab die Umfrage, dass sich sieben von zehn Arbeitnehmer eine bKV wünschen, weil sie die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung für nicht mehr ausreichend halten. Allerdings haben nur vier von zehn Beschäftigten in ihrem Berufsleben schon einmal ein entsprechendes Angebot von ihrem Arbeitgeber erhalten, heißt es.

„Der Weg zu attraktiven Angeboten rund um den betrieblichen Gesundheitsschutz ist frei, aber die Unternehmen agieren äußerst zurückhaltend“, bedauert SDK-Chef Klaus Henkel. Die Arbeitgeber würden die Bedeutung einer solchen Leistung und das Interesse der Arbeitnehmer daran verkennen. Beispielsweise seien drei von vier Beschäftigten der Überzeugung, dass eine bKV die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigert, so Henkel.

Seit dem Frühjahr 2011 sind Ausgaben für einen betrieblichen Gesundheitsschutz, etwa in Form von ergänzenden Zahnpolicen oder Krankentagegeldern, in Höhe von 44 Euro pro Mitarbeiter und Monat steuer- und sozialabgabenfrei. „Gegenüber einer regulären und folglich zu besteuernden Gehaltserhöhung stellt dies einen Vorteil dar“, sagt Michael Braun, Leiter Health Insurance bei der Unternehmensberatung Mercer.

Angebote zur betrieblichen Krankenversicherung gibt es nicht nur für Großunternehmen, sondern auch für kleinere Betriebe ab fünf Mitarbeitern. Eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten erlaubt es den Firmen, individuelle Angebote für ihre Belegschaft zusammenzustellen.

Eine große Vielfalt kann aber auch verwirren. Gesundheitsexperte Braun weist deshalb darauf hin, dass Betriebe unter anderem prüfen sollten, ob bestimmte Erkrankungen bei bestimmten Tarifen ausgeschlossen oder ob es eine pauschale Klausel gibt. Auch die Vereinbarkeit der bKV mit bereits bestehenden privaten Zusatzversicherungen der Mitarbeiter gelte es zu untersuchen. Hier unterscheiden sich die Angebote der Versicherer oftmals, so Braun. (lk)

Eine betriebliche Krankenversicherung ist vielen Arbeitnehmern wichtig

Grafik: SDK

Foto: Shutterstock

 

4 Kommentare

  1. Eine betriebliche Versicherung, sei es Krankenversicherung oder Altersvorsorge, steigert nicht nur die kurzfristigen Zufriedenheit, sondern erhöht auch die Bindung an das Unternehmen. Ist aus Sicht des Unternehmens also eigentlich sehr zu empfehlen.

    Kommentar von private-krankenkassen.org — 27. September 2012 @ 11:29

  2. Hallo

    Kommentar von Schreiber — 27. September 2012 @ 09:05

  3. Hallo Herr Kollege, alles Gute noch nachträglich zum Geburtstag. Hier ein interessanter Artikel zum Thema bKV

    Kommentar von Schreiber — 27. September 2012 @ 09:05

  4. Betriebliche Krankenversicherungen sind grundsätzlich eine gute Sache. Leider ist das Leistungsspektrum dieser Verträge durch vereinfachte oder gar keine Gesundheitsfragen nicht besonder hochwertig.

    Kommentar von Privamed24 Th. Ludolph — 26. September 2012 @ 10:12

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Corona-Warn-App: Jeder dritte Erwachsene nutzt sie

Jeder dritte Bundesbürger ab 18 Jahren hat den eigenen Angaben zufolge die Corona-Warn-App der Bundesregierung auf seinem Handy installiert. Weitere 19 Prozent wollen diese in Zukunft „wahrscheinlich“ (fünf Prozent) oder „vielleicht“ (14 Prozent) noch installieren. Damit steht gut die Hälfte der erwachsenen Bundesbürger der vor rund zwei Monaten gestarteten Warn-App positiv oder zumindest aufgeschlossen gegenüber.

mehr ...

Immobilien

Wohnimmobilienmarkt: Sommerferien wirken sich deutlich aus

Die Preise der zum Kauf angebotenen Wohnimmobilien sind in Deutschland gesamt – ausgenommen die zehn Städte Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart – in der letzten Woche konstant geblieben. Sie liegen weiterhin leicht über dem laufenden Jahresmittel.

mehr ...

Investmentfonds

RWE tritt „Europäischer Allianz für sauberen Wasserstoff“ bei

Die jüngst gegründete „Europäische Allianz für sauberen Wasserstoff” ist Teil der europäischen Wasserstoffstrategie. Sie setzt sich für einen ambitionierten Einsatz von Wasserstoff (H2) bis 2030 ein. Dabei soll die kohlenstoffarme Produktion von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Gleichzeitig sollen die Nachfrage aus Sektoren wie Industrie und Verkehr sowie der Transport und die Verteilung von H2 gefördert werden. Diese Zielsetzung passt perfekt zur RWE Sicht auf H2 als einen der Hoffnungsträger für die Dekarbonisierung der Industrie.

mehr ...

Berater

Coronavirus: EU-Kommission veröffentlicht Vorschläge für den Kapitalmarkt

Die Europäische Kommission hat am 24. Juli ein Maßnahmenpaket veröffentlicht, das Teil ihrer Strategie für eine Erholung der Kapitalmärkte von den Folgen der Corona-Krise ist. Mit dem Paket passt die EU-Kommission die europäische Prospektverordnung (Prospekt-VO)‚ die zweite europäische Finanzmarktrichtlinie (Markets in Financial Instruments Directive II – MiFID II) und die Verbriefungsvorschriften gezielt an.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bergfürst-Crowdinvestment: Büros zu Wohnungen

Die Crowdinvesting-Plattform Bergfürst sucht sechs Millionen Euro in Tranchen ab zehn Euro, um ein Bürohaus in Frankfurt am Main in Mikro-Apartments umzubauen. Vertrags-Detail: Wer wenig investiert, bekommt sein Geld unter Umständen als erster zurück.

mehr ...

Recht

Studie: Sollte Mietendeckel kippen, drohen hohe Rückzahlungen

In Berlin sind die Unterschiede zwischen der Marktmiete und der Mietendeckelmiete inzwischen eklatant. Einer Studie der Hamburger Immobilienforschungsinstituts F+B zufolge drohen Mietern in Berlin Nachzahlungen von mehreren tausend Euro, sollte der Mietendeckel in der Bundeshauptstadt durch das Verfassungsgericht gekippt werden. 

mehr ...