Anzeige
Anzeige
11. Juli 2014, 08:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Lebensversicherer: Milliardenpotenzial nutzen

Die jüngste Reform verlangt Lebensversicherern einiges ab. Ein gezieltes Ablaufmanagement könnte ihnen helfen, bislang vernachlässigte Ertragsquellen zu erschließen.

Gastbeitrag von Rudolf Geyer, European Bank for Financial Services

Lebensversicherer

“Es liegt auf der Hand: Nur wenn die Versicherer konsequent kundenorientiert handeln, wird es gelingen, die Wiederanlagequoten zu erhöhen.”

Die Regelungen des am 4. Juli verabschiedeten Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) stellen die Assekuranz vor weitere Herausforderungen – im Vergleich zu anderen Anlageformen sinkt ihre Attraktivität, der finanzielle Handlungsspielraum wird kleiner.

Suche nach Ertragsquellen

Im Wettbewerb um Kunden und bei der Suche nach neuen Ertragsquellen rückt ein noch relativ unerschlossener Milliardenmarkt in den Fokus: das Ablaufmanagement von Lebensversicherungen und die Wiederanlage des fällig gewordenen Kapitals.

Im Jahr 2012 lag die Summe der ausgezahlten Leistungen aus Lebensversicherungen bei rund 75 Milliarden, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) meldete. Bei der Wiederanlage dieser Gelder herrscht ein harter Wettbewerb zwischen Banken und Assekuranz – den die Versicherer bislang meist verlieren.

Schätzungen zufolge werden etwa 10 Prozent des ausgezahlten Kapitals werden wieder bei den Versicherern angelegt, 35 Prozent bei der Hausbank (weitere 15 Prozent bei Kapitalverwaltungsgesellschaften, 40 Prozent fließen in den Konsum).

Wiederanlagemanagement als strategisches Ziel

Um sich ein größeres Stück dieses Milliarden-Kuchens zu sichern, müssen Versicherer im ersten Schritt vor allem eins machen: Die Erhöhung der Wiederanlagequote auf ihre strategische Agenda setzen.

Es gilt, unternehmensweit die Sensibilität für dieses Thema zu intensivieren – die Kundenbeziehung muss nicht mit der Laufzeit enden. Parallel müssen natürlich die nötigen Voraussetzungen für den langfristigen Erfolg geschaffen werden. Dazu gehören beispielsweise die Aufnahme der Wiederanlagequote in die vertrieblichen Ziele sowie die technische und prozessuale Umsetzung eines Wiederanlagemanagements.

Seite zwei: Konsequent kundenorientiert handeln

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

GDV bemängelt fehlendes Bewusstsein für Cyber-Crime

Bereits jeder vierte Kleinbetrieb oder Mittelständler (28 Prozent) hat finanzielle oder materielle Schäden durch Cyber-Angriffe erlitten. Dies zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

S&K-Gründer zu Haftstrafen verurteilt

Einer der größten Wirtschaftsstrafprozesse Deutschlands um die Frankfurter Immobilienfirma S&K geht mit einer Verurteilung der geständigen Angeklagten zu Ende. In dem Verfahren ging es um die Aufklärung eines vermeintlichen Schneeballsystems.

mehr ...

Investmentfonds

Schlumberger geht zu StarCapital

Der Vermögensverwalter StarCapital AG bekommt zum 1. April 2017 prominenten Zuwachs im Vorstand, der künftig aus fünf Personen besteht. 

mehr ...

Berater

Außergewöhnliche Belastungen: Mehr Geld vom Finanzamt

Steuerzahler können sogenannte “außergewöhnliche Belastungen” weitergehender als bisher steuerlich geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem heute veröffentlichten Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Hotelfonds mit Erfolg

Die Lloyd Fonds Gruppe aus Hamburg hat eine weitere Fonds-Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe „Motel One“ verkauft. Für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig wurde ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, teilt Lloyd Fonds mit.

mehr ...

Recht

BU versus AU: Abgrenzung der Leistungsversprechen

Die Arbeitsunfähigkeitskomponente im Rahmen einer Berufsunfähigkeitspolice kann bei unbedarften Versicherungsnehmern zu Verwirrung führen, auch wenn AU und BU zwei gänzlich unterschiedliche Leistungsversprechen beinhalten.

mehr ...