23. April 2015, 10:30
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“Versicherer sollten ihre Unternehmenskultur überprüfen”

Sabine Brunotte war selbst jahrelang in Fach- und Führungspositionen in der Assekuranz tätig und ist seit 2007 Inhaberin des Beratungsunternehmens Brunotte Konzept. Im Cash.-Interview erläutert sie, wie die Branche mehr Frauen gewinnen kann.

Brunotte1 in Versicherer sollten ihre Unternehmenskultur überprüfen

Sabine Brunotte: “Unternehmen und Vorgesetzte sind jetzt gefordert, erfolgreiche Frauen stärker sichtbar zu machen.”

Cash.: Warum sind Frauen im Vertrieb und auf der Führungsebene immer noch in der Minderheit?

Brunotte: Ganz einfach könnte man sagen: weil es zu wenige gibt. Damit fehlen bislang noch Rollenvorbilder, an denen sich Frauen orientieren können. Allerdings zeichnet sich eine positive Entwicklung ab. Unternehmen und Vorgesetzte sind jetzt gefordert, erfolgreiche Frauen stärker sichtbar zu machen. Andererseits gefällt sich auch nicht jede Frau in der Rolle als Vorbild.

Haben Frauen und Männer die gleichen Karrierechancen in der Branche?

Ob eine Frau die gleichen Chancen erhält wie ihr männlicher Kollege, entscheidet meistens der direkte Vorgesetzte. Leider fehlt es Männern in dieser Funktion oft an Mut, exponierte Positionen mit einer Frau zu besetzen, sei es eine Führungsaufgabe oder eine Stelle im Vertrieb. Die Unternehmen brauchen deshalb klare Richtlinien und Maßstäbe zur Personalentwicklung sowie objektive Auswahlverfahren.

Andererseits hat eine Frau in einer von Männern dominierten Umgebung mehr Gelegenheit aufzufallen als gleich qualifizierte männliche Kollegen. Das kann ein Vorteil, aber auch Nachteil sein. Aber auch wenn Frauen im besten Fall identische Chancen haben, sind sie oft zu zögerlich, wenn ihnen eine neue Aufgabe angeboten wird.

Insbesondere der Vertrieb gilt als Männerdomäne. Inwieweit sind Frauen überhaupt gewollt?

Der Mangel an geeigneten Bewerbern zwingt die Branche schon jetzt, mehr um Frauen zu werben. Dieser Druck wird sich verstärken. Offensichtlich stehen wir hier aber nicht nur vor einem geschlechtsspezifischen Problem.

Seite zwei: “Weibliche Stärken sind für Unternehmen wertvoll

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