Anzeige
3. März 2015, 15:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Online-Versicherungsvertrieb: Plant Eiopa Regelrahmen?

Da immer mehr Verbraucher Versicherungspolicen im Internet abschließen, hat die EU-Versicherungsaufsicht Eiopa eine Stellungnahme zum digitalen Vertrieb von Versicherungs- und Altersvorsorgeprodukten veröffentlicht. Dies berichtet die deutsche Finanzaufsicht Bafin in ihrer heute erschienenen monatlichen Publikation.

Online-Versicherungsvertrieb

Es soll sichergestellt werden, dass die Portalanbieter die Beratungspflicht beim Online-Verkauf erfüllen, sofern eine solche in dem jeweiligen Land existiert.

Mit dem Online-Abschluss seien Risiken wie Falschkäufe durch eine fehlende Beratung, zu teuere Versicherungen oder eine nicht bedarfsgemässe Deckung verbunden, heißt es. Insbesondere bestünde die Gefahr, dass die Käufer in erster Linie auf den Policenpreis schauten.

Eiopa gibt Handlungsempfehlungen

Um diese Gefahren zu minimieren gibt die Versicherungsaufsichtsbehörde ihren nationalen Partnern Handlungsempfehlungen an die Hand.

Es solle zum Beispiel sichergestellt werden, dass die Portalanbieter die Beratungspflicht beim Online-Verkauf erfüllen, sofern eine solche in dem jeweiligen Land existiert.

Außerdem sei die Transparenz des Verkaufsprozesses wichtig, da auf diese Weise “unreflektierte oder versehentliche Vertragsabschlüsse” vermieden würden.

Zudem sollten sich die nationalen Regulierungsbehörden “proaktiver über die Aktivitäten im Online-Vertrieb informieren und Daten sammeln und auswerten” und dabei auch neuere Vertriebskanäle in ihre Beobachtungen integrieren, wie etwa Vergleichsportale, Smartphone-Apps oder den Verkauf über soziale Netze.

Mögliche Anpassung der IMD-Richlinie

Eiopa zufolge könnten im Rahmen der laufenden Überarbeitung der IMD-Richlinie neue Regeln für den Vertrieb von Versicherungsprodukten hinzugefügt werden, um sicherzustellen, dass unabhängig vom gewählten Vertriebskanal ein einheitliches Verbraucherschutzniveau gewährleistet werden könne. (nl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Die besten privaten Krankenversicherer ausgezeichnet

Der “Map-Report” hat die privaten Krankenversicherer seiner jährlichen Analyse unterzogen. Mit 84,04 von 100 möglichen Punkten ging erstmals die Provinzial als beste private Krankenversicherung mit der Bewertung “mmm” für hervorragende Leistungen aus dem Test hervor.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft in Münster zu

Die Patrizia Immobilien AG hat im westfälischen Münster ein modernes Studentenwohnheim erworben. Münster ist mit über 50.000 Studenten einer der größten Hochschulstandorte Deutschlands, was sich auch in der starken Nachfrage nach Wohnraum ausdrückt.

mehr ...

Investmentfonds

So finden Sie aussichtsreiche Nebenwerte

In den vergangenen Jahren konnten Nebenwerte die Titel aus dem Dax im Schnitt deutlich übertreffen. Nebenwerte sind daher interessant für jeden Anleger. Allerdings müssen einige Hausaufgaben bei der Anlage gemacht werden.

mehr ...

Berater

Bafin-Beraterregister: “Normalisierung des Beschwerdeaufkommens”

Im vergangenen Jahr wurden fast 5.200 Beschwerden von Bankkunden an das Mitarbeiter- und Beschwerderegisters der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) gemeldet. Damit sind rund 700 Bescherden weniger als im Vorjahr eingegangen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Hapag-Lloyd trotz Preisdruck besser als erwartet

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat 2016 unter dem starken Preisdruck im Frachtgeschäft gelitten. Trotz deutlicher Zuwächse im vierten Quartal sackte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Gesamtjahr um gut 240 Millionen auf 126 Millionen Euro ab, wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte.

mehr ...

Recht

Börsenspekulation mit Budget vom Jobcenter?

Ein Grundsicherungsempfänger kann von seinem Jobcenter kein Startkapital für Börsentermingeschäfte verlangen. Dies entschied das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen.

mehr ...