29. August 2014, 16:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Versicherer und die digitale Transformation

Das Internet hat die Wirtschaft maßgeblich verändert. Der digitale Transformationsprozess erfordert massive Veränderungen in den Unternehmen: Von der Strategie über das Marketing bis hin zum Vertrieb steigt die digitale Relevanz und Dominanz in der Wertschöpfungskette – Versicherer müssen schnell dazulernen.

Gastbeitrag von Claudia Hilker, Unternehmensberaterin

digitale Strategie

“Mit Social Media könnten Versicherer durch direkte Kommunikation mehr Glaubwürdigkeit, Transparenz und Nähe zu Stakeholdern aufbauen.”

Der Umsatz im digitalen Business, das heißt der Umsatz, der mit dem Erfassen, Speichern und Auswerten digitaler Daten verbunden ist, wird laut IT-Branchenverband Bitkom in 2014 auf 73,5 Milliarden Euro wachsen. Das ist ein Plus von 66 Prozent gegenüber zum Vorjahr. Die Umsätze für 2016 werden auf mehr als 160 Milliarden Euro geschätzt.

Wandel birgt Chancen

Die neuen Rahmenbedingungen durch den digitalen Wandel sorgen für Wandel, Volatilität und Diskontinuität für die Versicherungswirtschaft. Sie wirken sich auf die Gewinne aus und beeinflussen somit auf das Erreichen der Unternehmensziele.

Versicherer müssen im digitalen Umfeld einen zunehmenden Wettbewerbsdruck auf allen Wertschöpfungsstufen meistern. Sie können die neuen Möglichkeiten zu ihrem Vorteil einsetzen, wenn sie sie als Chance erkennen und strategisch nutzen. Die folgende Analyse zeigt Beispiele auf, wie Versicherer die neuen Herausforderungen mit Ansätzen aus dem digitalen Business lösen können.

Veränderte Mediennutzung:
Laut “ARD/ZDF-Studie 2013” sind 54,2 Millionen Menschen in Deutschland online und im Durchschnitt 169 Minuten täglich im Netz. Aufgrund der veränderten Mediennutzung hat die Wirkung klassischer Werbemaßnahmen nachgelassen. Das Versicherungsmarketing muss sich an diese neuen Rahmenbedingungen anpassen und neue Ansätze liefern. Deshalb müsste das Motto lauten: “Online first” oder gar “Mobil first”.

Stattdessen heißt das Motto in der Assekuranz “Print First” oder insgeheim “No Change”. Eine offene Einstellung für den Wandel mit Veränderungswillen fehlt. Somit mangelt es Versicherungen an übergreifenden digitalen Strategien zur Markenführung. Es wird immer noch in “Silos” gedacht. Verkrustete Organisationsformen, starre Strukturen in der Budgetvergabe und veraltete umständliche Prozesse zählen dazu.

Seite zwei: Macht des Kunden steigt

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Erster im Markt: Gothaer bündelt bAV- und bKV-Verwaltung in einem Portal

Um den Verwaltungsaufwand für die betriebliche Vorsorge und Absicherung für Arbeitgeber deutlich zu vereinfachen, bündelt die Gothaer als erster Versicherer die bAV und bKV-Verwaltung für Arbeitgeber in einem gemeinsamen Portal.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Entscheidung über Wirecard-Verkauf im November?

Der Insolvenzverwalter des Skandalkonzerns Wirecard erwartet für November die Entscheidung über den Verkauf des Kerngeschäfts bei dem insolventen Bezahldienstleister. Das schreibt der Anwalt Michael Jaffé in einem Brief an die Mitarbeiter, über den die “Süddeutsche Zeitung” berichtete.

mehr ...

Berater

Konsolidierung mit Kapital und Köpfen

Suchten Makler in der Vergangenheit Anschluss an einen Pool oder wollten zu einem anderen wechseln, lenkten sie den Blick meist auf die Provisionstabellen. Wettbewerb lief vor allem über die Vergütung und Produktpalette. Diese Zeiten sind vorbei. Natürlich spielen beide Kriterien noch eine Rolle, aber die entscheidende Frage lautet: Wie bewältigt der Pool des Vertrauens die Herausforderungen, die wegen der enorm schnellen und einschneidenden technischen Entwicklung entstehen?

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...