Anzeige
Anzeige
16. Juni 2015, 10:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vertriebsanreize: Knackpunkt Paragraf 64a VAG

In ihrer aktuellen Publikation stellt die Finanzaufsicht Bafin fest, dass Versicherer über die bestehenden Normen hinaus einen großen Spielraum für die Vermittlervergütung haben. Dieser werde durch den Paragrafen 64a VAG begrenzt. Kernaufgabe der Finanzaufsicht sei demzufolge die Bewertung, “ob sich der Versicherer im Rahmen des Paragrafen 64a VAG angemessen mit dem Thema Vertriebsanreize beschäftigt hat”.

Vertriebsanreize

Die Versicherungsunternehmen haben laut Bafin einen weiten Spielraum für die Vermittlervergütung, der indirekt durch den Paragrafen 64a Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) begrenzt werde.

Hierzulande erhalten Vermittler von ihrem Versicherer für jeden abgeschlossenen Vertrag eine Vergütung. Diese bestehe aus unterschiedlichen Komponenten: Generell zahle der Versicherer dem Vermittler eine Abschluss- und eine Bestandspflegeprovision. Außerdem könnten unter Umständen weitere Anreizzahlungen hinzukommen, wie Boni oder Reisen.

Dabei gebe es nur wenige gesetzliche Vorgaben, die die Provisionshöhe begrenzen. Hierzu zählen insbesondere der Provisionsdeckel in der privaten Krankenversicherung (PKV) und die fünfjährige Stornohaftungszeit.

Weiten Spielraum für Vermittlervergütung

Auf Seiten des Verbrauchers informiert die Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen (VVG-InfoV) die Versicherer darüber, wie sie die unterschiedlichen Kostenkomponenten, von denen die Abschlusskosten lediglich eine Position bilden, ausweisen müssen.

Allerdings hätten die Versicherungsunternehmen über diese bestehenden Normen hinaus einen weiten Spielraum für die Vermittlervergütung, der indirekt durch den Paragrafen 64a Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) begrenzt werde.

Der genannte Paragraf regele zwar nicht direkt Vergütungsfragen allerdings schreibt er vor, dass “eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation neben einer dem Geschäftsbetrieb angemessenen ordnungsgemäßen Verwaltung und Buchhaltung insbesondere ein angemessenes Risikomanagement voraussetzt”.

Seite zwei: Bewertung von Vertriebsanreizen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

DFV feiert Zehnjähriges

Mit einem Festakt in der Alten Oper in Frankfurt am Main hat die DFV Deutsche Familienversicherung ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gratulierte Unternehmenschef Dr. Stefan M. Knoll und der Belegschaft und würdigte die unternehmerische Leistung und Weitsicht der Gründer.

mehr ...

Immobilien

Europace: Transaktionsvolumen wächst zweistellig

Das Transaktionsvolumen des Marktplatzes Europace ist im ersten Quartal 2017 nach Angaben des Unternehmens zweistellig gewachsen. Die Teilmarktplätze für Regionalbanken, Genopace und Finmas, bauten ihren Anteil an der technologiebasierten Baufinanzierung mit zweistelligen Wachstumsraten aus.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche AM sieht Unsicherheit vor der Frankreich-Wahl

Am Sonntag startet der erste Urnengang bei der Präsidentenwahl in Frankreich. Aktuell sind die Märkte deutlich verunsichert über den Ausgang des Votums. Von Bedeutung ist Frankreich mit Sicherheit, da die Wirtschaft nach Deutschland eine führende Rolle in der Europäischen Union einnimmt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Schiffsfonds-Prospektklage: Pool-Details nicht erforderlich

Wird ein Fondsschiff in einem Pool mit anderen Frachtern beschäftigt und der Anleger über die damit verbundenen grundsätzlichen Risiken korrekt aufgeklärt, sind im Fondsprospekt Details zu den anderen Pool-Schiffen nicht erforderlich.

mehr ...

Recht

Ausgleichsanspruch: LV-Kapitalzahlung keine “Einkunft aus Gewerbebetrieb”

Sollen Leistungen aus einer Lebensversicherung an die Stelle eines Ausgleichsanspruchs treten, darf die LV-Kapitalzahlung nicht den Einkünften aus Gewerbebetrieb zugeordnet werden. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil.

mehr ...