20. Januar 2016, 16:12
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Lebenserwartung: Deutsche werden sieben Jahre älter als sie glauben

Die Deutschen unterschätzen ihre Lebenserwartung um durchschnittlich sieben Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Initiative “7 Jahre länger”, die vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ins Leben gerufen wurde. Ein Grund für die Fehleinschätzung sei die rasante Entwicklung der Lebenserwartung.

Lebenserwartung: Deutsche werden sieben Jahre älter als sie glauben

Nur acht Prozent der 1.002 Befragten schätzen laut GDV die Lebenserwartung von Frauen richtig ein, 92 Prozent unterschätzen sie.

Der repräsentativen Studie zufolge erwarten die männlichen Befragten, dass Männer in Deutschland 77,4 Jahre alt werden. Mit 84,7 Jahre (Näherungswert) liegt deren tatsächliche durchschnittliche Lebenserwartung nach der Generationensterbetafel des Statistischen Bundesamts jedoch um rund sieben Jahre (7,3) höher (siehe Grafik).

Frauen liegen etwas stärker daneben als Männer

Frauen unterschätzen ihre Lebensspanne sogar um fast acht Jahre (7,9), ließ der GDV am Mittwoch erklären. So erwarten die weiblichen Befragten im Schnitt, dass Frauen 80,8 Jahre alt werden, während die Sterbetafel ein Endalter von annähernd 88,7 Jahre ausweist.

Lebenserwartung: Deutsche werden sieben Jahre älter als sie glauben

Oftmals brennt das Lebenslicht der Deutschen länger als sie annehmen.

Nur acht Prozent der 1.002 Befragten schätzen demnach die Lebenserwartung von Frauen richtig ein, 92 Prozent unterschätzen sie. Neun von zehn Befragte (89 Prozent) beziffern laut Umfrage die Lebenserwartung von Männern zu niedrig ein. Dabei habe sich auch gezeigt, heißt es seitens des GDV, dass sich alle gesellschaftlichen Gruppen gleichermaßen verschätzten – das heißt, sowohl Männer, als auch Frauen in Ost oder West und das unabhängig vom Alter.

“Die Lebenserwartung steigt schneller, als die meisten Leute denken”

Ein Grund für die Fehleinschätzungen ist laut GDV die rasante Entwicklung der Lebenserwartung. So würden die Deutschen jedes Jahr drei Monate Lebenszeit hinzugewinnen – rein statistisch gesehen.

“Die Lebenserwartung steigt schneller, als die meisten Leute denken”, sagt Prof. Dr. Jochen Ruß, Geschäftsführer des Instituts für Finanz- und Aktuarwissenschaften. Wenn man über die eigene Lebenserwartung nachdenkt, so Ruß, habe man vermutlich oft die Lebensdauer von Menschen der Generation der eigenen Eltern und Großeltern im Hinterkopf. (lk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Krankenkassen fahren Milliardenplus ein

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr ein Finanzplus von rund 1,4 Milliarden Euro eingefahren. Das Geldpolster der Kassen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf 15,9 Milliarden Euro gestiegen.

mehr ...

Immobilien

Aktuelle Niedrigzinsen nicht ausschlaggebend für Immobilienkauf

Die historisch niedrigen Zinsen spielen keine herausragende Rolle bei der Entscheidung für den Kauf einer Immobilie, so das Ergebnis einer Studie von Immowelt. Viel gewichtiger sind andere Gründe.

mehr ...

Investmentfonds

Verhaltensanalysen sind wichtiger denn je

Cash. sprach mit Iwan Brouwer, Kapitalmarktexperte bei NNIP, über Chancen und Risiken im Multi-Asset-Bereich. Dabei stellt er die neusten Trends in diesem Sektor vor.

mehr ...

Berater

Hamburger Sparkasse gestaltet ihr komplettes Filialnetz neu

Mit einem neuen Filialkonzept will die Hamburger Sparkasse Menschen animieren, in die Filialen zu kommen “auch wenn sie gerade keine Geldgeschäfte brauchen”. Das Filialnetz werde in den kommenden Jahren zwar leicht schrumpfen, soll aber das größte in Hamburg bleiben.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL platziert 930 Millionen Euro bei Institutionellen

Die KGAL Gruppe aus Grünwald hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben und damit das neu gezeichnete Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesteigert.

mehr ...

Recht

BAG-Urteil: Witwenrente nicht nur für “jetzige” Ehefrau

Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Klausel, mit der nur der “jetzigen” Ehefrau des Arbeitnehmers eine Hinterbliebenenversorgung zugesagt ist, benachteiligt ihn unangemessen, so das Bundesarbeitsgericht.

mehr ...