Assekurata-Analyse: Das sind die besten gemanagten Fonds

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Foto: PantherMedia / anna_stasiia (YAYMicro)
Die Pangaea-Fonds als Gewinner investieren nicht in Aktien oder Anleihen nachhaltiger Unternehmen, sondern als Sachwertefonds in Wohnimmobilien oder Projekte aus dem Sektor der nachhaltigen Energien.

Im Auftrag des "Handelsblatt" hat Assekurata gemanagte Fonds und Anbieter von Fondspolicen unter die Lupe genommen. Die Bayerische/Pangaea Life geht als Sieger hervor.

Bei welchen Fonds ist das Ersparte in diesen turbulenten Zeiten in den besten Händen? Im Auftrag des Handelsblatt ermittelte die Rating-Agentur Assekurata unter 19 Versicherungsgesellschaften und 92 Fondsangeboten die besten gemanagten Fonds Deutschlands. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Allianz und Canada Life nicht teil, dafür kam die Württembergische neu hinzu. Die Bewertung erfolgte über ein Jahr sowie drei und fünf Jahre in jeweils vier Kategorien. Dabei hat Assekurata die Rendite, das Risiko, das Reaktionsvermögen und die Risikoentlohnung verglichen. Als Vergleichsmaßstab für die Bewertung nutzte Assekurata alle frei verfügbaren Fonds mit derselben Risikoklasse (SRRI). Die gemanagten Policen sind für eine sehr langfristige Anlage konzipiert und notieren meist in den Risikoklassen 4 bis 6 auf einer Skala von 1 („extrem defensiv“) bis 7 („sehr risikoreich“).

Gute Noten bei gemanagten Fonds

Das Ergebnis: Pangaea Life setzt sich mit ihren beiden nachhaltigen Sachwerte-Fonds „Blue Living“ und „Blue Energy“ zweifach an die Spitze des Marktes. Der einzige ebenfalls mit sehr gut bewertete Fonds ist der „HM Strategie chancenreich“. Alle weiteren 17 Fonds konnten mit der Note „Gut“ bewertet werden.

Die Durchschnittsrendite des Ratingsiegers „Blue Living“ von 9,8 Prozent (Stand 03/2023; nach Kosten) seit Auflage erwirtschaftet der Fonds nach eigenen Angaben durch Investments in den dringend benötigten nachhaltigen Wohnungsbau, insbesondere in deutschen Großstädten. Dabei finden neben Aspekten der Energieeffizienz und Materialienauswahl auch soziale Faktoren, wie der Bau von Kita-Plätzen und gefördertem Wohnraum, eine starke Berücksichtigung.

Der zweite Gewinner-Fonds „Blue Energy“ liefert nach eigenen Angaben eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,9 Prozent (Stand 03/2023; nach Kosten) auf Basis von Investments in Energie-Sachwerte wie Windparks in Dänemark und Norwegen, Solar-Anlagen im mediterranen Raum und Wasserkraftwerke auf der iberischen Halbinsel. Erstmals hat der Fonds jüngst auch einen der leistungsstärksten Energiespeicher Europas in sein Portfolio aufgenommen.

Gemanagte Fondspolicen

Höhere Renditen bringen oftmals auch ein höheres Risiko mit sich. Das wirkte sich laut „Handelsblatt“ 2022 negativ aus. Die Gesamtnote bei den gemanagten Varianten hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechtert. In der Auswertung 2022 hatten die Portfolios noch den Durchschnittswert von 69 Punkten erreicht, jetzt lagen sie nur bei 56 Punkten. Sechs Anbieter (im Vorjahr 17) erreichten 60 oder mehr Punkte und erhielten damit die Note „Sehr gut“: Die Bayerische, Deutsche Ärzteversicherung, Huk-Coburg, Hanse-Merkur, Zurich und Barmenia.

Ein „Gut“ mit 50 bis 60 Punkten erzielten fünf Versicherer (im Vorjahr zwei): Münchener Verein, Nürnberger, Volkswohl Bund, Axa und Standard Life. Mit einem „Befriedigend“ mussten sich acht Gesellschaften begnügen. Im Vorjahr war es nur eine einzige. Mit einer Ausnahme bekamen alle Fonds, die erst ein oder zwei Jahre am Markt waren, nur die Noten „Befriedigend“ oder „Ausreichend“.

Hier geht es zur Analyse, die zusätzliche Ergebnisse zum Thema Nachhaltigkeit enthält.

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