Immobiliendarlehen: Die Bauzinsen steigen kräftig

Kleine Häuser auf gestapelten Geldstücken
Quelle: Statista

Die Zinsen für Bau- und Immobiliendarlehen steigen deutlich. Binnen neun Monaten kletterten sie von ein auf 3,11 Prozent. Nach einer kurzen Beruhigungsphase im August legten sie zuletzt wieder zu. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Statista auf Basis der Daten von Interhyp.

Die Zinsen für Immobiliendarlehen steigen zuletzt deutlich. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten des Vermittlers für private Baufinanzierungen Interhyp. Seit Jahresbeginn bis Anfang September legten die Zinsen für zehnjährige Immobiliendarlehen von ein Prozent auf 3,11 Prozent zu. Dadurch müssen Immobilienkaufende monatlich nun deutlich mehr Geld für ihre Darlehensraten aufbringen. Grund dafür ist laut Experten die seit Monaten anhaltende Rekordinflation, ausgelöst durch die Coronapandemie und den Ukraine-Krieg. Wie diese Statista-Grafik zeigt, haben sich die Baukosten innerhalb der letzten zwölf Monate ebenfalls deutlich verteuert.

Zur Finanzierung eines Eigenheims werden häufig Hypothekendarlehen herangezogen. Das Darlehen wird durch die Eintragung eines Grundbuchrechtes in Form der Hypothek oder Grundschuld besichert. Es wird zwar weiterhin von Hypothekendarlehen gesprochen, in der Praxis dient mittlerweile jedoch in den meisten Fällen statt einer Hypothek die Grundschuld zur Kreditsicherung. Diese weist eine größere Flexibilität auf, da sie nicht unmittelbar von der gesicherten Kreditforderung abhängig ist.

Der niedrige Leitzins der Europäischen Zentralbank hat zwar seit geraumer Zeit günstige Konditionen bei der Immobilienfinanzierung ermöglicht, dennoch bleibt der Anteil der Eigenheimbesitzer in Deutschland ausbaufähig. Laut Statistischen Bundesamtes besitzen rund 31 Prozent der privaten Haushalte des Landes ein Einfamilienhaus. Etwa 14 Prozent sind Besitzer einer Eigentumswohnung. Mehr als die Hälfte der Haushalte in Deutschland lebt weiterhin zur Miete. (Quelle: Statista)

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