Bestellerprinzip: Vor allem der Staat profitiert

Vieles spricht für einen Makler: Laut einer aktuellen Immobilienscout24-Umfrage unter privaten Verkäufern war der Punkt „Kaufpreisverhandlung“ derjenige, der die größte Herausforderung im Verkaufsprozess der Selbstvermarkter darstellt.

Darauf folgten die nah verwandte Aufgabe „Festsetzen des Kaufpreises„, sowie die „Zusammenstellung von Unterlagen für den Verkauf“. Da Makler all diese Arbeiten abnehmen können, nehme die Mehrheit ihre Dienste in Anspruch.

Das belegen auch die Aussagen der Umfrage unter Eigentümern, die mit Makler verkauft haben: Auf dem ersten Platz liegt die Angabe, dass der Makler „Aufgaben abnimmt“, gefolgt von „Der Makler hat mehr Erfahrung in der Vermarktung von Immobilien“ und auf Platz drei, dass der Profi „einen besseren Verkaufspreis erzielen kann“.

Immobilienscout24 zufolge wird das Bestellerprinzip weder das von der Politik formulierte Ziel der Käuferentlastung erreichen, noch den Immobilienmarkt entspannen, da es kein neues Wohnungsangebot befördert.

„Bestellerprinzip ist nicht zielführend“

„Vielleicht führt das Gesetz zu einer steigenden Nachfrage und somit einer weiteren Beschleunigung der Preisentwicklung in den angespannten Märkten“, befürchtet Ralf Weitz.

„Wir bei Immobilienscout24 freuen uns, dass Wohnen ein zunehmend bedeutendes Thema in der Politik ist. Das Bestellerprinzip ist jedoch nicht zielführend.“

Die Digitalisierung im Immobilienmarkt werde durch die Regulierung beschleunigt, denn der Bedarf nach passenden Online-Tools nehme bei Privatverkäufern wie auch Maklern weiter zu.

Das dürfe aber nicht zur Überforderung der Käufer und Verkäufer führen, die mit dem komplexen Transaktionsprozess nicht vertraut und auf die Unterstützung durch einen Makler angewiesen seien. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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