Nachhaltigkeit in der bAV: „Das Umdenken hat begonnen“

Wie viele Versicherer sind in der bAV nachhaltig und grün aufgestellt?

Baer: Hier muss man zunächst zwischen einzelnen fondsgebundenen Tarifen und grünen Tariflinien unterscheiden. In der klassischen vorhandenen bAV (nicht im Sozialpartnermodell) muss von Versicherern eine 100-Prozent-Beitragsgarantie am Ende der Laufzeit der Verträge abgebildet werden.

Dazu fließt bei klassischen Tarifen alles Kapital in den Deckungsstock des Versicherers. Bei hybrid- oder fondsgebundenen Modellen fließt ein Teil des Beitrages, abhängig vom Alter des Versicherten, mehr oder weniger zusätzlich in ausgewählte Investmentfonds.

Als grüne bAV-Anbieter würde ich die Versicherer bezeichnen, die für ihre Anlagen im Rahmen von grünen Tarifen im Deckungsstock klare Nachhaltigkeitskriterien im Sinn von Ausschluss- und positiven Einschlusskriterien formuliert, entschieden und umgesetzt haben.

Wenn diese Prozesse noch von einem externen Beirat oder einer Institution dauerhaft begleitet und überwacht werden, verstärkt dies die Überzeugung und Ernsthaftigkeit des Versicherers. Bietet ein Haus solche grünen Deckungsstockinvestments in Verbindung mit einer großen Auswahl von guten nachhaltigen Investmentfonds an, dann würde ich von einem grünen bAV-Anbieter sprechen.

Häuser, die nur eine gewisse Palette von nachhaltigen Investmentfonds und keine eindeutig nachhaltigen Investments im Deckungsstock im Rahmen der bAV anbieten, würde ich nicht so bezeichnen.

Lesen Sie hier, wie es weitergeht.

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