Der Mikrofinanz-Fonds I wurde im Jahr 2007 aufgelegt und richtete sich an deutsche Privatanleger. Ziel war es, die Vergabe von Mikrofinanzkrediten an Kleinst- und Kleinunternehmer in Asien und Afrika zu ermöglichen und Investoren zugleich an der Entwicklung zu beteiligen.
Mikrofinanzkredite sind eng mit dem Namen Muhammad Yunus verbunden, der für dieses Konzept im Jahr 2006 den Friedensnobelpreis erhielt. Die Grundidee reicht jedoch weiter zurück. Bereits im 19. Jahrhundert setzte Friedrich Wilhelm Raiffeisen auf Selbsthilfe und Solidarität, um notleidende Bevölkerungsgruppen zu unterstützen.
Der Fonds investierte planmäßig zwölf Millionen US-Dollar in Aktien einer von Catalyst Microfinance Investors gemanagten Zielgesellschaft. Diese stellte Kapital für Mikrofinanzinstitute bereit und vergab darüber mittelbar Kredite in Höhe von insgesamt knapp 300 Millionen US-Dollar an rund 1,8 Millionen Kreditnehmer, unter anderem in Indien, den Philippinen, Pakistan sowie mehreren afrikanischen Staaten.
200 Prozent Gesamtmittelrückfluss
Die Zielgesellschaft hat sämtliche Krisen seit der Fondsauflage im Jahr 2007 unbeschadet überstanden, so Euramco. Vor Ort wurden die Mittel genutzt, um selbstständige Existenzen aufzubauen und laufende Einkommen zu sichern.
Mit dem Verkauf der letzten Anteile an der Zielgesellschaft hat die Fondsgesellschaft nun den Exit vollzogen. Aus dem Erlös erfolgt eine fünfte Auszahlung in Höhe von 21 Prozent des eingezahlten Kommanditkapitals. Bereits bis Ende 2018 waren Ausschüttungen von 175 Prozent erfolgt, in den darauffolgenden Jahren kamen einschließlich Schlusszahlung weitere 25 Prozent hinzu.
Insgesamt ergibt sich damit für die Anleger ein Gesamtmittelrückfluss von 200 Prozent. „Wir sind stolz darauf, mit unserem innovativen Angebot, das bei Auflage durchaus kritisch gesehen wurde, einen derart nachhaltigen Mehrwert sowohl für die Kreditnehmer in der dritten Welt als auch für unsere Anleger geschaffen zu haben“, betont Jürgen Göbel, Geschäftsführer der Euramco. „Hier ergänzen sich gesellschaftliche Verantwortung und eine angemessene Rendite zu einem im besten Wortsinne nachhaltigen Investment.“













