Ernst Russ steigert 2025 das EBIT deutlich und baut die Flotte aus

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Symbolbild.

Ernst Russ, einst unter dem Namen HCI führend bei Schiffsfonds, hat 2025 trotz des angespannten Umfelds das operative Ergebnis deutlich gesteigert. Die Hamburger Reederei baut ihre Flotte gezielt um, stärkt die Planbarkeit ihrer Einnahmen und richtet sich am Kapitalmarkt neu aus. Nun folgt der nächste Schritt.

Die Ernst Russ AG hat im Geschäftsjahr 2025 ihr operatives Ergebnis deutlich verbessert und zugleich ihre strategische Neuausrichtung vorangetrieben. Während Handelskonflikte, geopolitische Spannungen und Verschiebungen in transatlantischen Allianzen das Marktumfeld belasteten, profitierte die Gruppe nach eigenen Angaben von ihrem Beschäftigungskonzept und einer hohen Auslastung der Flotte.


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Die konsolidierten Umsatzerlöse lagen 2025 bei 158,1 Millionen Euro nach 172,7 Millionen Euro im Vorjahr. Das EBIT stieg auf 96,4 Millionen Euro, nach 67,7 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der konsolidierte Jahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen verbesserte sich von 42,5 Millionen Euro auf 73,5 Millionen Euro. Das Unternehmen bestätigt damit die vorläufigen Zahlen.

Operativ meldet das Unternehmen eine Flottenauslastung von 97,7 Prozent und durchschnittliche Chartereinnahmen von 18.135 Dollar pro Tag. Die Eigenkapitalquote erreichte 79,1 Prozent, die Liquidität zum Jahresende lag bei 114,3 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung für 2025 eine Dividende von 0,25 Euro je Aktie vorschlagen.

Flotte wächst, Verträge laufen länger

Im Mittelpunkt der Strategie steht der weitere Ausbau einer diversifizierten Flotte. Im Jahr 2025 bestellte Ernst Russ zwei Containerschiffs-Neubauten, die jeweils über zehnjährige Charterverträge verfügen. Zu Beginn des Jahres 2026 kamen zwei Multipurpose-Schiffe hinzu, die jeweils für sieben Jahre verchartert sind. Gleichzeitig reduzierte die Gruppe nicht-strategische Minderheitsbeteiligungen.

Die Flotte wurde 2025 auf 25 Schiffe optimiert. Zugleich baute das Unternehmen den Charter Backlog auf 448,6 Millionen Euro aus. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Charterverträge stieg um 12,3 Monate auf 26,0 Monate.

Dr. Christopher Eilers, Co-CEO und Chief Financial Officer der Ernst Russ AG, erklärt: „Unsere solide Eigenkapitalbasis und starke Liquidität verschaffen uns die Möglichkeit, gezielt und selektiv zu investieren. Das wachsende Interesse von Investoren und Analysten verdeutlicht, dass unsere neue strategische Ausrichtung am Kapitalmarkt Anklang findet“.

Prognose für 2026 bestätigt

Für 2026 rechnet die ER-Gruppe mit Umsatzerlösen zwischen 145 Millionen Euro und 160 Millionen Euro. Das operative Ergebnis soll in einer Bandbreite von 34 Millionen Euro bis 44 Millionen Euro liegen. An dieser Prognose hält das Unternehmen fest.


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