KI, Code und Zugriffsrechte: neue Risiken für den Krypto-Sektor

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Cyberrisiken bei Crypto
Bild: KI-generiert
Warum Kryptografie Kryptowährungen nicht vor Softwarefehlern, menschlichen Fehlern und Angriffen durch KI schützt.

Kryptowährungen beruhen auf mathematisch fundierter Kryptografie. In der Praxis steckt diese jedoch in Software - und die kann Fehler enthalten. KI und weitreichende Zugriffsrechte schaffen zusätzliche Risiken.

„Es wäre naiv anzunehmen, dass die Schwachstellen-Welle („Vulnpocalypse“) nicht auch auf Kryptowährungen übergreift, die letztlich nichts anderes als reine Software sind. Im Krypto-Sektor ist kein Akteur zu groß, um zur Zielscheibe zu werden - genauso wie kein einzelnes Softwareprogramm und kein Unternehmen zu klein ist, um ins Visier zu geraten. Grundsätzlich ist alles angreifbar. Automatisierte Software-Agenten arbeiten Tag und Nacht für Centbeträge. Alles ist wirtschaftlich erschwinglich. Alles liegt mittlerweile in greifbarer Nähe.

Die Kryptografie als Basismechanismus von Kryptowährungen mag auf theoretischer Ebene mathematisch fundiert sein, genau wie jede andere Kryptografie auch. Sie weist jedoch dieselben Schwachstellen auf wie andere Software: Sie wird in Programmcode umgesetzt, und Code enthält Fehler. Erste Untersuchungen deuteten auf einen kompromittierten Laptop hin. Letztlich bleiben der Mensch und menschliche Fehler weiterhin ein maßgeblicher Angriffsvektor. Personen mit erweiterten Zugriffsrechten stellen dabei weitaus lohnendere Angriffsziele dar als die meisten anderen.

Gleichzeitig implementieren Menschen Software heute mithilfe von KI oder überlassen die Umsetzung bereits überwiegend der KI. Das führt wieder zu dem Punkt zurück, dass Kryptografie zwar mathematisch fundiert ist, in der Praxis jedoch als Programmcode existieren muss. Der Code ist unvollkommen. Die Implementierungen sind unvollkommen. Die in den Implementierungen genutzten Bibliotheken sind unvollkommen. All diese Faktoren lassen sich auf fundamentaler Ebene somit weiterhin auf menschliche Ursachen zurückführen.“   

Autor Scott Walsh, Staff Security Researcher bei Coalition.

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