Neue Typklassen, Führerscheinumtausch, Vignette: Das ändert sich 2027 im Verkehr

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Was 2027 bringt
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2027 wirft seine Schatten voraus: Diese Änderungen kommen auf Autofahrer zu

Zum Jahreswechsel endet der Tankrabatt, ein angekündigter Spritpreisdeckel steht noch aus. Für Millionen Versicherte ändern sich zudem Regional- und Typklassen, ältere Führerscheine müssen umgetauscht werden. Der Automobilclub ACV hat zusammengestellt, was 2027 auf Autofahrer zukommt und welche Pläne noch auf der Kippe stehen.

Am 31. Dezember 2026 läuft der Tankrabatt aus. Den Spritpreisdeckel, den die Bundesregierung spätestens zum 1. Januar 2027 in Aussicht gestellt hat, gibt es bislang nicht. Zusätzlich könnte die Treibhausgasminderungsquote die Preise treiben. Sie steigt von zwölf auf 17,5 Prozent, und Kraftstoffanbieter könnten die Mehrkosten an der Zapfsäule weitergeben. Der CO2-Preis bleibt dagegen im Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne, weil der europäische Emissionshandel für Verkehr und Gebäude erst 2028 startet.


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In der Autoversicherung ändert sich für Millionen Kunden die Einstufung. Nach der neuen Regionalstatistik des Versicherungsverbands GDV kommen in der Haftpflicht rund 5,2 Millionen Autofahrer in eine niedrigere und 4,8 Millionen in eine höhere Regionalklasse. Bei den Typklassen stehen 7,4 Millionen Höherstufungen 5,1 Millionen Herabstufungen gegenüber, für fast 30 Millionen Versicherte bleibt alles beim Alten. Für die Versicherer sind die Werte unverbindlich, außerdem hängt die Prämie von weiteren Faktoren ab.

Wer einen Kartenführerschein mit Ausstellungsjahr 2002 bis 2004 besitzt, muss ihn bis zum 19. Januar 2027 umtauschen. Andernfalls droht ein Verwarngeld von zehn Euro. Maßgeblich ist das Ausstellungsdatum des Dokuments, nicht der Erwerb der Fahrerlaubnis. Die Gebühr beträgt 26,50 Euro, gegebenenfalls kommen Kosten für Foto und Versand hinzu. Für Karten aus den Jahren 2005 bis 2007 endet die Frist ein Jahr später, vor 1953 Geborene haben grundsätzlich bis 2033 Zeit.

Fahrschulreform und digitale Vignette in Österreich

Noch nicht beschlossen ist die Reform der Fahrausbildung, die 2027 wirksam werden soll. Die reine Fahrzeit in der praktischen Prüfung der Klasse B soll von 30 auf 25 Minuten sinken, die Theorieausbildung vollständig digital möglich werden. Geplant sind außerdem ein um rund ein Drittel kleinerer Fragenkatalog und die Veröffentlichung von Preisen und Bestehensquoten der Fahrschulen.

Österreich stellt für das Vignettenjahr 2027 vollständig auf die digitale Vignette um, die Klebevignette 2026 gilt noch bis 31. Januar. Kaufen Privatkunden Jahres- oder Zweimonatsvignetten online im Mautshop oder in der App der Asfinag, gelten diese erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf. An Tankstellen, Vertriebsstellen und Automaten gibt es Vignetten zur sofortigen Nutzung.

Autos mit gelber Prüfplakette und der Zahl 27 müssen im kommenden Jahr zur Hauptuntersuchung, spätestens bis Ende des oben auf der Plakette vermerkten Monats. Wer den Termin um mehr als zwei bis zu vier Monate überzieht, zahlt 15 Euro Verwarngeld, danach steigen die Sanktionen.

Neue Pflichten für Ladesäulen und E-Auto-Akkus

Ab 1. Januar 2027 müssen auch ältere öffentliche Schnellladepunkte ab 50 Kilowatt entlang des transeuropäischen Straßennetzes oder auf gesicherten Parkplätzen Kartenzahlung ermöglichen. Neu errichtete Ladepunkte müssen zudem einen Kommunikationsstandard erfüllen, der Plug & Charge unterstützt, also die automatische Anmeldung des Fahrzeugs beim Einstecken.

Für Antriebsbatterien, die ab dem 18. Februar 2027 neu in Verkehr gebracht werden, wird ein digitaler Batteriepass Pflicht. Er dokumentiert unter anderem den Gesundheitszustand des Akkus, für vorhandene Autos muss nichts nachgerüstet werden. Mit der Abgasnorm Euro 7, die ab 29. November 2027 grundsätzlich für neu zugelassene Autos gilt, kommen Haltbarkeitsvorgaben: Elektro- und Plug-in-Hybrid-Autos müssen nach fünf Jahren oder 100.000 Kilometern noch 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität haben, nach acht Jahren oder 160.000 Kilometern 72 Prozent.

Beim Autokauf dürfen Händler ab 10. Juli 2027 EU-weit grundsätzlich höchstens 10.000 Euro in bar annehmen, zusammenhängende Teilzahlungen werden addiert. Private Verkäufe sind ausgenommen. E-Scooter müssen ab Januar bei Neugeräten Blinker haben, ab März gelten für sie strengere, an Fahrräder angelehnte Verkehrsregeln. Das Deutschlandticket kostet ab Januar 66,80 statt 63 Euro im Monat.

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