Die Gesellschaften der ALH Gruppe haben ihre Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2025 insgesamt deutlich gesteigert. Der Gesamtumsatz nähert sich damit erstmals der Marke von sechs Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte er noch bei stabilen 5,4 Milliarden Euro gelegen.
Wesentliche Impulse kommen aus dem Lebens-, Kranken- sowie dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft. Auch die Tochtergesellschaften in der Bauspar- und Investmentfondsverwaltung tragen zum Wachstum bei.
Lebensversicherung mit starkem Neugeschäft
Bei der Alte Leipziger Lebensversicherung zeigt sich im Jahr 2025 ein deutlicher Aufschwung im Neugeschäft. Das Neugeschäftsvolumen wird auf über eine Milliarde Euro geschätzt. Einen vergleichbaren Wert hatte das Unternehmen zuletzt im Jahr 2022 erreicht. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die zinsbedingt deutlich gestiegenen Einmalbeiträge.
Auch die laufenden Beiträge entwickeln sich besser als im Vorjahr. Sie steigen voraussichtlich um rund sieben Prozent und erreichen damit den zweithöchsten Stand in der Unternehmensgeschichte. Insgesamt überschreiten die Brutto-Beitragseinnahmen erstmals die Marke von drei Milliarden Euro.
Der Rohüberschuss wird für 2025 bei über 430 Millionen Euro erwartet. Damit liegt er über dem Vorjahreswert von 404,4 Millionen Euro vor Steuern.
Krankenversicherung wächst trotz höherer Leistungen
Die Hallesche Krankenversicherung erzielt 2025 ein Neugeschäft von sieben Millionen Euro Monatssollbeitrag inklusive gesetzlichem Zuschlag. Zwar bleibt der Rekordwert des Vorjahres unerreicht, das Neugeschäft bewegt sich jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die betriebliche Krankenversicherung behauptet dabei ihr Allzeithoch.
Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhen sich voraussichtlich um rund neun Prozent auf etwa 1,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig schlagen sich die im Markt deutlich gestiegenen Leistungsausgaben im Ergebnis nieder. Der Bruttoüberschuss wird für das Geschäftsjahr auf rund 185 Millionen Euro beziffert und spiegelt damit die angespannte Kostenentwicklung im Krankenversicherungsmarkt wider.
Schaden- und Unfallversicherung mit stabiler Entwicklung
In der Schaden- und Unfallversicherung liegt das Neugeschäft der Alte Leipziger Versicherung mit rund 100 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Die Beitragseinnahmen steigen dennoch um etwa fünf Prozent auf 577 Millionen Euro.
Das stärkste Beitragswachstum verzeichnet das Unternehmen im Bereich der gewerblichen Haftpflicht- und Sachversicherungen. Belastend wirken sich allerdings drei Feuergroßschäden mit einem Gesamtvolumen von 45 Millionen Euro aus. Trotz dieser Schadenereignisse entwickelt sich die Nettoschaden-Kostenquote positiv und erreicht einen Wert von 99 Prozent.
Weitere Gesellschaften tragen zum Wachstum bei
In den Gesamtumsatz der ALH Gruppe fließen auch die Ergebnisse der Alte Leipziger Bauspar sowie der Alte Leipziger Trust Investment Gesellschaft ein. Die Bausparkasse setzt 2025 ihren Wachstumskurs in der Baufinanzierung fort. Das außerkollektive Neugeschäft steigt auf über 206 Millionen Euro.
Auch das Geschäft mit klassischen Bauspardarlehen entwickelt sich positiv. Das Neugeschäftsvolumen hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Das Bauspar-Neugeschäft insgesamt reduziert sich nach dem Boom der vergangenen Jahre in einem herausfordernden Marktumfeld um 13 Prozent.
Das verwaltete Fondsvolumen der Alte Leipziger Trust liegt bei 3,1 Milliarden Euro und damit über dem Vorjahreswert. Neben Zuwächsen in Spezialfonds trägt vor allem das Wachstum der Publikumsfonds zu dieser Entwicklung bei. Im Jahr 2026 feiert die Gesellschaft ihr 40-jähriges Bestehen.
Fokus auf Digitalisierung und betriebliche Vorsorge
„Das vergangene Geschäftsjahr war erneut ein gutes Jahr für die ALH Gruppe. Unseren Kurs, weiter in die IT und Digitalisierung zu investieren und an einer verlässlichen Datenbasis sowie den notwendigen Zukunfts-Skills zu arbeiten, setzen wir auch 2026 konsequent fort“, sagt der Vorstandsvorsitzende Christoph Bohn.
„Zugleich bleibt es wichtig, Zusammenarbeit und Prozesse effektiver zu gestalten, unsere Servicequalität als Differenzierungsmerkmal zu stärken und neue Lösungen für die gezielte Marktbearbeitung zu entwickeln. Gespannt erwarten wir zudem die Ergebnisse der von der Bundesregierung eingesetzten Renten- und Pflegekommissionen. Es ist und bleibt entscheidend, vor allem die betriebliche Vorsorge weiter zu stärken. Dabei betonen wir den Wert der lebenslangen Rente und kapitalgedeckter Finanzierungsmodelle.“














