Nach mehreren Jahren steigender Prämien deutet sich im Industrieversicherungsmarkt eine Entspannung an. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „Markt-Spot“ von Willis, dem halbjährlichen Marktreport des Risikoberaters und Versicherungsmaklers. In vielen Sparten steigt demnach wieder der Wettbewerb.
„Es ist jetzt wieder möglich, Versicherungsschutz zu angemessenen Preisen zu erhalten. Kapazitäten kehren zurück und Konditionen werden verhandelbar“, sagt Safak Okur, Head of Broking Deutschland und Österreich bei Willis.
Trotz der weicheren Marktphase bleibt das Risikoumfeld laut Willis anspruchsvoll. „Der Krieg im Iran zeigt einmal mehr, wie schnell sich die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ändern können, wie volatil alles ist“, sagt Lukas Nazaruk, Head of Corporate Risk & Broking Deutschland und Österreich bei Willis.
In mehreren Sparten bleibt der Wettbewerb unter Versicherern nach Beobachtung von Willis hoch. In der Sachversicherung profitieren Unternehmen mit guten Risikodaten teilweise von sinkenden Prämien und flexibleren Vertragslösungen. Auch der D&O-Markt zeigt sich stabil.
Positive Entwicklungen sieht Willis zudem in den Technischen Versicherungen, etwa durch Investitionen in Rechenzentren und erneuerbare Energien. Angespannt bleibt dagegen die Lage in der Kfz-Versicherung, wo Versicherer die Beiträge im Jahr 2026 erneut anheben.
Im Cyberversicherungsmarkt beobachtet Willis trotz steigender Bedrohungslage weiterhin eine käuferfreundliche Phase. Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf strengere regulatorische Anforderungen durch die NIS2-Richtlinie und wachsende Risiken durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz.













