Zweitmarkt im April: Schiffe drücken Durchschnittskurs

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KI-generiertes Symbolbild.

Der Zweitmarkt für geschlossene Fonds zeigte sich im April weitgehend stabil. Während Immobilienfonds den Handel dominierten, sorgte ein Sondereffekt bei Schiffsfonds für deutlichen Druck auf den Durchschnittskurs.

Umsätze und Kurse im Zweitmarkthandel der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG bewegten sich April weitgehend im Bereich der Vormonate, teilt das Unternehmen mit. Der Durchschnittskurs für den Gesamtmarkt ermäßigte sich gegenüber dem Wert seit Jahresbeginn (61,75 Prozent) auf 53,37 Prozent. Dafür ausschlaggebend waren ein Sondereffekt im Schiffssegment sowie der vergleichsweise geringe Handelsanteil von Immobilienfonds, so die Fondsbörse.


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Insgesamt stand das Immobiliensegment für 69,42 Prozent des Nominalumsatzes. Stark nachgefragt blieben weiterhin Einkaufszentren in Deutschland und den USA. Generell zeichnete sich aber über die meisten Subsegmente hinweg eine eher schwächere Kurstendenz ab. Gegenüber dem Durchschnitt seit Jahresbeginn (68,77 Prozent) ermäßigte sich der Durchschnittskurs im Segment auf 64,13 Prozent.

„Sonstige Beteiligungen“ wenig verändert

Im Handel mit „Sonstige Beteiligungen“ wie Private Equity-, Erneuerbare Energien- und Flugzeugfonds gab es wenig Veränderung zu den Vormonaten. Bioenergie-Beteiligungen blieben weiterhin stark gesucht. Kurse und Umsätze tendierten seitwärts. Der durchschnittliche Kurs belief sich auf 32,21 Prozent (Vormonat: 34,08 Prozent). Und auch der Segmentanteil am Gesamthandel lag mit 10,94 Prozent im üblichen Bereich.

Ungewöhnlich lebhaft ging es bei den Schiffsfonds zu, wo es zu 111 Vermittlungen kam (Vormonate: 45 beziehungsweise 62 Vermittlungen). Dafür ausschlaggebend waren zahlreiche Transaktionen eines Schiffsfonds, die den Kursdurchschnitt für das Segment deutlich nach unten zogen – von 56,81 Prozent im Vormonat auf 27,14 Prozent im April.

Von diesem Sondereffekt abgesehen verlief der Handel im Schiffssegment in etwa wie in den Vormonaten. Bedingt durch die Kriegsschäden in Nahost blieben die Kurse für LNG-Tanker weiterhin unter Druck. Alle anderen Subsegmente zeigten sich eher unbeeindruckt von der politischen Großwetterlage und tendierten seitwärts. Mit 19,64 Prozent fiel der Anteil am Gesamthandel vergleichsweise groß aus.

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