Deka Immobilien: Corona beschleunigt Trends – Fonds unter Druck

Bürogebäude in Hamburg

Die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung von Deka Immobilien Trends am Immobilienmarkt beschleunigen, aber zu keinem Paradigmenwechsel führen.

Die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung von Deka Immobilien Trends am Immobilienmarkt beschleunigen, aber zu keinem Paradigmenwechsel führen.

Im neuen Jahr sei eine leicht sinkende Nachfrage nach Büroraum wegen des Digitalisierungsschubs zu erwarten. Flexibles und mobiles Arbeiten werde die Anwesenheit im Büro jedoch nicht ersetzen, teilte der Immobilienspezialist des Sparkassen-Wertpapieranbieters Deka am Donnerstag mit.

Die expansive Geldpolitik der Notenbanken und die niedrigen Zinsen ließen trotz Corona-Krise einen Preiseinbruch an den Märkten weiter nicht zu, sagte DekaBank-Vorstand Matthias Danne bei der Vorstellung der Jahreszahlen in Frankfurt.

Nur bei Hotels, Shopping-Centern und im Einzelhandel abseits von Lebensmitteln sei die Lage bis auf weiteres etwas schwieriger. „Allerdings gehen wir davon aus, dass sich Hotels perspektivisch wieder voll erholen werden“. Gleiches betreffe Einzelhandelskonzepte, die nicht schon vor der Pandemie unter Druck standen.

Unterdessen bekam Deka Immobilien 2020 die Corona-Krise zu spüren. Offene Immobilienfonds für Privatanleger, die in Büros, Hotels, Handels- und Logistikimmobilien investieren, entwickelten sich schlechter: Mit der Schließung von Hotels und Geschäften sanken auch die Mieteinnahmen. Eine bessere Wertentwicklung der Fonds für Privatanleger als 2020 sei im neuen Jahr nicht zu erwarten, hieß es.

Seit Beginn der Pandemie habe es bei einem Drittel der Mietverhältnisse im Immobilienportfolio Gesprächsbedarf etwa wegen Stundungen oder Mietnachlässen gegeben, sagte Esteban de Lope Fend, Geschäftsführer der Deka Immobilien. Man sei aber in Einzelhandelsimmobilien und in Hotels im Branchenvergleich zurückhaltender investiert. Das dämpfe die Folgen der Corona-Krise.

Privatanleger wie auch große Investoren setzten angesichts der Niedrigzinsen aber weiter auf Immobilieninvestments, so Deka Immobilien. Es habe kaum Mittelabflüsse gegeben. Insgesamt wuchs das Immobilienvermögen um drei Milliarden auf 42,5 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

Foto: Symbolbild

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