Quirin Bank: Weniger Verluste, mehr Kunden

Das zurückliegende Geschäftsjahr 2009 ist für die Quirin Bank, trotz eines schwierigen ersten Quartals und einem Gesamtverlust von 7,4 Millionen Euro, aus eigener Sicht positiv verlaufen. So konnten die Honorarberater die Kundenanzahl erneut um 50 Prozent steigern.

Hauptsitz der Quirin Bank am Kurfürstendamm in Berlin
Quirin Bank-Sitz am Kurfürstendamm in Berlin

Aktuell betreut das 1998 gegründete Berliner Finanzinstitut rund 6.000 Kunden und etwa 1,6 Milliarden Assets under Management. Dabei sind bundesweit knapp 100 Bankberater in der Betreuung vermögender Privatkunden vor Ort aktiv. Unterstützt durch die Erholung der Kapitalmärkte konnte das Ergebnis der Bank gegenüber der Planungsprognose mit minus 7,4 Millionen Euro (Vorjahr: minus 12,9 Millionen Euro) deutlich verbessert und die Verluste fast halbiert werden.

Der Bereich Private Banking hat sein Ergebnis durch die gestiegenen Kundenvermögen im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Millionen Euro auf 7,7 Millionen Euro erhöht. Vorstandssprecher Karl Matthäus Schmidt prognostiziert, dass die erste Aufbauphase des Geschäftsbereichs Private Banking bis Ende 2010 abgeschlossen sein wird: „Bis dahin wollen wir einen positiven Deckungsbeitrag zum Gesamtergebnis der Bank leisten.“

Ebenfalls zugelegt hat das Ergebnis des Geschäftsbereichs Investment Banking. Die Erträge stiegen um 144 Prozent auf 8,8 Millionen Euro anheben. Das Wachstum konnte Unternehmensangaben zufolge im Wesentlichen durch verstärkte Anleiheemissionen und Umsätze an den Anleihemärkten erreicht werden, da sich der Markt für Aktienemissionen in Europa noch nicht erholt hat. Im Geschäftsbereich Business Process Outsourcing, in dem die Bank als individueller Outsourcingpartner für Privat- und Auslandsbanken agiert, konnten die Provisionsüberschüsse um 0,6 Millionen Euro auf 4,5 Millionen Euro und die sonstigen betrieblichen Erträge um 0,3 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro gesteigert werden.

Die Ertragslage der Bank in 2009 ist im Wesentlichen durch den Provisionsüberschuss bestimmt, der gegenüber dem Vorjahr um rund 32 Prozent auf 14,4 Millionen Euro (Vorjahr: 10,9 Millionen Euro) erhöht wurde. Die Zunahme des Provisionsergebnisses wiederum ist maßgeblich durch das steigende Geschäft im Private Banking begründet. Das in 2009 gesunkene Zinsniveau zeigt sich, trotz unverändert hoher Liquiditätsüberschüsse, in einem reduzierten Zinsüberschuss (1,8 Millionen Euro; Vorjahr: 2,3 Millionen Euro). Trotz der Erhöhung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen um 5,2 Millionen Euro auf 33,3 Millionen Euro konnte das Betriebsergebnis der Bank damit insgesamt signifikant verbessert werden.

„Zielsetzung für 2010 ist es, die erfreuliche Entwicklung der ersten drei Monate fortzusetzen und mit dem Geschäftsbereich Private Banking bis Ende des Jahres eine positives Ergebnis zu erwirtschaften“, umschreibt Schmidt die Herausforderungen für das laufende Geschäftsjahr. (te)

Foto: Quirin Bank

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