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13. Februar 2012, 13:15
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MLP gibt „Kick-backs“ an Kunden weiter

Kunden des Finanzvertriebs MLP erhalten im Neugeschäft ab sofort sämtliche Vertriebsfolgeprovisionen gutgeschrieben, teilte das Wieslocher Unternehmen mit. Hierzu wird eine neue Vergütungsstruktur im Vermögensmanagement eingeführt, in die auch Bestandskunden wechseln können.

MLP: Neue VergütungsstrukturNach Unternehmensangaben wird bei der MLP AG die Vermögensberatung zukünftig mit einem jährlichen Entgelt von pauschal 1,2 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer vergütet. Wenn es sich um größere Vermögen handele, die mitunter direkt über das Tochterunternehmen Feri AG betreut werden, sinke dieser Satz durch eine Staffelung auf bis zu 0,8 Prozent.

Zudem werde bei Abschluss ein marktüblicher Ausgabeaufschlag erhoben. Den Kunden werden zukünftig sämtliche Vertriebsfolgeprovisionen gutgeschrieben, die der Finanzdienstleister von Kapitalanlegegesellschaften für die Vermittlung ihrer Angebote zufließen.

Im Vermögensdepot ist außerdem ein Austausch der angebotenen Fonds ab sofort kostenfrei für Kunden, wenn er auf Empfehlung des Unternehmens erfolgt, so MLP. Als Grundlage für eine solche Tauschempfehlung diene das Research von Feri.

„Mit der vollständigen Erstattung von Vertriebsfolgeprovisionen und der Möglichkeit zu einem kostenfreien Fondstausch unterstreicht MLP seine Vorreiterrolle bei Transparenz und Kundenorientierung“, sagt Manfred Bauer, Produktvorstand beim unabhängigen Finanz- und Vermögensberater. „Gleichzeitig bieten wir unseren Kunden eines der attraktivsten Preis-Leistungs-Verhältnisse im Markt.“

Mit der neuen Vergütungsstruktur wendet sich der Finanzvertrieb von der herkömmlichen Provisionsberatung ab, bei nicht der Kunde die Beratung zahlt, sondern der Berater durch den Produktanbieter entlohnt wird. Anders als bei der klassischen Honorarberatung, bei der die Entlohnung des Beraters pauschal oder pro Stunde erfolgt, erhebt MLP künftig beim Vermögensmanagement einen festen Prozentsatz des Depotvolumens. (jb)

Foto: MLP

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6 Kommentare

  1. Einfach die Bestandsprov. umbenennen und schon ist ein Marketingvehikel geschaffen, um auf den anrollenden Zug der Honorarberatung aufzuspringen. Aber zuerst die Abschlußprovision bzw. den Ausgabeaufschlag einsacken, das passt nicht zusammen und nennt sich eigentlich Provisionsmaximierung. Dann doch lieber als Kunde auf die Kickbacks verzichten und gleich kickbackfreie Fonds (ETFs) nehmen. Dann bleibt für den Anleger definitiv mehr übrig.

    Kommentar von Andreas Wöhrle — 17. Februar 2012 @ 17:19

  2. Ich kann mich dem vorherigen Statement nur anschließen.
    An einer echten Honorarberatung, die von MLP definitiv nicht geleistete wird, führt kein Weg vorbei.

    Hier wird immer verschämt von den “Vertriebsfolgeprovisionen” geschrieben.. Wie sieht es denn mit den Abschlussprovisionen aus ? Das ist doch letztlich die viel entscheidenere Frage. So ist das lediglich Werbegeschwätz und Kundenverdummung..

    Kommentar von Markus — 15. Februar 2012 @ 10:35

  3. Herr Sünderwald, das Provisionsabgabeverbot gilt nur für Versicherungen. Der Aritkel behandelt Fondsanlagen.

    Kommentar von Bernd Krause — 15. Februar 2012 @ 10:18

  4. Erst Provision und dann hohe Folgekosten. Arme Kunden. Da lobe ich mir doch echte und transparente Honorarberatung ohne versteckte Kosten

    Kommentar von Top-Beratung.de — 15. Februar 2012 @ 09:25

  5. In Verbindung mit einer geschickten Werbestrategie kann MLP sicherlich ein gutes Geschäft durch die Umverteilung der Kosten retten. Zudem werden die Produktanbieter mit internen Provisionen an MLP sich neues Geschäft sichern. Ob der Kunde am Ende als Gewinner dastehen wird, bleibt jedoch abzuwarten.

    Kommentar von Pietsche — 14. Februar 2012 @ 20:36

  6. Ich frage mich, wie dies mit dem immer noch geltenden Provisionsabgabeverbot in Einklang zu bringen ist?
    Hierzu wird in diesem Artikel leider überhaupt nichts erwähnt.

    Kommentar von Sünderwald Christian — 14. Februar 2012 @ 14:01

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