17. Dezember 2012, 13:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vertriebsindikator: Betongold boomt

Cash befragt monatlich Finanzvertriebe zur Stimmung im Vertrieb und zu Verkaufstrends bei den Produkten. Aktuell hat sich die Stimmung weiter verbessert. Das Produkt Bausparen / Baufinanzierung hat seinen Spitzenplatz an die Kapitalanlage-Immobilien abgegeben.

Kapitalanlage-ImmobilienWie bereits in der letzten Erhebung hat sich die Vertriebsstimmung auch in diesem Monat erneut leicht verbessert. So bewerten rund 86 Prozent der befragten Unternehmen die Stimmung als „gut“ beziehungsweise „befriedigend“. Im letzten Indikator waren es noch 63 Prozent. Nur noch rund sieben Prozent der Vertriebe beurteilen die Stimmung als „ausgeglichen“. Der erreichte Mittelwert von 2,86 hat sich gegenüber dem letzten Monat (3,06) dementsprechend verbessert.

 Kapitalanlage-Immobilien zurück an der Spitze

Die Kapitalanlage-Immobilien, die bereits im Sommer den ersten Rang des Indikators belegten, konnten sich in der aktuellen Befragung um sieben Plätze verbessern. Mit einem Mittelwert von 2,38 (letzte Erhebung 2,58) sind sie das attraktivste Produkt des aktuellen Indikators. Das Produkt Bausparen/Baufinanzierung, der Spitzenreiter der letzten Befragung, liegt mit einem leicht verschlechterten Mittelwert von 2,46 (2,31) auf dem zweiten Platz.

Kapitalanlage-Immobilien

Grafik zum Vergrößern anklicken.

Den dritten Rang belegt die betriebliche Altersversorgung, die sich um zwei Plätze verbessern konnte, jedoch einen leicht verschlechterten Mittelwert von 2,62 (2,46) erreicht. Alle befragten Vertriebe erwarten, dass sich die drei Spitzenreiter des aktuellen Vertriebsindikators auch weiterhin konstant beziehungsweise positiv entwickeln werden. Keiner der Befragten geht von einer Verschlechterung der Produkte aus.

 Rürup und Riester abgestiegen

Am meisten Plätze gutmachen konnten die Infrastrukturfonds, die beim letzten Indikator noch auf Platz 28 lagen. Sie konnten sich aktuell um elf Plätze verbessern und belegen mit einem Mittelwert von 3,07 (3,36) Rang 17. Ein erneuter Abstieg der Infrastrukturfonds ist unwahrscheinlich, da knapp 65 Prozent der befragten Vertriebe auch zukünftig eine positive beziehungsweise konstante Entwicklung des Produkts erwarten.

Das Produkt Rürup-Police, das beim letzten Indikator um zehn Plätze auf Rang elf aufgestiegen war, ist in der aktuellen Erhebung wieder auf Platz 16 zurückgefallen, obwohl 85 Prozent der befragten Vertriebe mit einer positiven beziehungsweise konstanten Entwicklung gerechnet hatten. Auch das Produkt Riester-Police ist um drei Plätze abgestiegen und rangiert aktuell auf Platz 13. Bei beiden Produkten rechnet die Mehrheit der befragten Vertriebe allerdings mit einer Verbesserung.

 Containerfonds fallen erneut

Der größte Verlierer des aktuellen Indikators ist die private Krankenversicherung (PKV), die um neun Ränge abgestiegen ist und nun mit einem Mittelwert von 3,15 (2,77) Platz 23 belegt. Während die Mehrheit der Vertriebe dem Produkt eine positive Prognose stellt, rechnen rund 38 Prozent mit einer weiteren Verschlechterung der PKV.

Die größten Verlierer der letzten Erhebung, die Containerfonds, die sich um acht Plätze verschlechtert hatten, sind erneut um sechs Ränge gefallen und belegen nun Rang 30. Die schlechte Prognose von 38 Prozent der befragten Vertriebe im letzten Indikator hat sich somit bewahrheitet. Auch in der aktuellen Erhebung erwarten 43 Prozent der Befragten eine erneute Verschlechterung der Containerfonds.

Schlusslichter: Schiffsbeteiligungen und offene Immobilienfonds

Die rote Laterne hat das Produkt Schiffsbeteiligungen erneut an die offenen Immobilienfonds abgegeben. Zwar konnten die Schiffsbeteiligungen einen leicht erhöhten Mittelwert von vier (4,07) erreichen, dennoch stellen rund 64 Prozent der befragten Vertriebe dem Produkt eine schlechte Prognose. Der Mittelwert des Produkts offene Immobilienfonds hat sich von 3,83 auf 4,15 verschlechtert. Dementsprechend rechnen 85 Prozent der Befragten mit einer weiteren Verschlechterung des Produkts. (jb)

 

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Ein entscheidender Punkt für eine verschlechterte Einschätzung zum PKV Geschäft ist die derzeitige Diskussion zur Einführung einer Bürgerversicherung. Dies wird wohl zu einem der großen Wahlkampfthemen zur Bundestagswahl 2013 werden.

    Kommentar von Thomas Ludolph — 18. Dezember 2012 @ 12:58

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Diese Lebensversicherer punkten bei den Kunden

Die Versicherungsbranche steckt im digitalen Wandel. Gleichwohl sind nicht alle Versicherungssparten gleich gut für die digitale Kundennähe gerüstet. Insbesondere in der Lebensversicherung fällt es noch schwer, die passenden Antworten auf die Kundenwünsche zu finden. Die neue Service Value-Vergleichsstudie zeigt, welche Lebensversicherer bei den Kunden überzeugen.

mehr ...

Immobilien

Erhaltungssatzung: Münchner Immobilienbesitzer sollten Status ihrer Immobilie prüfen

Experten der Hausbank München eG, von Rohrer Immobilien und der Anwaltskanzlei Wagensonner empfehlen aktuell oder zukünftig von der Erhaltungssatzung der bayerischen Landeshauptstadt betroffenen Immobilienbesitzern ihr Objekt einem Statuscheck zu unterziehen.

mehr ...

Investmentfonds

“Ein gesetzlicher Schildbürgerstreich”

Mit drastischen Worten fordert der Vertriebsverband Votum ein Umdenken bei der BaFin-Aufsicht über Finanzanlagenvermittler und Stärkung des digitalen Verbraucherschutzes. Das Bundesfinanzministerium plane Millioneninvestition ohne verbraucherschützende Wirkung. Notwendige Handlungsfelder würden hingegen vernachlässigt. Die Votum-Erklärung im Wortlaut:

mehr ...

Berater

Aus für Thomas Cook in Deutschland

Vor knapp zwei Monaten stellte die deutsche Thomas Cook Insolvenzantrag. Jetzt herrscht Gewissheit. Für das Unternehmen als Ganzes gibt es keine Zukunft mehr.

mehr ...

Sachwertanlagen

Voigt & Coll. bringt Multi-Asset-Dachfonds mit Quadoro

Die V&C Portfolio Management GmbH & Co. KG, eine Beteiligung der Voigt & Coll. GmbH, hat die Vertriebszulassung der BaFin für ihren neuen Multi-Asset-AIF für Privatanleger erhalten.

mehr ...

Recht

Zwei Prozent sind genug

Die Bundesagentur für Arbeit wird in diesem Jahr voraussichtlich einen Überschuss von zwei Milliarden Euro verzeichnen. Der Bund der Steuerzahler fordert nun eine stärkere Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung und fordert zudem eine gesetzliche Kopplung von Beitragshöhe und Rücklage der Arbeitsagentur.

mehr ...