Absatzplus bei Aragon

Der Wiesbadener Finanzdienstleister  Aragon hat im ersten Halbjahr 2013 sein Absatzvolumen und das verwaltete Vermögen gegenüber dem Vorjahr ausgebaut. Erfreulich sei vor allem der Vertrieb von Investmentfonds und Versicherungen gelaufen. Das Konzernergebnis nach Minderheiten liegt leicht über dem Vorjahr.

Die eingeleiteten Sparmaßnahmen werden sich demnach in der zweiten Jahreshälfte und verstärkt 2014 in den Zahlen niederschlagen. „Mit unseren Sparmaßnahmen kommen wir gut voran“, erklärt Ralph Konrad, Finanzvorstand der Aragon.

Nach der endgültigen Trennung aus der alten Konzernstruktur im ersten Halbjahr 2013 könne sich Aragon nun vollständig auf das operative Geschäft konzentrieren, so Konrad weiter. Das werde bereits im zweiten Halbjahr 2013 positive Effekte haben.

Konzernergebnis leicht verbessert

Bereinigt um die veräußerten Unternehmen Clarus und Inpunkto ist der Produktabsatz im ersten Halbjahr demnach leicht von 775 Millionen auf 779 Millionen Euro gestiegen. Der verwaltete Bestand an Investmentfonds („Assets under Administration“) hat um fünf Prozent von 4,1 auf 4,3 Milliarden Euro zugenommen.

Der Umsatz im ersten Halbjahr liegt mit 47,4 Millionen Euro rund 1,5 Prozent über dem gleichen Zeitraum des Vorjahres (46,7 Millionen Euro). Ohne Bereinigung um die veräußerten Geschäftsbereiche sind die Erlöse allerdings um 11,9 Prozent.

Das Konzernergebnis nach Minderheiten hat sich im ersten Halbjahr von rund -3,0 Millionen auf -2,4 Millionen Euro verbessert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist im ersten Halbjahr von -709.000 auf -744.000 Euro zurück gegangen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt -1,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 0,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Wachstum im Bereich Broker Pools

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender Aragon: „Die Anleger meiden weiterhin volatile Aktienfonds. Auch die Nachfrage nach Versicherungen war im ersten Halbjahr 2013 schleppend. Wir sind deshalb stolz, dass wir unser Absatzvolumen in diesen schwierigen Märkten gegen den Trend steigern konnten.“

Der Geschäftsbereich Broker Pools hat mit den Tochtergesellschaften Jung, DMS & Cie.(Rang zwei der Maklerpool-Hitliste) und Bit Treuhand im ersten Halbjahr einen Umsatz von 35,5 Millionen Euro erzielt. Das bedeutet ein Plus von 6,1 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode (33,5 Millionen Euro). Das EBITDA (0,8 Millionen Euro) und EBIT (0,2 Millionen Euro) sind demnach unverändert.

Der Geschäftsbereich Financial Consulting mit den Tochtergesellschaften Finum Private Finance (Deutschland und Österreich) und Compexx Finanz hat im ersten Halbjahr 2013 rund 12,6 Millionen Euro Erlöse erwirtschaftet.

Bereinigt um die veräußerte Clarus bedeute das einen leichten Rückgang bei allerdings verbessertem EBITDA. Das EBITDA ist in den ersten sechs Monaten von -0,2 Millionen auf 0,3 Millionen Euro gestiegen. Auch das EBIT ist von -0,6 Millionen auf 0,1 Millionen Euro gewachsen.

Positive Erwartungen an zweites Halbjahr

Das Segment Broker Pools werde weiter wachsen, so Aragon.  Der Finanzdienstleister erwartet, dass die Kosteneffekte aus Einsparungsmaßnahmen über das Jahr deutlicher sichtbar werden. Im Bereich Financial Consulting rechnet Aragon mit einem leicht rückläufigen Umsatz bei einer weiterhin positiven Ergebnisentwicklung.

Im zweiten Halbjahr sollten demnach Umsatz und Ergebnis deutlich über dem ersten Halbjahr liegen, so Aragon. Der Versicherungsbereich werde 2013 zwar herausfordernd, weil ein den Vorjahren vergleichbares Jahresendgeschäft eher nicht zu erwarten sei. Der Absatztrend sei aber positiv. Zudem rechnet Aragon wir mit einer weiter positiven Entwicklung im Investmentfondsbereich. (jb)

Foto: Shutterstock/Stefan Maklzkorn

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