Anzeige
8. Dezember 2014, 16:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Infinus: Vermittler müssen eventuell Provisionen zurückzahlen

Die Insolvenzverwalterin der roten Infinus (Infinus AG Ihr Kompetenzpartner) fordert Provisionszahlungen des Dresdner Unternehmens von einem Vermittler zurück. Laut Expertenmeinung könnte sie mit dieser Forderung Erfolg haben.

Infinus

Die Insolvenzverwalterin der roten Infinus fordert die Rückzahlung von Provisionen in Höhe von 113.000,- Euro von einem ehemaligen Vermittler des Dresdner Unternehmens.

Wie ein Online-Portal berichtet, hat die Infinus-Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde von der Kanzlei White & Case einen ehemals für Infinus tätigen Vermittler aufgefordert, Provisionen in Höhe von 113.000 Euro, die von Infinus zwischen November 2009 und Oktober 2013 an ihn überwiesen wurden, zurückzuzahlen.

In dem Schreiben, das Procontra-Online als Kopie ins Netz gestellt hat, begründet die Infinus-Insolvenzverwalterin ihre Forderung damit, dass es sich bei von Infinus im angegebenen Zeitraum gezahlten Fix- und Bestandsprovisionen um Leistungen des Schuldners handle, die laut Insolvenzrecht und aktueller Rechtsprechung anfechtbar seien.

Provisionszahlungen anfechtbar

Laut Schmudde ist zunächst die Voraussetzung gegeben, dass die Zahlungen von Infinus an den Vermittler innerhalb von vier Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorgenommen wurden. Dadurch hätten die Zahlungen einen “Vermögenswert erhalten”. Zudem sei eine “Gläubigerbenachteiligung” gegeben, da durch die Zahlungen der Infinus die zur Befriedigung der Insolvenzgläubiger stehende Masse verkürzt worden sei.

Außerdem handelt es sich nach Auffassung der Infinus-Insolvenzverwalterin bei den Zahlungen um “unentgeltliche Leistungen”. Eine unentgeltliche Leistung liegt demnach vor, “wenn der Schuldner nach dem Inhalt des Rechtsgeschäftes zugunsten des Empfängers einen Vermögenswert aufgibt, ohne dass dem Schuldner ein entsprechender Gegenwert vom Empfänger zufließen soll”.

 

Seite zwei: Erfolgsaussichten der Insolvenzverwalterin

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

bAV-Reform vor allem für Niedrigverdiener attraktiv

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) sieht in der Einigung der Koalitionsfraktionen auf eine Stärkung der Betriebsrente vor allen Dingen Vorteile für Niedrigverdiener sowie kleine und mittlere Unternehmen.

mehr ...

Immobilien

Playa de Palma: Imagewandel beflügelt Immobilienmarkt

An der Playa de Palma sind Wohnimmobilien auf Mallorca laut Engel & Völkers noch vergleichweise günstig zu erwerben. Der Region stehe jedoch ein Aufschwung bevor. Das Unternehmen hat seinen ersten Wohnimmobilien-Shop an diesem Standort eröffnet.

mehr ...

Investmentfonds

BNP Paribas bündelt Privatkunden- und institutionelles Geschäft

Unter der Marke BNP Paribas Asset Management (BNPP AM) führt der Assetmanager der BNP Paribas Gruppe ab dem 1. Juni 2017 seine Investmentlösungen für institutionelle und private Investoren zusammen.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Prospekthaftung: BaFin gibt Entwarnung – ein wenig

Die BaFin hat gegenüber Cash. zu einem BGH-Urteil Stellung genommen, das einen von ihr geprüften Fondsprospekt mit deutlichen Worten kassiert hatte und damit auch Fragen zur Rechtssicherheit aktueller Emissionen aufwirft.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...