17. Februar 2014, 10:03
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Nachhaltiges Investment: Anlage mit Sinn

Zugleich fördert er mit derartigen Investitionen relevante gesellschaftliche oder ökologische Bereiche. Mikrofinanzfonds ermöglichen Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern den Zugang zur weltweiten Wirtschaftsweise. Mit der Investition in die Anpflanzung von Bäumen, fördert der Anleger nicht nur den Nachwuchs eines der weltweit wichtigsten Rohstoffe, sondern erzielt damit auch die Bindung von CO2.

Insgesamt sind mittlerweile nachhaltige Anlagemöglichkeiten weit gefächert und erstrecken sich über Giro- und Tagegeldkonten bei nachhaltigen und kirchlichen Banken, dezidiert nachhaltigen Fonds (Aktien-, Renten-, Misch-,Themen- und Mikrofinanzfonds) bis hin zu unternehmerischen Beteiligungen wie zum Beispiel im Bereich alternativen Energieerzeugung oder Immobilien (zum Beispiel Greenbuilding).

Interessant ist etwa die Möglichkeit der Vermögensverwaltung auf Fondsbasis, die professionell von einem Asset-Management nachhaltig gestaltet und betreut wird. Eine Anlagestrategie, die sich schnell ändernden Märkten entgegenwirkt, insofern sie rasche Reaktionen und Anlageentscheidungen durch das Management erlaubt.

Nachvollziehbare Anlagekriterien und -prozesse

Um möglichst sicher gehen zu können, dass das Geld entsprechend den eigenen Vorstellungen auch tatsächlich nachhaltig investiert wird, ist Transparenz und damit die Nachvollziehbarkeit des Investitionsprozesses die wichtigste Voraussetzung. Bei Fonds gibt es unterschiedliche Ansätze (Einschluss-/Ausschlusskriterien, best-in-class), wobei die Aufstellung von Ausschlusskriterien in Hinblick auf die Nachhaltigkeit am profilstärksten sind.

Dem Fondsmanagement ist in der Regel ein Hausinterner oder externer Beirat zur Seite gestellt, der besagte Kriterien (etwa Ausschluss von Kinderarbeit, Suchtmittel- oder Rüstungsgüterindustrie etc.) formuliert und über deren Einhaltung wacht. Mitunter analysieren sogenannte Researchfirmen (wie oekom research) in Frage kommende Unternehmen nach Maßgabe der Kriterien und stellen die Auswahl dem Fondsmanagement zur Verfügung.

Bei Banken gilt dasselbe. Sie formulieren Kriterien, nach denen sie das Geld (Giro- oder Tagesgeldkonto) ihrer Kunden in Projekte etc. investieren. Sowohl die Kriterien wie auch der Ansatz und der Anlageprozess sind bei einem nachhaltigen Investment für den Anleger nachvollziehbar.

Fazit

Nachhaltige Investments sind ökonomisch, sozial-ethisch und ökologisch sinnvoll; sie ermöglichen dem Anleger eine „sinnvolle“ Rendite, die gut gewählt konventionellen Anlagen in Bezug auf eine vernünftige Rendite in nichts nachstehen muss.

Darüber hinaus aber noch eine positive Wirkung erzielt. Durch zum Teil unabhängige Marktzusammenhänge können sie Risiko mindernd wirken und längerfristig aufgrund einer ökologischen und sozial-ethischen Wirtschaftsweise geringere Schwankungen verzeichnen.

Heike Ebli ist Fachberaterin für nachhaltiges Investment (Eco-Anlageberaterin) und Mitglied der Geschäftsleitung der Mehrwert GmbH.

Foto: Shutterstock/Heike Ebli

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