„Wir wollen ältere Menschen beraten und nicht “verkaufen““

Honorarberater Alexander Schmidt hat im Frühjahr die Geschäftsführung der Alte Hasen GmbH übernommen, ein Netzwerk ehemaliger Banker, die über 50 Jahre alt sind und Beratung von Senioren für Senioren anbieten. Mit Cash.-Online hat er über die neuen Pläne der Alten Hasen gesprochen.

Alexander Schmidt: „Wir wollen ältere Menschen wirklich beraten und nicht „verkaufen“.“

Cash.-Online: Nach dem Tod von Karl-Heinz Norek hatte das Finanzberatungsnetzwerk den Geschäftsbetrieb unterbrochen. Wie geht es nun weiter?

Schmidt: Wir haben den Geschäftsbetrieb nach meiner Bestellung zum Geschäftsführer am 1. April 2015 nach Berlin verlegt. Nach wie vor agieren wir bundesweit mit unseren Beratern. Wir werden aber unsere Beraterschaft stark aufstocken, denn die Nachfrage von älteren Menschen, den so genannten „50plus„, nach einer unabhängigen und nicht vertriebsorientierten Beratung ist sehr groß und wächst weiter schnell. Auch ist für das Jahr 2016/17 angedacht, unsere Dienstleistung nach Luxemburg und in die Schweiz auszuweiten.

Sie haben strukturelle Veränderungen durchgeführt. Wie genau sehen diese aus?

Wir weiten unser Netzwerk aus. Wir nehmen beispielsweise weitere Vermögensverwalter, die qualitativ zu uns passen, neu hinzu, auch wird das Thema der Pflege und des Kapitalschutzes stärker gewichtet werden neben der Beratung in allen finanziellen Fragen. Zudem verfügen wir jetzt in Berlin-Charlottenburg über ein Büro mit Private-Banking Charme, in dem man uns auch gerne persönlich besuchen kann.

Warum beraten die Alten Hasen gegen Honorar?

Wer selber viele Jahre leitend Führungskraft im Bankenvertrieb war, zudem etliche Jahre im Vertrieb einer der größten deutschen Fondsgesellschaften, der weiß, dass die dort gebotene Beratung eben nur Mittel zum Zweck ist, also zum Zwecke des Verkaufs eines Produktes. Denn nur dann, wenn der Kunde kauft, zum Abschluss gebracht wird, verdient die Bank oder Sparkasse beziehungsweise der Finanzdienstleister.

Daran hat sich bis heute nichts verändert, im Gegenteil, der Druck auf die Finanzindustrie, die fehlenden Margen und Erträge auf der Zinsseite über das Provisionsgeschäft zu stärken, wächst an. Somit sind die Berater gefordert, den Produktabsatz zu erhöhen, und hier sind – so meine Erfahrung – besonders ältere Menschen gerne leichte „Opfer“ für die Ansprache.

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Abgesehen davon, dass die Beratung gegen Honorar nicht nur absolut neutral und unabhängig ist, sie ist den allermeisten Fällen auch noch sehr viel günstiger als die Kosten, die der Kunde bei der Provisionsberatung zu zahlen hat. Wir wollen ältere Menschen wirklich beraten und nicht „verkaufen“.

Seite zwei: „Wir suchen Berater mit Bankenhintergrund

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