7. Oktober 2015, 08:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Wir wollen ältere Menschen beraten und nicht “verkaufen“”

Honorarberater Alexander Schmidt hat im Frühjahr die Geschäftsführung der Alte Hasen GmbH übernommen, ein Netzwerk ehemaliger Banker, die über 50 Jahre alt sind und Beratung von Senioren für Senioren anbieten. Mit Cash.-Online hat er über die neuen Pläne der Alten Hasen gesprochen.

Alte Hasen: Wir suchen Berater mit Bankenhintergrund

Alexander Schmidt: “Wir wollen ältere Menschen wirklich beraten und nicht “verkaufen”.”

Cash.-Online: Nach dem Tod von Karl-Heinz Norek hatte das Finanzberatungsnetzwerk den Geschäftsbetrieb unterbrochen. Wie geht es nun weiter?

Schmidt: Wir haben den Geschäftsbetrieb nach meiner Bestellung zum Geschäftsführer am 1. April 2015 nach Berlin verlegt. Nach wie vor agieren wir bundesweit mit unseren Beratern. Wir werden aber unsere Beraterschaft stark aufstocken, denn die Nachfrage von älteren Menschen, den so genannten “50plus“, nach einer unabhängigen und nicht vertriebsorientierten Beratung ist sehr groß und wächst weiter schnell. Auch ist für das Jahr 2016/17 angedacht, unsere Dienstleistung nach Luxemburg und in die Schweiz auszuweiten.

Sie haben strukturelle Veränderungen durchgeführt. Wie genau sehen diese aus?

Wir weiten unser Netzwerk aus. Wir nehmen beispielsweise weitere Vermögensverwalter, die qualitativ zu uns passen, neu hinzu, auch wird das Thema der Pflege und des Kapitalschutzes stärker gewichtet werden neben der Beratung in allen finanziellen Fragen. Zudem verfügen wir jetzt in Berlin-Charlottenburg über ein Büro mit Private-Banking Charme, in dem man uns auch gerne persönlich besuchen kann.

Warum beraten die Alten Hasen gegen Honorar?

Wer selber viele Jahre leitend Führungskraft im Bankenvertrieb war, zudem etliche Jahre im Vertrieb einer der größten deutschen Fondsgesellschaften, der weiß, dass die dort gebotene Beratung eben nur Mittel zum Zweck ist, also zum Zwecke des Verkaufs eines Produktes. Denn nur dann, wenn der Kunde kauft, zum Abschluss gebracht wird, verdient die Bank oder Sparkasse beziehungsweise der Finanzdienstleister.

Daran hat sich bis heute nichts verändert, im Gegenteil, der Druck auf die Finanzindustrie, die fehlenden Margen und Erträge auf der Zinsseite über das Provisionsgeschäft zu stärken, wächst an. Somit sind die Berater gefordert, den Produktabsatz zu erhöhen, und hier sind – so meine Erfahrung – besonders ältere Menschen gerne leichte “Opfer” für die Ansprache.

Abgesehen davon, dass die Beratung gegen Honorar nicht nur absolut neutral und unabhängig ist, sie ist den allermeisten Fällen auch noch sehr viel günstiger als die Kosten, die der Kunde bei der Provisionsberatung zu zahlen hat. Wir wollen ältere Menschen wirklich beraten und nicht “verkaufen”.

Seite zwei: “Wir suchen Berater mit Bankenhintergrund

Weiter lesen: 1 2

2 Kommentare

  1. Bitte die Tel-Nr. von den” alten Hasen”
    München-Fürstenriederstrasse

    interessante Beratung …………….

    Kommentar von Peter Wittmann — 5. Dezember 2016 @ 15:46

  2. Bitte um Tel,_Nr: “der alten Hasen”
    München-Fürstenriederstrasse

    Kommentar von Peter Wittmann — 5. Dezember 2016 @ 15:44

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...