Anzeige
Anzeige
26. Januar 2015, 16:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Erbschaftsteuer vermeiden – die drei besten Tipps

Die Angst, dass das Familienvermögen nach dem Tode durch eine hohe Erbschaftsteuerbelastung beeinträchtigt oder zerschlagen werden könnte, beschäftigt viele Menschen. Doch das Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht bietet Wege, legal Steuern zu sparen und eine hohe Belastung für die Erben zu vermeiden.

Gastbeitrag von Dr. Anton Steiner, Deutsches Forum für Erbrecht e.V.

Erbschaftsteuer

“Vor allen steuerlichen Erwägungen sollte die Absicherung und Versorgung der älteren Generation unbedingt stets an erster Stelle stehen.”

 1. Vorsorge zu Lebzeiten

Mit Schenkungen kann man noch zu Lebzeiten dafür sorgen, dass der Fiskus bei der Erbschaftsteuer leer ausgeht. Denn das Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz sieht für enge Angehörige hohe Freibeträge vor, die alle zehn Jahre neu anfallen: derzeit 500.000 Euro für Ehegatten, 400.000 Euro für Kinder und 100.000 Euro für Enkelkinder.

Wer somit rechtzeitig anfängt, sein Vermögen auf Kinder und Enkelkinder zu verteilen, kann die Freibeträge mehrfach ausnutzen und bei geschickter Planung den Angehörigen eine Schenkung- oder Erbschaftsteuer völlig ersparen.

Achtung: Weg ist weg

Was der Schenker aber nicht vergessen sollte: Weg ist weg. Eine Schenkung ist auch dann noch gültig, wenn sich das persönliche Verhältnis in der Familie ändert und es zum Beispiel Streit gibt. Eine Rückforderung der Schenkung wegen groben Undanks ist entgegen der Meinung vieler Laien nur in wenigen Ausnahmefällen möglich.

Eine Möglichkeit für den Schenker, sich zumindest für bestimmte Fälle abzusichern, sind Rückforderungsrechte im Schenkungsvertrag. Dabei wird zum Beispiel vereinbart, daß das Vermögen zurückgefordert werden kann, wenn das beschenkte Kind vor den Eltern stirbt, wenn es sich scheiden lässt oder wenn es sich weigert, die vereinbarten Pflegeleistungen für die Eltern zu erbringen.

Versorgung der älteren Generation stets an erster Stelle

Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt: Vor allen steuerlichen Erwägungen sollte die Absicherung und Versorgung der älteren Generation unbedingt stets an erster Stelle stehen. Ein guter Weg, beide Ziele miteinander zu verbinden, ist bei Immobilienschenkungen der Vorbehalt eines lebenslangen Nießbrauchrechts.

Seite zwei: Schenkungen an den Ehegatten vorteilhaft

Weiter lesen: 1 2 3 4

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

2 Kommentare

  1. Das wird sehr häufig übersehen! Wird im Vorfeld zum Erbfall die Steuerkomponente nicht ausreichend berücksichtigt, dann kommt es später bei der Erbschaftssteuer zu bösen Überraschungen. Besser beraten lassen!

    Kommentar von Thomas Meiler — 15. April 2017 @ 23:06

  2. Meine Freundin hat eine Immobilie mit viel Wert geerbt und muss jetzt einen bedeutenden Betrag an Erbschaftssteuer zahlen. Deswegen mache ich mir auch Gedanken, wie man das im Fall der Fälle vermeiden kann. Eine Schenkung hört sich plausibel an. Ich werde mich auf jeden Fall zu dem Thema beraten lassen. Viele Grüße Yvonne

    Kommentar von Yvonne Kuefer — 19. Februar 2017 @ 13:14

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Knapp bei Kasse: So lässt sich bei Versicherungen sparen

Das Auto kommt nicht durch den TÜV, beim Zahnarzt wird ein hoher Betrag fällig für Zahnersatz – und dann steht Weihnachten vor der Tür. Auch bei dem cleversten Sparfüchsen kann es knapp in der Kasse werden. Gerade Versicherungen bieten einiges Sparpotenzial, ohne den Versicherungsschutz zu verlieren, wie eine aktuelle Tippliste der Gothaer zeigt.

mehr ...

Immobilien

Berlin: Temporäres Wohnen ist “Everybody’s darling”

Der Markt für temporäres Wohnen in der Bundeshauptstadt verändert sich. Immer mehr internationale Investoren und Betreiber sowie neuentwickelte Konzepte bilden aktuell die relevantesten Trends.

mehr ...

Investmentfonds

DVAG: Warum sind die Deutschen solche Aktienmuffel?

Was die Geldanlage angeht gehen die Deutschen lieber auf Nummer sicher und investieren größtenteils in vermeintlich sichere Geldanlagen wie Sparbücher, Tagesgeld- und Festgeldkonten, die kaum bis keine Zinsen bringen. Warum ist das so?

mehr ...

Berater

Künstliche Intelligenz: 5 Trends die 2019 bestimmen

Künstliche Intelligenz (KI) wird auch 2019 eine maßgebliche Rolle spielen. Die IntraFind Software AG ist Spezialist für Enterprise Search und Natural Language Processing; das Unternehmen bietet Produkte für die unternehmensweite Suche sowie Textanalyse an, die auch auf KI und modernsten Machine-Learning-Verfahren basieren. Welche fünf KI-Trends das kommende Jahr besonders prägen werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erstes Urteil zur P&R-Vermittlung: Es war “execution only”

Das Urteil des Landgerichts Ansbach, das die Klage einer Anlegerin gegen einen Vermittler von P&R-Containern abgewiesen hat, liegt nun schriftlich vor. Demnach gab es in dem Fall einige Besonderheiten.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Position der Staates als Erbe gestärkt

Wenn der Staat das Erbe eines Gestorbenen ohne Angehörige antritt, muss er für Hausgeldschulden einer Wohnung in der Regel nur mit der Erbmasse haften. Das entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Freitag in einem Fall aus Sachsen.

mehr ...